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Leapmotor B05 (Lafa 5), C10, 800-Volt-System, LFP (Lithium-Eisenphosphat) Batterie, extrem schnelles Laden.

WLTP-Reichweite von etwa 360 bis 460 km erwartet, mit 800V-System 600 PS und ca. 17 bis 20 Minuten Ladezeit.

Leapmotor B05 (Lafa 5), C10, 800-Volt-System, LFP (Lithium-Eisenphosphat) Batterie, extrem schnelles Laden.

02.02.2026

Die Automobilwelt befindet sich in einem rasanten Wandel, und eine junge Marke aus China namens Leapmotor schickt sich an, das Kräfteverhältnis in der globalen Industrie nachhaltig zu verändern. Gegründet im Jahr 2015, hat sich das Unternehmen innerhalb weniger Jahre von einem Software-orientierten Startup zu einem ernstzunehmenden Produzenten entwickelt, der allein im vergangenen Jahr fast 300.000 Fahrzeuge absetzte. Der entscheidende strategische Vorteil für den europäischen Markt ist dabei die Partnerschaft mit Stellantis, die Leapmotor sofortigen Zugang zu einem dichten Händlernetz und etablierten Servicezentren verschafft.

Der Leapmotor B05 (Lafa 5): Ein "Elektrischer Golf" für das Volk.

Das wohl spannendste Modell für den deutschen Markt ist der B05, der in China unter dem Namen Lafa 5 bekannt ist. Dieses Fahrzeug wird als direkter Konkurrent zum VW ID.3, dem MG4 und dem BYD Dolphin positioniert.

Design und Abmessungen.

Der B05 ist ein klassischer Kompakt-Hatchback mit sportlichen Proportionen. Mit einer Länge von 4,43 Metern, einer Breite von 1,88 Metern und einem Radstand von 2,74 Metern bietet er eine stattliche Präsenz auf der Straße. Besonders markant sind:

Rahmenlose Türen und flächenbündige Türgriffe für eine bessere Aerodynamik.

  • Ein "White Body Coupé Design" mit einer fließenden Dachlinie.
  • Sportliche 19-Zoll-Leichtmetallfelgen im "Swift Wing"-Design.
  • Eine dreigeteilte LED-Lichtsignatur an der Front und ein durchgehendes Leuchtband am Heck.
Innenraum: Technologie trifft auf Modularität.

Der Innenraum des B05 wird als minimalistisch, aber hochgradig digital beschrieben. Er verfügt über ein 14,6-Zoll-Zentraldisplay und ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay. Ein besonderes Highlight ist das modulare System auf der Beifahrerseite: Sechs Anschlusspunkte ermöglichen die Befestigung von Zubehör wie Tablethaltern, Tischen oder sogar einer magnetischen Box für Taschentücher.

Die Materialqualität überrascht für diese Preisklasse: Bis zu 86 % der Oberflächen sind mit weichen Materialien oder synthetischem Wildleder überzogen. Das Platzangebot im Fond ist dank des langen Radstands großzügig, wobei auch Erwachsene bequem sitzen können. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 345 bis 435 Litern, das durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1400 Liter erweitert werden kann.

Antrieb, Batterie und Performance.

Der B05 basiert auf der LEAP 3.5 Plattform und wird primär mit Hinterradantrieb angeboten.

  • Leistung: Die Standardversion leistet ca. 160 kW (218 PS) mit einem Drehmoment von 240 Nm. In der Basisversion gibt es eine schwächere Variante mit 132 kW. Eine Allrad-Version ("Ultra") mit zwei Motoren ist für die Zukunft geplant.
  • Batterie: Es stehen zwei LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) zur Auswahl: 56,2 kWh und 67,1 kWh.
  • Reichweite: Nach dem chinesischen CLTC-Zyklus werden bis zu 605 km erreicht; für Europa wird eine WLTP-Reichweite von etwa 360 bis 460 km erwartet.
  • Laden: Dank einer modernen Architektur kann das Fahrzeug in ca. 17 bis 20 Minuten von 30 % auf 80 % geladen werden.


Technische Daten Leapmotor B05 (Lafa 5).


Kategorie
Daten

Plattform

LEAP 3.5 Architektur

Antrieb

Hinterradantrieb (Standard); Allrad (Ultra-Version geplant)

Leistung (Maximal)

160 kW (ca. 218 PS)

Leistung (Basis)

132 kW (ca. 180 PS) oder 118 PS (geplant)

Drehmoment

240 Nm (Maximalversion); 175 Nm (Basisversion)

Beschleunigung (0-100 km/h)

6,4 Sekunden (Maximalversion); 8,7 Sekunden (Basisversion)

Höchstgeschwindigkeit

170 km/h

Batterietyp

LFP (Lithium-Eisenphosphat)

Batteriekapazität

56,2 kWh und 67,1 kWh

Reichweite (CLTC)

515 km (56,2 kWh) / 605 km (67,1 kWh)

Reichweite (WLTP)

ca. 361 km (56,2 kWh) / 434–470 km (67,1 kWh)

Ladeleistung (DC)

bis zu 168 kW oder 170 kW

Ladezeit (30–80 % SoC)

ca. 17 bis 20 Minuten

Länge

4,43 m

Breite

1,88 m (ohne Außenspiegel)

Höhe

1,52 m

Radstand

2,735 m (oft gerundet auf 2,74 m)

Kofferraumvolumen

345–435 Liter (Standard) / bis zu 1.400 Liter (maximal)

cw-Wert (Luftwiderstand)

0,256

Reifengröße

225/45 R19 (Swift Wing Design)

Displays

14,6-Zoll-Zentraldisplay; 8,8-Zoll-Instrumentendisplay

Preis (Deutschland)

Erwartet ab ca. 27.000 bis unter 30.000 €


Zusätzliche Details:
  • Das Fahrzeug verfügt über rahmenlose Türen und flächenbündige Türgriffe zur Verbesserung der Aerodynamik.
  • Das Interieur bietet ein modulares System auf der Beifahrerseite mit sechs Ankerpunkten für Zubehör wie Tablethalter oder Tische.
  • Das Infotainment wird je nach Version von einem Qualcomm 8155P oder 8295P Prozessor angetrieben.
  • Die Sicherheitsausstattung umfasst bis zu 17 Fahrerassistenzsysteme (ADAS).


Gibt es für den B05 auch Hybrid-Varianten mit Range Extender?

