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BLS Schifffahrt: Elektrifizierung, Schiffe als schwimmende Batterien, Netzstabilisierung, bidirektionales Laden.

Ladeinfrastruktur, mobile Energiespeicher, hohe Speicherkapazität, Netzstabilität.

BLS Schifffahrt: Elektrifizierung, Schiffe als schwimmende Batterien, Netzstabilisierung, bidirektionales Laden.

03.07.2026

BLS Schifffahrt: Von den Pionieren der Dampfschifffahrt zur Energieplattform der Zukunft.

Die BLS Schifffahrt AG (amtlich BLSSF) ist ein zentrales Schweizer Tourismus- und Transportunternehmen mit Sitz in Thun. Als Tochtergesellschaft der BLS AG betreibt sie die Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee und blickt auf eine über 180-jährige Geschichte zurück, die nun in eine Ära der vollständigen Elektrifizierung mündet.

1. Die historische Entwicklung: Pioniere und Fusionen.

Die Anfänge im 19. Jahrhundert.

Der Grundstein für die Ausflugs-Schifffahrt im Berner Oberland wurde 1834 durch die Gebrüder Knechtenhofer gelegt. Um den Tourismus in ihrem Hotel in Thun zu fördern, nahmen sie 1835 mit der «Bellevue» den fahrplanmässigen Dampfschiffbetrieb auf dem Thunersee auf. Kurz darauf, im Jahr 1839, folgte die Dampfschifffahrt auf dem Brienzersee durch den Hotelier David G. Matti.

Um die Konkurrenzsituation zu bereinigen, gründeten die Beteiligten 1842 die Vereinigte Dampfschifffahrts-Gesellschaft für den Thuner- und Brienzersee (VDG). In den folgenden Jahrzehnten wurde die Flotte stetig erweitert, unter anderem durch Schiffe wie die «Stadt Thun» (1856) und die «Stadt Bern» (1861).

Eisenbahnanschluss und Übernahme durch die BLS.

Mit der Eröffnung der Bahnlinie Bern–Thun (1859) und deren Verlängerung nach Scherzligen (1861) erhielten die Schiffe direkten Anschluss an das Schienennetz. Ein entscheidender Wendepunkt war das Jahr 1912, als die VDG von der Thunerseebahn (TSB) übernommen wurde, welche wiederum 1913 mit der Berner Alpenbahngesellschaft Bern–Lötschberg–Simplon (BLS) fusionierte. Seitdem ist die Schifffahrt fest in den BLS-Konzern integriert.

Die Auswirkungen der Weltkriege.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erreichte die Schifffahrt mit der Inbetriebnahme des Salondampfers «Lötschberg» (1914) einen vorläufigen Höhepunkt, musste jedoch aufgrund des Kriegsausbruchs und des späteren Kohlemangels massive Einschränkungen hinnehmen. Während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre begann die Rationalisierung durch die Anschaffung erster Motorschiffe wie der «Morgarten» (1928) und der «Niesen» (1935), was das Ende für einige ältere Dampfschiffe bedeutete.

2. Aktuelle Struktur und Angebot.

Seit Ende 2021 wird der Schiffsbetrieb als rechtlich eigenständige BLS Schifffahrt AG geführt. Das Unternehmen beschäftigt rund 125 Mitarbeitende und befördert jährlich eine beeindruckende Anzahl an Fahrgästen; im Jahr 2023 waren es über 1,62 Millionen Personen.

Verkehrsangebot und Stationen.

Heute hat die Schifffahrt primär touristischen Charakter.

  • Thunersee: Die Schiffe dienen als Zubringer zu Attraktionen wie den Beatushöhlen und der Niederhornbahn. Wichtige Stationen sind unter anderem Thun, Spiez, Oberhofen und Interlaken West.
  • Brienzersee: Erschlossen werden die Giessbachfälle sowie Anschlüsse in Brienz Richtung Brünig und Brienzer Rothorn. Wichtige Ländten sind Interlaken Ost, Iseltwald und Brienz.

Eine direkte Schiffsverbindung zwischen den beiden Seen durch Interlaken ist aufgrund von Brücken und Niveauunterschieden der Aare nicht möglich; Passagiere nutzen hierfür Zug oder Bus.