Für den Leapmotor B05 (in China als Lafa 5 bekannt) ist die Situation bezüglich einer Hybrid-Variante mit Range Extender (REEV) derzeit noch nicht abschließend geklärt, aber es gibt starke Hinweise darauf, dass eine solche Version folgen könnte:

  • Spekulationen über Marktstart: In Fachkreisen wird spekuliert, dass der B05 zum Marktstart in Europa zunächst ausschließlich als reines Elektrofahrzeug (BEV) angeboten wird. Es ist noch unklar, ob die Range-Extender-Variante zeitgleich oder überhaupt für dieses spezifische Modell in Europa erscheint.
  • Technische Machbarkeit: Der B05 basiert auf der neuen LEAP 3.5 Architektur. Diese Plattform ist so konzipiert, dass sie sowohl reine Elektroantriebe als auch das Range Extended Electric Vehicle Konzept aufnehmen kann.
  • Mögliche Konfiguration: Sollte eine Hybrid-Version kommen, würde diese wahrscheinlich – wie beim größeren Modell C10 – einen 1,5-Liter-Benzinmotor als Reichweitenverlängerer nutzen. Experten halten es für „fast sicher“, dass eine solche Version aufgrund der Plattformstrategie von Leapmotor existieren wird.
  • Erwartete Reichweite: Es wird vermutet, dass eine Hybrid-Variante des B05 eine Gesamtreichweite von etwa 900 km erzielen könnte, wobei dies derzeit noch als Spekulation eingestuft wird.
  • Vergleich zum C10: Beim größeren SUV-Modell C10 ist die Range-Extender-Technologie bereits fest im Portfolio verankert und dort auch in Deutschland verfügbar.

Während der B05 primär als Elektroauto konzipiert ist, lässt die modulare Plattform eine Hybrid-Variante mit Range Extender technisch zu. Eine offizielle Bestätigung für den deutschen Markt steht jedoch noch aus, während die BEV-Version für das zweite Quartal 2026 erwartet wird.

Der Leapmotor C10: Das 800V-Leistungswunder.

Während der B05 die Kompaktklasse aufmischt, zielt der C10 auf das SUV-Segment ab. Die neue Version des C10 gilt als die derzeit günstigste Möglichkeit, ein 800-Volt-Elektroauto mit bis zu 600 PS zu fahren.

Technische Highlights des C10.
  • 800-Volt-System: Ermöglicht stabiles Schnellladen, wobei in Tests Spitzenwerte von 186 kW erreicht wurden.
  • Leistung: In der Allrad-Variante ("Design") bietet der C10 knapp 600 PS und beschleunigt in nur 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
  • Batterie: Ein 82 kWh Akku sorgt für eine reale Reichweite von ca. 350 km auf der Autobahn.
  • Komfort: Besonders gelobt werden die Silikon-Ledersitze, die extrem weich sind und eine integrierte Belüftung sowie Heizung bieten.

Technische Daten Leapmotor C10.

Kategorie
Standard-Variante (400V)
High-Performance-Variante (800V)

Antrieb

Hinterradantrieb (RWD)

Hinterrad- (RWD) oder Allradantrieb (AWD)

Leistung

160 kW (218 PS)

RWD: ca. 300 PS / AWD: ca. 600 PS (598 PS)

Beschleunigung (0-100 km/h)

7,5 Sekunden

RWD: 6,5 Sek. / AWD: 4,0 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

170 km/h

190 km/h

Batteriekapazität

70 kWh (LFP)

82 kWh

Systemspannung

400 Volt

800 Volt

Ladeleistung (DC Peak)

85 kW

bis zu 186 kW (angegeben mit 180 kW)

Ladezeit (30–80 % SoC)

k. A.

ca. 22 Minuten (Test: 10–80 % in ca. 25 Min.)

Verbrauch (Test)

k. A.

ca. 23–24 kWh / 100 km

Reichweite (Real/Autobahn)

k. A.

ca. 350 km (bei 82 kWh Batterie)

Länge

4,73 m

4,73 m

Kofferraumvolumen

435 Liter

435 Liter (max. 1.400 Liter)

Frunk (vorderer Kofferraum)

23 Liter

23 Liter

Anhängelast

1.500 kg

1.500 kg

Felgengröße

20 Zoll

20 oder 21 Zoll

Preis (Start)

ab 37.100 € (Live)

ab 41.600 € (RWD) / 44.900 € (AWD Design)


Weitere Details:
  • Ausstattungslinien: Das Modell wird in den Versionen "Live" und "Design" angeboten, wobei die Design-Variante zusätzliche Features wie belüftete und beheizte Sitze sowie getönte Heckscheiben umfasst.
  • Innenraum: Die Sitze bestehen aus sogenanntem Silikonleder (hochwertiger Lederersatz), das als besonders weich beschrieben wird.
  • Technologie: Das Fahrzeug verfügt über ein 360°-Kamerasystem und ein großes Zentraldisplay. Eine Besonderheit ist das physische, elektrische Sonnenrollo für das Glasdach.
  • Fahrwerk: Es gibt eine limitierte "Irmscher-Edition" mit Sportfahrwerk und optischen Anpassungen für einen Aufpreis von ca. 5.000 €.
  • Assistenzsysteme: Das Fahrzeug bietet zahlreiche ADAS-Funktionen, wobei in den Quellen das teilweise ruckelige Bremsverhalten des Tempomaten und die Koppelung der Verkehrszeichenanzeige an den Warnton (ISA) kritisiert wird.

Welche Vorteile bietet das 800V-System beim größeren C10 Modell?

Das 800V-System beim Leapmotor C10 bietet laut den Quellen eine Reihe signifikanter Vorteile, die dieses Modell insbesondere im Vergleich zur Basisversion und zur Konkurrenz abheben. 

1. Überlegene Ladegeschwindigkeit und Stabilität.

Einer der markantesten Vorteile ist die Steigerung der Ladeleistung im Vergleich zum 400V-Standardmodell:

  • Massive Steigerung: Während das Basismodell des C10 lediglich mit 85 kW lädt, ermöglicht die 800V-Architektur eine Peak-Ladeleistung von bis zu 186 kW.
  • Stabile Ladekurve: Das System zeichnet sich durch eine sehr stabile, treppenartige Ladekurve aus. Das Fahrzeug hält die Spitzenleistung von 186 kW konstant bis zu einem Ladestand von etwa 50 %, bevor es auf ca. 114 kW abfällt und dort erneut stabil bleibt.
  • Zeitersparnis: Eine Ladung von 10 % auf 80 % ist in knapp 25 Minuten möglich. Damit wird das Fahrzeug im Gegensatz zur Basisversion voll langstreckentauglich und kann als primäres Familienauto genutzt werden.
2. Effizienz und Thermomanagement.

Die höhere Systemspannung führt zu technischen Verbesserungen im gesamten Antriebsstrang:

  • Geringere Verluste: Durch die 800V-Technik treten beim Ladevorgang und im Betrieb geringere Ladeverluste auf.
  • Weniger Hitzeentwicklung: Das System ermöglicht den Betrieb mit geringeren Stromstärken, was die Wärmeentwicklung reduziert und die Gesamteffizienz sowie die Lebensdauer des Akkus verbessert.
3. Kombination mit extremer Leistung.

Die 800V-Architektur ist beim C10 eng mit den leistungsstärksten Antriebsvarianten verknüpft:

  • Bis zu 600 PS: In Verbindung mit dem 800V-System bietet der C10 in der Allrad-Variante eine Leistung von knapp 600 PS (598 PS).
  • Hohe Fahrleistungen: Dies ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4 Sekunden.
4. Einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der wohl größte Vorteil ist die Demokratisierung der Technologie. Laut den Quellen ist der C10 die bisher günstigste Möglichkeit, ein 800V-Elektroauto zu fahren.

  • Preisvorteil: Während andere 800V-Fahrzeuge (wie der Audi A6 e-tron oder Porsche Taycan) preislich in sehr hohen Regionen liegen, bietet Leapmotor diese Technik bereits ab ca. 41.600 € (mit 82 kWh Akku) an.
  • Geringer Aufpreis: Der Aufpreis für das 800V-System gegenüber der herkömmlichen Version ist vergleichsweise gering, bietet aber einen enormen Mehrwert bei Ladeleistung und Performance.

Das 800V-System macht den C10 zu einem hochperformanten Langstreckenfahrzeug, das moderne Ladetechnik und enorme Kraftreserven zu einem Bruchteil des Preises etablierter Premium-Hersteller bietet.

Software und Assistenzsysteme (ADAS).

Sowohl der B05 als auch der C10 setzen auf hochmoderne Chipsätze von Qualcomm (8155P oder 8295P) für ein flüssiges Infotainment. In China nutzt der B05 eine duale Künstliche Intelligenz (DeepSeek für natürliche Gespräche und Alibaba für Fahrzeugbefehle).

Sicherheitstechnisch bieten die Fahrzeuge bis zu 17 Assistenzfunktionen, darunter adaptive Abstandsregelung, Spurhalteassistent und eine 360-Grad-Kamera. Höherwertige Versionen verfügen sogar über ein LiDAR-System für fortschrittliches autonomes Fahren. 

Was genau kann die modulare Zubehör-Schnittstelle im Innenraum des B05?

Die modulare Zubehör-Schnittstelle im Leapmotor B05 (Lafa 5) ist ein zentrales Element des Innenraumkonzepts, das darauf abzielt, das Fahrzeug individuell an die Bedürfnisse der Insassen anzupassen. Sie befindet sich primär auf der Beifahrerseite des Armaturenbretts und bietet eine Vielzahl an praktischen und technischen Erweiterungsmöglichkeiten.

Aufbau und Mechanismus.

Sechs Ankerpunkte: Vor dem Beifahrersitz sind im Armaturenbrett sechs Befestigungspunkte (Löcher) integriert.

  • Abdeckungen: Wenn die Schnittstelle nicht genutzt wird, können diese Punkte mit Kappen bündig verschlossen werden, um ein minimalistisches und aufgeräumtes Design zu bewahren.
  • Einfache Montage: Das Zubehör kann direkt in diese Punkte eingeklipst oder verschraubt werden. Es gibt sowohl offizielles Zubehör vom Hersteller als auch Angebote von Drittanbietern.
Verfügbares Zubehör für die Front.

Die Schnittstelle ermöglicht die Nutzung verschiedener Module, die den Beifahrerplatz in ein Büro oder eine Unterhaltungsstation verwandeln:

  • Halterungen für Mobilgeräte: Es können spezielle Halterungen für Smartphones oder Tablets angebracht werden.
  • Ausklappbarer Arbeitstisch: Ein besonderes Highlight ist ein schwenkbarer Tisch, der ausgezogen werden kann, um bequem mit einem Laptop zu arbeiten.
  • Magnetisches Board: Anstelle der Standardverkleidung kann eine Metallplatte installiert werden, an der magnetisches Zubehör befestigt wird.
  • Aufbewahrungsboxen: Dazu gehören magnetische Boxen für Schlüssel und Kleinteile sowie spezielle Taschentuchspender (Serviettenhalter), die einfach auf die magnetische Basis gesetzt werden.
  • Lifestyle-Gadgets: Die Quellen erwähnen zudem Halterungen für Action-Kameras, gummierte Haken für Taschen und sogar eine Blumenvase.
Erweiterungen im Fond und technische Integration.

Das modulare Konzept setzt sich im hinteren Teil des Fahrzeugs fort:

  • Magnetische Ablage im Fond: In der hinteren Armlehne befindet sich eine magnetisierte Fläche, die beispielsweise dazu dient, einen Teller für Kleinkinder sicher zu fixieren.
  • Smarter Kindersitz: Es besteht die Möglichkeit, einen intelligenten elektrischen Kindersitz zu integrieren, dessen Status und Informationen direkt über den zentralen Infotainment-Bildschirm des Fahrzeugs überwacht und gesteuert werden können.
  • Die Schnittstelle hebt den B05 von herkömmlichen Kompaktwagen ab, indem sie den Innenraum durch einfache physische und magnetische Verbindungen hochgradig multifunktional gestaltet.

Wie unterscheidet sich die Ultra-Variante technisch vom Basismodell?

Die technischen Unterschiede zwischen der Ultra-Variante und dem Basismodell variieren je nach Fahrzeugtyp, folgen jedoch dem Prinzip, dass die Ultra-Version als Hochleistungsmodell mit zusätzlichem Antrieb und verbesserter Architektur positioniert wird.


Leapmotor B05 (Lafa 5).