3. Die Flotte: Tradition trifft Moderne.

Die aktuelle Flotte umfasst zwölf Schiffe, darunter drei historische Dampfschiffe.

Historische Dampfschiffe.
  • DS Blümlisalp (1906): Der "stattliche Salondampfer" wurde 1971 stillgelegt, jedoch 1992 nach einer Generalsanierung wieder in Betrieb genommen.
  • DS Lötschberg (1914): Das Flaggschiff des Brienzersees wurde 2001 umfassend saniert und erhielt dafür 2008 eine Auszeichnung von ICOMOS.
  • DS Spiez (1901): Das älteste Schiff der BLS, ursprünglich ein Schraubendampfer, wurde 2021 mit einer neuen Dampfmaschine wieder in Betrieb genommen.
Moderne Motorschiffe (Auswahl).
  • MS Berner Oberland (1996): Das grösste Schiff der Flotte (hinsichtlich Rumpfmasse).
  • MS Stadt Thun (1971): Tonnagemässig das grösste Schiff auf dem Thunersee.
  • MS Schilthorn (2002): Ein modernes Seminar- und Event-Schiff.
  • MS Brienz (1981): Das grösste Schiff auf dem Brienzersee.
4. Pionierprojekt: Die Schiffe als "Schwimmende Batterien".

In Anlehnung an die historische Pionierleistung der BLS bei der Elektrifizierung der Lötschberg-Bahnlinie (1913) verfolgt das Unternehmen nun eine visionäre Strategie für die Schifffahrt.

Elektrifizierung bis 2050.

Die BLS plant, ihre Motorschiffflotte bis zum Jahr 2050 vollständig zu elektrifizieren. Die Schiffe sollen künftig nicht nur emissionsfrei und geräuscharm verkehren, was das touristische Erlebnis verbessert, sondern auch eine aktive Rolle im Energiesystem übernehmen.

Die Energieplattform der Zukunft.

Das Konzept sieht vor, die Schiffe im angedockten Zustand als mobile Energiespeicher (Floating Batteries) zur Stabilisierung des Schweizer Stromnetzes zu nutzen.

  • Speicherkapazität: Es wird eine Kapazität angestrebt, die etwa 300 grossen Elektroautos entspricht.
  • Netzstabilität: Bei einem Überangebot im Netz nehmen die Batterien Energie auf; bei Engpässen speisen sie den Strom wieder zurück.
  • Umsetzung: Ein erstes Konzept wurde mit dem Beratungsunternehmen Ecoforce entwickelt. Die Ausschreibung für die notwendige Ladeinfrastruktur in der Werft Thun ist für das Jahr 2027 geplant.
5. Historischer Kontext: Der "elektrische Geist" der BLS

Diese moderne Vision knüpft an die Tradition des Kantons Bern an, der bereits Anfang des 20. Jahrhunderts mutige Entscheidungen traf. Während andere Bahnen noch auf Kohle setzten, entschied sich die BLS bei ihrer Gründung für ein weitgehend unerprobtes elektrisches Traktionssystem. Diese Pionierleistung war nur möglich durch die enge Zusammenarbeit mit den Bernischen Kraftwerken (BKW) und der schweizerischen Maschinenindustrie. Der heutige Plan, Tourismus, Mobilität und Energie in einem ganzheitlichen Ansatz zu verbinden, wird von der Geschäftsführung als konsequente Weiterführung dieses "dynamischen Berner Geistes" gesehen.


Illustration © stromzeit.ch*

 

Wie werden die Schiffe als schwimmende Batterien genau genutzt?

Die Nutzung der Schiffe als schwimmende Batterien (Floating Batteries) ist ein zentraler Bestandteil der Strategie der BLS Schifffahrt, ihre Motorschiffflotte bis zum Jahr 2050 vollständig zu elektrifizieren und in eine Energieplattform umzuwandeln.