Beim kompakten B05 unterscheidet sich die Ultra-Variante vor allem durch die Motorisierung und das Fahrwerk vom Basismodell:

  • Antrieb und Leistung: Während das Basismodell über einen einzelnen Heckmotor mit 132 kW (180 PS) verfügt, wird für die Ultra-Variante eine Allradkonfiguration mit zwei Motoren erwartet. Zum Vergleich: Schon die aktuelle "Max"-Version mit einem Motor leistet 160 kW (218 PS), was zeigt, dass die Ultra-Version leistungstechnisch noch einmal deutlich darüber liegen wird.
  • Beschleunigung: Das Basismodell benötigt 8,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, während die Ultra-Variante aufgrund des Dual-Motor-Setups wesentlich schneller sein wird.
  • Fahrwerk und Dynamik: Die Ultra-Variante soll ein sportlicheres Fahrwerks-Setup erhalten, um die höhere Leistung besser auf die Straße zu bringen.
  • Optische Merkmale: Es gibt Berichte, wonach das Ultra-Modell einen größeren, schwarz abgesetzten Dachkantenspoiler am Heck besitzen wird.

Leapmotor C10.

Beim größeren SUV-Modell C10 sind die Unterschiede zwischen der Basis und der leistungsstarken Top-Version (oft im Kontext von 800V/Allrad diskutiert) noch tiefgreifender:

  • Systemarchitektur: Das Basismodell arbeitet mit einer herkömmlichen 400V-Architektur, während das High-End-Modell ein 800-Volt-System nutzt.
  • Motorleistung: Die Basisvariante leistet 218 PS. Die Top-Version mit Allradantrieb erreicht hingegen eine brachiale Leistung von knapp 600 PS (598 PS).
  • Beschleunigung: Die Hochleistungsversion katapultiert das Fahrzeug in nur 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, wohingegen das Basismodell 7,5 Sekunden benötigt.
  • Batterie und Laden: Die Basisversion verfügt über einen 70 kWh Akku und eine Ladeleistung von lediglich 85 kW. Die leistungsstärkere Version nutzt einen größeren 82 kWh Akku, der dank der 800V-Technik eine stabile Ladeleistung von bis zu 186 kW erreicht.

Die Ultra-Varianten legen den Fokus auf maximale Leistung (Dual-Motor/Allrad), fortschrittliche Ladetechnik (800V beim C10) und eine sportlichere Abstimmung, während die Basismodelle primär auf urbane Effizienz und einen niedrigen Einstiegspreis optimiert sind.

Kritikpunkte und Herausforderungen.

Trotz der beeindruckenden Technik gibt es in den Quellen auch kritische Stimmen:

  1. Ergonomie: Da der B05 viele Teile vom SUV-Bruder B10 übernimmt, ist der Lenkradwinkel eher für eine hohe Sitzposition ausgelegt, was in einem tieferen Hatchback gewöhnungsbedürftig sein kann.
  2. Fehlender Heckscheibenwischer: Ein Punkt, der vor allem für europäische Wetterverhältnisse kritisiert wird.
  3. Software-Logik: Beim C10 wird bemängelt, dass das Deaktivieren des Geschwindigkeitswarners (ISA) auch die Anzeige des aktuellen Tempolimits ausblendet. Zudem muss das Fahrzeug stehen, um den "One-Pedal-Driving"-Modus zu ändern.
  4. Fahrwerk: Das Fahrwerk des C10 wird teilweise als zu weich in Kurven, aber gleichzeitig stößig bei Unebenheiten beschrieben.

Welche technologischen Innovationen ermöglichen Leapmotor eine überlegene Reichweite bei gleichzeitig niedrigen Preisen?

Leapmotor kombiniert mehrere technologische und strategische Innovationen, um Fahrzeuge mit wettbewerbsfähiger Reichweite zu Preisen anzubieten, die oft deutlich unter denen etablierter europäischer Hersteller liegen. 

Schlüsselfaktoren für diesen Erfolg:

1. Die LEAP 3.5 Architektur und Plattform-Effizienz.

Das technologische Fundament bildet die LEAP 3.5 Plattform, die eine hocheffiziente Integration von Hardware und Software ermöglicht:

  • Reduzierte Komplexität: Durch die Architektur wird die Verkabelung im Fahrzeug auf weniger als 1.000 Meter (ca. 996 m) verkürzt, was Gewicht spart und die Kosten senkt.
  • Zentralisierung: Bis zu 22 Steuergeräte sind über mehr als 200 offene Schnittstellen verbunden, was eine nahtlose Steuerung und einfache Over-the-Air-Updates (OTA) erlaubt.
  • Raumausnutzung: Die Plattform ermöglicht eine Raumausnutzung von bis zu 86 %, was bedeutet, dass trotz kompakter Außenmaße große Batterien und viel Innenraum realisiert werden können.
2. Fortschrittliche Batterietechnologie (LFP).

Leapmotor setzt konsequent auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP).

  • Kostenvorteil: LFP-Zellen sind in der Herstellung günstiger als herkömmliche NMC-Akkus.
  • Energiedichte: Das Unternehmen nutzt eine neue Generation hochdichter Zellen, die eine höhere nutzbare Kapazität bieten, ohne dass der Akku schwerer oder klobiger wird. Dies ermöglicht Reichweiten von bis zu 605 km (CLTC) bzw. über 460 km (WLTP) beim Modell B05.
  • Langlebigkeit: Diese Batterien gelten als besonders hitzebeständig, sicher und langlebig, was die langfristigen Betriebskosten senkt.

Welche Vorteile bietet die Cell-to-Chassis Technologie beim Akku?

Die Cell-to-Chassis (CTC) Technologie ist ein wesentlicher Bestandteil der LEAP 3.5 Architektur, auf der die neuen Modelle wie der B05 und der B10 basieren. Diese Innovation bietet signifikante Vorteile in Bezug auf Fahrdynamik, Effizienz und Raumausnutzung:

1. Optimierter Schwerpunkt und Gewichtsverteilung.

Durch die CTC-Technologie wird der Akku „schokoladenriegelförmig“ direkt und tief in den Unterboden des Fahrzeugs integriert:

  • Niedriger Schwerpunkt: Dies sorgt für einen extrem niedrigen Schwerpunkt, was die Stabilität des Fahrzeugs massiv erhöht.
  • Balance: Die Architektur ermöglicht eine ideale 50:50 Gewichtsverteilung, was zu einem sehr ausgewogenen und sportlichen Fahrgefühl führt.
2. Verbesserte Fahrdynamik.

Die strukturelle Integration der Batterie in das Chassis verbessert die Verwindungssteifigkeit des Fahrzeugs:

  • Stabilität in Kurven: Das Fahrzeug liegt dadurch satter auf der Straße, neigt sich in Kurven weniger und vermittelt eine präzise Kontrolle.
  • Fahrgefühl: Die Quellen beschreiben das Fahrverhalten als „poised“ (beherrscht) und anspruchsvoller als bei früheren Modellen, da die Batterie nicht wie eine zusätzliche Last wirkt, sondern Teil der tragenden Struktur ist.
3. Effizienz und Gewichtsoptimierung.

Im Gegensatz zu Elektroautos, die auf umgebauten Verbrenner-Plattformen basieren, ist das CTC-System von Grund auf für den Elektroantrieb optimiert:

  • Gewichtsreduktion: Das Gesamtgewicht ist effizienter ausgelegt, wodurch das Auto nicht „überladen“ wirkt.
  • Materialeinsparung: Die Integration ermöglicht eine drastische Reduzierung der Verkabelung auf nur noch etwa 996 Meter, was sowohl Gewicht als auch Kosten spart.
4. Maximierung des Innenraums.

Da die Batteriezellen direkt im Chassis verbaut sind und kein separates Gehäuse innerhalb des Rahmens benötigen, wird wertvoller Platz gewonnen.

  • Flacher Boden: Dies ermöglicht einen komplett flachen Mitteltunnel im Fond, was den Komfort für die Passagiere deutlich erhöht.
  • Raumausnutzung: Leapmotor gibt an, dass durch diese Bauweise eine Raumausnutzung von bis zu 86 % erreicht wird, was trotz kompakter Außenmaße für überdurchschnittlich viel Beinfreiheit und Kofferraumvolumen sorgt.

Die Cell-to-Chassis Technologie ermöglicht es Leapmotor, Fahrzeuge zu bauen, die sicherer liegen, effizienter mit Energie umgehen und deutlich mehr Platz bieten als herkömmliche Konstruktionen.

5. Demokratisierung der 800-Volt-Technologie

Eine der bedeutendsten Innovationen ist die Einführung der 800-Volt-Architektur in erschwingliche Segmente, wie beim SUV C10:

  • Effizienz: Das Hochvoltsystem reduziert die Wärmeentwicklung und verbessert die Gesamteffizienz des Antriebsstrangs, was direkt zur Reichweite beiträgt.
  • Ladegeschwindigkeit: Es ermöglicht extrem schnelles Laden; beim B05 können beispielsweise in ca. 17 bis 20 Minuten 30 % auf 80 % Ladestand erreicht werden.

Wie unterscheidet sich die 800V-Technik im C10 von teureren Konkurrenten?

Die 800V-Technik im Leapmotor C10 unterscheidet sich von teureren Konkurrenten vor allem durch das Preis-Leistungs-Verhältnis, die spezifische Ladekurve und die maximale Peak-Leistung. Während etablierte 800V-Modelle oft im Luxussegment angesiedelt sind, bringt Leapmotor diese Technologie in eine deutlich erschwinglichere Preisklasse.

1. Preis und Marktpositionierung.

Der Leapmotor C10 gilt als die derzeit günstigste Möglichkeit, ein Elektroauto mit 800-Volt-Architektur zu fahren. Mit einem Preis von ca. 41.600 € bis 44.900 € unterbietet er Konkurrenten wie den Audi A6 e-tron oder den Porsche Taycan massiv, die preislich "jenseits von Gut und Böse" liegen. Selbst der direkte Wettbewerber Xpeng G6 wird als teurer eingestuft.

2. Peak-Ladeleistung und Geschwindigkeit.

Ein entscheidender Unterschied ist, dass "800V nicht gleich 800V" bedeutet:

  • Maximale Leistung: Der C10 erreicht eine Peak-Ladeleistung von etwa 186 kW (offiziell mit 180 kW angegeben).
  • Vergleich zu High-End-Modellen: Teurere 800V-Autos wie von Porsche oder Lotus laden deutlich schneller und mit höheren Peak-Werten weit über 200 kW.
  • Vergleich zu 400V-Systemen: Interessanterweise erreichen manche moderne 400V-Fahrzeuge (wie der VW ID.7 oder BMW-Modelle) kurzzeitig höhere Peak-Werte von über 200 kW als der C10 trotz seiner 800V-Technik.
  • Zeitunterschied: Im Vergleich zu 800V-Pionieren wie Hyundai oder Kia (z. B. Ioniq 5/6), die für eine Ladung von 10 auf 80 % etwa 18 Minuten benötigen, braucht der C10 mit knapp 25 Minuten etwa 7 Minuten länger.
3. Charakteristik der Ladekurve.

Der C10 zeichnet sich durch eine sehr stabile, "treppenartige" Ladekurve aus:

  • Er hält die maximale Leistung von 186 kW sehr lange konstant bis zu einem Ladestand von etwa 50 %.
  • Danach fällt die Leistung abrupt auf ca. 114 kW ab und bleibt dort ebenfalls stabil. Andere Hersteller haben oft Kurven, die früh ihren Peak erreichen und dann kontinuierlich langsam abfallen.

Wie unterscheidet sich die Ladekurve des C10 von Hyundai-Modellen? Technische Vorteile und Energiemanagement.

Die Ladekurve des Leapmotor C10 unterscheidet sich sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Geschwindigkeit deutlich von den etablierten 800V-Modellen von Hyundai (wie dem Ioniq 5 oder Ioniq 6). Während Hyundai die Technologie für maximale Performance nutzt, zielt Leapmotor auf eine kosteneffiziente „Demokratisierung“ der 800V-Technik ab.

1. Charakteristik der Kurve: Die „Einstufentreppe“.

Der markanteste Unterschied liegt in der Form der Ladekurve. Die meisten Elektroautos, einschließlich der Modelle von Hyundai, erreichen früh eine hohe Spitzenleistung, die danach kontinuierlich absinkt. Der C10 hingegen nutzt eine ungewöhnliche „Einstufentreppe“:

  • Er hält eine konstante Spitzenleistung von etwa 186 kW bis exakt 50 % Ladestand (SoC).
  • Bei 50 % fällt die Leistung abrupt auf ca. 114 kW ab und bleibt dort erneut sehr stabil.
  • Diese Charakteristik macht den Ladevorgang sehr berechenbar, da es nur diese zwei Leistungsstufen gibt.
2. Spitzenleistung (Peak).