Das Konzept sieht im Detail folgende Mechanismen vor:

  • Mobile Energiespeicher: Die Schiffe werden mit batterie-elektrischen Antrieben ausgestattet, die nicht nur für den emissionsfreien Vortrieb sorgen, sondern im angedockten Zustand als mobile Speicher für das Stromnetz fungieren.
  • Netzstabilisierung durch bidirektionales Laden:
    • Bei Stromüberschuss: Wenn im Netz ein Überangebot an Energie herrscht, nehmen die Schiffsbatterien diesen Strom auf und speichern ihn.
    • Bei Stromengpässen: Herrscht ein Mangel im Netz, wird die in den Batterien gespeicherte Energie wieder in das Schweizer Stromnetz zurückgespeist.
  • Hohe Speicherkapazität: Das Unternehmen strebt eine Kapazität an, die in ihrer Gesamtheit etwa 300 grossen Elektroautos entspricht.
  • Abstimmung mit dem Fahrplan: Dieses flexible Zusammenspiel zwischen Laden und Einspeisen erfolgt präzise abgestimmt auf den Kursplan der Schiffe, sodass der reguläre Schifffahrtsbetrieb für die Passagiere zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt wird.
  • Infrastruktur: Für die Umsetzung wurde bereits ein Konzept mit dem Unternehmen Ecoforce entwickelt. Eine Vorstudie für die notwendige Ladeinfrastruktur auf dem Werftareal in Thun ist in Auftrag gegeben worden und soll die Basis für eine Ausschreibung im Jahr 2027 bilden.

Ziel dieses Vorhabens ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Tourismus, Mobilität und Energieversorgung intelligent verbindet, um die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern und die Stabilität des Stromnetzes zu unterstützen.

Wann wird die Ladeinfrastruktur in der Werft Thun gebaut?

Die Quellen nennen noch keinen exakten Termin für den Baubeginn der Ladeinfrastruktur in der Werft Thun. Es gibt jedoch einen konkreten Zeitplan für die vorbereitenden Schritte:

  • Ausschreibung 2027: Die Grundlage für den Bau soll eine entsprechende Ausschreibung bilden, die für das Jahr 2027 geplant ist,.
  • Aktuelle Vorstudie: Derzeit ist eine Vorstudie für die Ladeinfrastruktur auf dem Werftareal in Thun in Auftrag gegeben worden,. Diese Studie dient als notwendige Basis für die spätere Ausschreibung.
  • Langfristiges Ziel: Das gesamte Projekt ist Teil der Strategie, die Motorschiffflotte bis zum Jahr 2050 vollständig zu elektrifizieren und als „schwimmende Batterien“ zur Netzstabilisierung zu nutzen,.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach der geplanten Ausschreibung im Jahr 2027 mit der weiteren Umsetzung und dem Bau zu rechnen ist. Bereits im Januar 2018 wurde am Lachenkanal eine neue Werftanlage in Betrieb genommen, die nun die Basis für diese zukünftigen Erweiterungen bildet.

 

Wie stabilisieren die Schiffe als schwimmende Batterien das Stromnetz?

Die Schiffe der BLS Schifffahrt stabilisieren das Stromnetz, indem sie als mobile Energiespeicher (Floating Batteries) fungieren, die flexibel auf die aktuelle Netzbelastung reagieren können. Dieser Prozess findet statt, wenn die Schiffe angedockt sind oder sich nicht im regulären Einsatz befinden.

Die Stabilisierung erfolgt dabei über zwei zentrale Mechanismen:

  • Aufnahme bei Überangebot: Herrscht im Schweizer Stromnetz ein Überangebot an Energie, nehmen die Schiffsbatterien diese Energie auf und speichern sie. Dies unterstützt insbesondere die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Rückspeisung bei Engpässen: In Zeiten von Stromengpässen wird die in den Batterien gespeicherte Energie wieder kontrolliert in das Netz zurückgespeist, um die Versorgungssicherheit zu unterstützen.

Das Unternehmen strebt hierbei eine beachtliche Speicherkapazität an, die in ihrer Gesamtheit etwa 300 grossen Elektroautos entspricht. Damit der tägliche Schiffsbetrieb für die Passagiere reibungslos weiterlaufen kann, wird dieses Zusammenspiel zwischen Netz und Schiffen präzise auf den Fahrplan abgestimmt, sodass es zu keinerlei Einschränkungen im Schifffahrtsbetrieb kommt. Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Tourismus, Mobilität und Energie intelligent miteinander verbindet.

 

Was ist der Zeitplan für die Elektrifizierung der Schiffsflotte?

Der Zeitplan für die Elektrifizierung der Schiffsflotte der BLS Schifffahrt ist langfristig angelegt und umfasst mehrere strategische Etappen:

  • Vollständige Umstellung bis 2050: Das übergeordnete Ziel des Unternehmens ist es, die gesamte Motorschiff-Flotte auf dem Thuner- und Brienzersee bis zum Jahr 2050 vollständig zu elektrifizieren. Dieser Prozess soll schrittweise erfolgen.
  • Aktueller Stand der Planung: Ein erstes Konzept wurde bereits erarbeitet, welches in Zusammenarbeit mit dem Energieberatungsunternehmen Ecoforce entwickelt wurde. Momentan finden zudem Abklärungen mit der Stadt Thun und verschiedenen Energieversorgern statt.
  • Vorbereitung der Infrastruktur: Um den Betrieb elektrischer Schiffe zu ermöglichen, wurde bereits eine Vorstudie für die Ladeinfrastruktur auf dem Werftareal in Thun in Auftrag gegeben.
  • Nächster Meilenstein 2027: Die Ergebnisse der laufenden Vorstudie bilden die Basis für die Ausschreibung der Ladeinfrastruktur, die für das Jahr 2027 geplant ist.

Die Schiffe werden im Zuge dieser Umstellung mit batterie-elektrischen Antrieben ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, künftig nicht nur emissionsfrei zu fahren, sondern im angedockten Zustand auch als mobile Energiespeicher zur Stabilisierung des Stromnetzes beizutragen.

 

Wird das Laden der Schiffe den Fahrplan der Passagiere beeinträchtigen?

Nein, das Laden und die Nutzung der Schiffe als schwimmende Batterien wird den Fahrplan der Passagiere nicht beeinträchtigen.

Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass die Integration der Schiffe in das Stromnetz unter Berücksichtigung der folgenden Punkte erfolgt:

  • Abstimmung auf den Fahrplan: Das flexible Zusammenspiel zwischen der Aufnahme von überschüssiger Energie und der Rückspeisung bei Engpässen wird präzise auf den geltenden Fahrplan abgestimmt.
  • Keine Einschränkungen: In den offiziellen Mitteilungen wird festgehalten, dass das Projekt „ohne Einschränkungen für den Schifffahrtsbetrieb“ umgesetzt wird.
  • Nutzung von Standzeiten: Die Schiffe fungieren primär dann als mobile Energiespeicher, wenn sie angedockt sind oder sich nicht im regulären Einsatz befinden.

Ziel der BLS Schifffahrt ist es, durch die Elektrifizierung bis 2050 ein integriertes System zu schaffen, das Mobilität und Energie intelligent verbindet, ohne dabei die touristische Dienstleistung für die Fahrgäste zu schmälern.

 

Wie viele Motorschiffe sollen bis 2050 insgesamt elektrifiziert werden?

Bis zum Jahr 2050 sollen insgesamt neun Motorschiffe der BLS Schifffahrt elektrifiziert werden.

Diese Zahl ergibt sich aus der aktuellen Zusammensetzung der Flotte:

  • Die BLS Schifffahrt betreibt insgesamt zwölf Schiffe auf dem Thuner- und Brienzersee.
  • Von diesen zwölf Einheiten sind drei historische Dampfschiffe.
  • Da die Strategie des Unternehmens explizit die schrittweise Umstellung der Motorschiff-Flotte auf emissionsfreie, batterie-elektrische Antriebe vorsieht, betrifft dies die verbleibenden neun Schiffe.

Ziel dieser Umstellung ist es, die Schiffe nicht nur leiser und umweltfreundlicher zu betreiben, sondern sie auch als mobile Energiespeicher („schwimmende Batterien“) in das Stromnetz zu integrieren.