Obwohl der C10 ein 800V-System besitzt, ist seine Spitzenleistung im Vergleich zu Hyundai konservativer ausgelegt:

  • Der C10 erreicht einen Peak von 186 kW (offiziell oft mit 180 kW angegeben).
  • Die Quellen merken an, dass dieses 800V-System damit sogar von einigen modernen 400V-Fahrzeugen (wie dem VW ID.7) übertroffen wird, die über 200 kW laden können. Hyundai-Modelle nutzen die 800V-Architektur hingegen meist voll aus, um deutlich höhere Peak-Werte (oft über 230 kW) zu erzielen.
3. Ladedauer im direkten Vergleich.

In der Praxis führt die technologische Auslegung zu einem Zeitunterschied bei der Standzeit an der Ladesäule:

  • Ein vergleichbares Hyundai-Modell lädt von 10 % auf 80 % in etwa 18 Minuten.
  • Der Leapmotor C10 benötigt für denselben Vorgang (10–80 %) knapp 25 Minuten.
  • Damit ist die Technik von Hyundai bei gleicher Batteriekapazität genau 7 Minuten schneller als die des C10.

Der C10 hat eine sehr stabile, aber langsamere Ladekurve als Hyundai. Während Hyundai auf maximale Zeitersparnis setzt, bietet Leapmotor ein System, das zwar 7 Minuten länger braucht, dafür aber als günstigstes 800V-Auto am Markt positioniert ist.

4. Technische Vorteile trotz "Budget"-Ansatz.

Obwohl der C10 nicht die extremen Ladegeschwindigkeiten der Luxusklasse erreicht, bietet seine 800V-Architektur dennoch systemimmanente Vorteile gegenüber herkömmlichen 400V-Autos:

  • Höhere Effizienz: Das System ermöglicht geringere Stromstärken, was zu weniger Wärmeentwicklung und einer besseren Gesamteffizienz führt.
  • Geringere Ladeverluste: Im Vergleich zu 400V-Fahrzeugen treten beim Hochvolt-Ladevorgang weniger Verluste auf.
  • Lebensdauer: Die geringere thermische Belastung kann die Lebensdauer des Akkus positiv beeinflussen.

Leapmotor demokratisiert die 800V-Technik. Der C10 bietet zwar nicht die Rekord-Ladewerte der teuren Konkurrenz, liefert aber eine stabilere Performance und höhere Effizienz als fast alle anderen Fahrzeuge in seiner Preisklasse.

5. Aerodynamik und intelligentes Energiemanagement.

Das Design der Fahrzeuge ist nicht nur ästhetisch, sondern funktional auf Effizienz getrimmt:

  • Geringer Luftwiderstand: Merkmale wie flächenbündige Türgriffe, rahmenlose Türen und eine glatte Karosserieform führen zu einem Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) von 0,256.
  • Software-Steuerung: Eine KI-gestützte Software zur Energieberechnung optimiert den Verbrauch während der Fahrt. Zudem ist eine Wärmepumpe bei vielen Modellen Standard, was die Reichweite besonders im Winter schont.
6. Strategische Kostenoptimierung und Partnerschaften.

Leapmotor agiert eher wie ein Software-Unternehmen als wie ein traditioneller Autobauer:

  • Vertikale Integration: Die Marke konzentriert sich auf konsequente Kostenoptimierung bei den drei Säulen: Preis, Reichweite und Zuverlässigkeit.
  • Partnerschaft mit Stellantis: Durch das Joint Venture erhält Leapmotor sofortigen Zugang zu einem globalen Vertriebs- und Servicenetzwerk, ohne die immensen Kosten für den eigenständigen Aufbau dieser Infrastruktur in Europa tragen zu müssen. Dies ermöglicht es, die Ersparnisse direkt in Form von niedrigeren Endpreisen an die Kunden weiterzugeben.

Inwiefern fordert das Modell Lava 5B5 die etablierten Wettbewerber auf dem Automobilmarkt heraus?

Das Modell Leapmotor B05 stellt eine massive Herausforderung für etablierte Automobilhersteller dar, da es die bisherige Lücke zwischen preiswerten Elektroautos mit geringer Leistung und teuren High-End-Modellen schließt. Das Fahrzeug tritt insbesondere gegen den VW ID.3, den Cupra Born und den MG4 an.

1. Aggressive Preisstrategie.

Der wohl stärkste Faktor ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Während europäische Konkurrenten oft deutlich über 35.000 € starten, soll die Basisversion des B05 in Deutschland voraussichtlich unter 27.000 € bis 30.000 € kosten. In China unterbietet das Modell den VW ID.3 bereits jetzt mit Preisen zwischen ca. 11.500 € und 14.000 €.

2. Strategischer Vorteil durch Stellantis-Partnerschaft.

Im Gegensatz zu anderen chinesischen Marken, die mühsam eigene Servicenetze aufbauen müssen, profitiert Leapmotor von der Kooperation mit Stellantis:

  • In Deutschland stehen den Käufern sofort über 130 Händler und Servicezentren zur Verfügung.
  • Dies entkräftet eines der Hauptargumente gegen chinesische Newcomer: die Sorge um Wartung und Ersatzteilversorgung.
3. Technologische Überlegenheit in der Kompaktklasse.

Der B05 basiert auf der hochmodernen LEAP 3.5 Architektur, die Hard- und Software effizient bündelt:

  • Effiziente Verkabelung: Die gesamte Verkabelung im Auto ist nur ca. 996 Meter lang, was Gewicht und Kosten spart.
  • Dual-KI-System: Das Fahrzeug nutzt in China eine duale Künstliche Intelligenz (DeepSeek für natürliche Konversation und Alibaba für Fahrzeugbefehle).
  • Fortschrittliche Assistenzsysteme (ADAS): Trotz des niedrigen Preises verfügt der Wagen über bis zu 17 Fahrerassistenzsysteme und eine 360-Grad-Kamera; in höheren Ausstattungen ist sogar ein LiDAR-System für autonomes Fahren verbaut.
4. Raumausnutzung und Abmessungen.

Der B05 ist in fast allen Dimensionen (außer der Höhe) größer als der VW ID.3, was ihm sportlichere Proportionen und mehr Präsenz verleiht:

  • Mit einem Radstand von 2,74 Metern und einer Breite von 1,88 Metern bietet er spürbar mehr Platz im Innenraum und eine bessere Schulterfreiheit als marktübliche Hatchbacks.
  • Die Marke gibt eine Raumausnutzung von bis zu 86 % an.
  • Das Kofferraumvolumen von 435 Litern (erweiterbar auf 1.400 Liter) übertrifft den ID.3, den MG4 und den BYD Dolphin.
5. Leistungsdaten und Ladegeschwindigkeit.

Leapmotor setzt auf LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat), die für ihre Langlebigkeit und Sicherheit bekannt sind:

  • Leistung: Der Motor leistet bis zu 160 kW (218 PS) und beschleunigt in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
  • Reichweite: Mit der großen 67-kWh-Batterie wird eine WLTP-Reichweite von bis zu 470 km erwartet, was ihn absolut langstreckentauglich macht.
  • Laden: Dank einer Ladeleistung von bis zu 170 kW kann der Akku in nur ca. 17 bis 20 Minuten von 30 % auf 80 % geladen werden.
6. Innovativer und modularer Innenraum.

Der Innenraum hebt sich durch ein modulares Konzept auf der Beifahrerseite von der Konkurrenz ab. Sechs Ankerpunkte ermöglichen es, Zubehör wie Tablethalter, klappbare Arbeitstische oder sogar eine magnetische Box für Taschentücher direkt zu befestigen. Die Materialqualität wird als überdurchschnittlich beschrieben, wobei bis zu 86 % der Oberflächen aus weichen Materialien oder synthetischem Wildleder bestehen.

Zusammenfassend fordert der B05 die etablierten Wettbewerber heraus, indem er High-Tech-Features (LiDAR, KI, 170-kW-Laden) und ein großzügiges Platzangebot zu einem Preis anbietet, der bisher nur für deutlich schlechter ausgestattete Elektro-Kleinwagen möglich schien.

Welches sind die größten Unterschiede zwischen dem B05 und ID.3?

Der Leapmotor B05 wird als direkter Herausforderer des VW ID.3 positioniert. Obwohl beide Fahrzeuge im kompakten Elektro-Segment (A-Segment) angesiedelt sind, weisen sie signifikante Unterschiede in den Abmessungen, der Technik und dem Nutzungskonzept auf.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen dem B05 und dem ID.3 sind:

1. Abmessungen und Proportionen.

Der B05 unterscheidet sich deutlich in seiner Statur vom ID.3. Er ist mit 4,43 Metern länger und mit 1,88 Metern breiter, aber mit 1,52 Metern niedriger als der VW. Während der ID.3 eher wie ein kleiner SUV wirkt, verleihen diese Maße dem B05 die Proportionen eines sportlicheren, klassischen Hatchbacks. Trotz der größeren Außenlänge ist der Radstand des B05 mit 2,735 bis 2,74 Metern geringfügig kürzer als der des ID.3.

2. Kofferraum und Platzangebot.

Ein wesentlicher Vorteil des B05 gegenüber dem ID.3 ist das Ladevolumen. Der B05 bietet 435 Liter Kofferraumvolumen bei aufgestellter Rückbank und bis zu 1.400 Liter bei umgeklappten Sitzen. Damit übertrifft er den ID.3, den MG4 und den BYD Dolphin. Zudem verfügt der B05 über ein flacheres Bodendesign im Fond ohne Mitteltunnel.

3. Preis und Marktpositionierung.

Der Preis ist einer der drastischsten Unterschiede. In China unterbietet der B05 (Lafa 5) den ID.3 preislich deutlich. Für den deutschen Markt wird ein Einstiegspreis von unter 27.000 € bis 30.000 € erwartet, womit er erheblich günstiger wäre als der VW ID.3.

4. Antriebsleistung und Ladetechnik.
  • Leistung: Der B05 leistet in der Max-Version 160 kW (218 PS) und bietet damit etwa 40 PS mehr als vergleichbare ID.3-Varianten. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 6,4 Sekunden.
  • Laden: Der B05 nutzt eine 400-Volt-Architektur und erreicht eine Ladeleistung von bis zu 170 kW. Damit kann er laut Hersteller in etwa 17 bis 20 Minuten von 30 % auf 80 % geladen werden.
5. Designmerkmale und Innenraumkonzept.
  • Exterieur: Im Gegensatz zum ID.3 verfügt der B05 über rahmenlose Türen und bündig eingelassene Türgriffe, was ihm eine hochwertigere "Coupé"-Anmutung verleiht.
  • Modularität: Ein Alleinstellungsmerkmal des B05 ist die modulare Schnittstelle auf der Beifahrerseite, an der Zubehör wie Tablethalter, Tische oder magnetische Boxen befestigt werden können.
  • Displays: Der B05 setzt auf ein 14,6-Zoll-Zentraldisplay und ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay.
6. Kritikpunkte und Ergonomie (Die "SUV-Erbschaft").

Ein entscheidender Nachteil des B05 gegenüber dem ID.3 liegt in seiner technischen Herkunft. Während der ID.3 als eigenständiger Hatchback ("Hero Model") entwickelt wurde, teilt sich der B05 viele Komponenten mit dem SUV-Modell B10. Dies führt zu ergonomischen Kompromissen:

  • Sitzposition: Die Bodenhöhe im B05 ist relativ hoch, wodurch man näher am Boden sitzt und weniger vertikalen Raum hat als im ID.3.
  • Lenkrad: Der Einstellbereich des Lenkrads ist eher auf eine SUV-Sitzposition ausgelegt.
  • Fehlender Heckscheibenwischer: Im Gegensatz zum ID.3 verzichtet der B05 auf einen Heckscheibenwischer, was als Sicherheitsmanko bei Regen kritisiert wird.

Der Leapmotor B05 bietet mehr Platz, modernere Design-Features (rahmenlose Türen) und eine höhere Leistung zu einem deutlich niedrigeren Preis, muss sich jedoch bei der Ergonomie und praktischen Details wie dem Heckscheibenwischer dem ID.3 geschlagen geben.

Welche Vorteile bietet die Stellantis-Partnerschaft für Service und Reparaturen?

Die Partnerschaft mit Stellantis, die ein Joint Venture mit einer 51-prozentigen Beteiligung von Stellantis umfasst, bietet Leapmotor entscheidende Vorteile im Bereich Service und Reparaturen:

  • Sofortiges, flächendeckendes Händlernetz: Durch die Zusammenarbeit erhält Leapmotor sofortigen Zugang zu einem dichten Netzwerk von Hunderten Händlern in Europa. Speziell für den deutschen Markt bedeutet dies, dass bereits zum Start rund 130 Händler zur Verfügung stehen.
  • Etablierte Infrastruktur: Leapmotor nutzt eine Lieferkette und Servicezentren, die von Stellantis über Jahrzehnte hinweg in Europa aufgebaut wurden. Dies ermöglicht eine Ersatzteilversorgung und Logistik auf dem Niveau etablierter europäischer Marken.
  • Sicherheit bei Wartung und After-Sales: Einer der größten strategischen Vorteile ist das Vertrauen der Kunden. Das After-Sales-Netzwerk ist den europäischen Käufern bereits vertraut, was die Sorge entkräftet, wer sich über viele Jahre hinweg um die Wartung und Reparatur eines Fahrzeugs einer neuen Marke kümmert.
  • Professioneller Service und Garantie: Die Partnerschaft garantiert einen professionellen Kundendienst, der für europäische Sicherheitsstandards und Qualitätsansprüche optimiert ist. In den Quellen wird zudem eine Garantie von vier Jahren für die Fahrzeuge im Rahmen dieses Händlernetzwerks erwähnt.
  • Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Importeuren: Während viele andere chinesische Hersteller Jahre benötigen, um eigene Strukturen in Europa aufzubauen, erreicht Leapmotor diesen Standard durch Stellantis innerhalb weniger Monate.

Die Partnerschaft sorgt dafür, dass der Kauf eines Leapmotor-Fahrzeugs für Kunden mit deutlich weniger Risiken bezüglich Service und Reparaturen verbunden ist, da sie auf die bewährte Infrastruktur eines der größten Automobilkonzerne der Welt zurückgreifen können.

Marktstart und Preisgestaltung.

Der Marktstart von Leapmotor in Europa ist durch eine strategische Kooperation mit Stellantis geprägt, die es der jungen Marke ermöglicht, in einem Tempo zu expandieren, das für Startups untypisch ist.

1. Strategische Allianz mit Stellantis.

Im Jahr 2023 ging Leapmotor ein Joint Venture mit dem Automobilkonzern Stellantis ein, wobei Stellantis 51 % der Anteile an diesem internationalen Verbund hält:

  • Infrastruktur: Leapmotor nutzt das bereits existierende Handelsnetz, die Logistik und die Lieferketten von Stellantis, die über Jahrzehnte in Europa aufgebaut wurden.
  • Händlernetz: In Deutschland stehen zum Marktstart bereits rund 130 Händler bereit, was eine sofortige Service- und Wartungskapazität garantiert.
2. Zeitplan und Modelloffensive.

Leapmotor verfolgt einen ehrgeizigen Plan, jedes Jahr mindestens ein neues Modell auf den Markt zu bringen.

  • Bereits verfügbar: Die ersten Modelle in Europa waren der Kleinstwagen T03 und das Mittelklasse-SUV C10. Der T03 war bereits kurz nach seinem Start im August 2024 eines der meistverkauften Elektroautos in Deutschland.
  • Kommende Modelle (B-Serie): Die neuen Modelle der B-Serie, darunter das Kompakt-SUV B10 und der Hatchback B05 (Lafa 5), wurden auf der IAA Mobility 2025 in München erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert.
  • Starttermin B05: Die Markteinführung des B05 in Europa wird für die zweite Hälfte des Jahres 2026 bzw. konkret für das zweite Quartal (April) 2026 erwartet.
3. Produktion in Europa.

Es gibt starke Hinweise und Spekulationen darauf, dass Leapmotor-Modelle zukünftig nicht mehr nur aus China importiert, sondern direkt in Europa gefertigt werden.

  • Standort Spanien: Als möglicher Produktionsstandort wird das Stellantis-Werk in Figueruelas (Saragossa) genannt. Eine lokale Produktion würde helfen, die Preise stabil zu halten und Importbeschränkungen zu umgehen.
4. Marktpositionierung und Preisstrategie

Leapmotor zielt auf eine aggressive Preispolitik ab, um eine Lücke im europäischen Markt zu schließen:

  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Marke möchte moderne Elektromobilität mit hohen Reichweiten und technologischen Features (wie KI-Sprachsteuerung oder 800V-Systemen) zu Preisen anbieten, die deutlich unter denen der etablierten europäischen Konkurrenz liegen.
  • Zielgruppen: Das Marketing richtet sich sowohl an die junge Generation, die innovative Technik sucht, als auch an budgetbewusste Käufer über 40 Jahre.
Leapmotor verfolgt eine extrem aggressive Preisstrategie.
  • In China startet der B05 bereits bei umgerechnet ca. 11.500 € bis 14.000 €.
  • Für Deutschland und die Schweiz wird ein Einstiegspreis von unter 27.000 € bis 30.000 € für den B05 erwartet.
  • Der C10 mit 800V-Technik und Vollausstattung wird um die 45.000 € kosten, was ihn deutlich günstiger macht als vergleichbare Konkurrenten von Audi oder BMW.

Die Markteinführung des B05 in Deutschland und der Schweiz ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant. Leapmotor bietet mit dem B05 und dem C10 Fahrzeuge, die moderne 800V-Technik, hohe Reichweiten und eine umfangreiche Serienausstattung zu Preisen zugänglich machen, die etablierte Hersteller unter Druck setzen. Die Partnerschaft mit Stellantis beseitigt zudem die größte Sorge vieler Käufer: das fehlende Servicenetz.

Leapmotor umgeht durch die Stellantis-Partnerschaft die üblichen Hürden neuer chinesischer Marken (fehlendes Servicenetz, mangelnde Bekanntheit) und direkt als ernsthafter Volumenhersteller auftritt.


E-Autos, Trends, Entwicklung.

E-Autos, Trends, Entwicklung, Technologien, Batterien, Märkte, Robotik, KI, FSD (autonomes Fahren), Ladezeit, Reichweite.

Ausblicke in die dynamische Entwicklung des Elektroautomarktes: Technologien und globale Skalierung.

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