 

Welche Partner unterstützen das Projekt der schwimmenden Batterien?

Das Projekt der schwimmenden Batterien der BLS Schifffahrt wird durch eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachpartnern und Institutionen unterstützt:

  • ecoforce GmbH: Das erste Konzept für die Umwandlung der Motorschiffflotte in eine Energieplattform wurde in Zusammenarbeit mit diesem Energieberatungsunternehmen entwickelt.
  • Stadt Thun: Mit der Stadt Thun laufen aktuell Abklärungen, insbesondere im Hinblick auf die geplante Ladeinfrastruktur auf dem Werftareal.
  • Energieversorger: Das Unternehmen befindet sich zudem im Austausch mit verschiedenen Energieversorgern, um die technische und wirtschaftliche Einbindung der Schiffe in das Stromnetz zur Netzstabilisierung zu prüfen.

Dieser gemeinschaftliche Ansatz knüpft an die historische Tradition der BLS an. Bereits bei der frühen Elektrifizierung der Bahnlinien arbeitete das Unternehmen eng mit Partnern wie der Bernischen Kraftwerke AG (BKW) und der schweizerischen Maschinenindustrie zusammen, um technisches Neuland zu betreten,. Das aktuelle Projekt wird von der Geschäftsführung als Fortführung dieses Pioniergeistes gesehen, um Tourismus, Mobilität und Energie nachhaltig zu verbinden.

Können die historischen Dampfschiffe auch elektrifiziert werden?

Basierend auf den vorliegenden Quellen ist keine Elektrifizierung der historischen Dampfschiffe geplant. Die Strategie der BLS Schifffahrt zur Umstellung auf batterie-elektrische Antriebe bis zum Jahr 2050 konzentriert sich explizit auf die Motorschiff-Flotte.

Hier sind die Details dazu:

  • Fokus auf Motorschiffe: In sämtlichen Berichten zur neuen Energiestrategie wird betont, dass die BLS ihre Motorschiffe bis 2050 elektrifizieren und als „schwimmende Batterien“ nutzen will. Das Ziel ist die schrittweise Umstellung der neun Motorschiffe auf emissionsfreie Antriebe.
  • Bestand der Dampfschiffe: Die Flotte besteht insgesamt aus zwölf Schiffen, wovon drei historische Dampfschiffe sind (Blümlisalp, Lötschberg und Spiez),. Diese werden in den Elektrifizierungsplänen nicht aufgeführt.
  • Erhalt der Dampftechnik: Die Quellen unterstreichen eher den Erhalt der historischen Technik. So wurde beispielsweise das älteste Schiff, die DS Spiez, im Jahr 2021 nach einer Generalsanierung eigens mit einer neuen Dampfmaschine wieder in Betrieb genommen. Zudem wurde die Renovierung des Dampfschiffs Lötschberg nach strengen Vorgaben der Denkmalpflege durchgeführt.

Die historischen Dampfschiffe bleiben als schwimmende Denkmäler erhalten, während die technologische Erneuerung und die Einbindung in das Stromnetz die modernen Motorschiffe betrifft.

 

Was passiert mit den drei historischen Dampfschiffen bis 2050?

Für die drei historischen Dampfschiffe der BLS Schifffahrt sieht der Plan bis 2050 keine Elektrifizierung vor. Während das Unternehmen beabsichtigt, seine Motorschiffflotte bis zu diesem Zeitpunkt vollständig auf batterie-elektrische Antriebe umzustellen, bleiben die Dampfer als historische Zeugen der Schifffahrtsgeschichte erhalten.

Hier sind die Details zur Zukunft der Dampfschiffe im Vergleich zur restlichen Flotte:

  • Fokus auf Motorschiffe: Das Ziel, die Schiffe bis 2050 in eine „Energieplattform“ mit „schwimmenden Batterien“ zu verwandeln, bezieht sich explizit auf die neun Motorschiffe der insgesamt zwölf Schiffe umfassenden Flotte.
  • Erhalt des kulturellen Erbes: Die drei Dampfschiffe – die DS Blümlisalp, die DS Lötschberg und die DS Spiez – werden weiterhin als historische Einheiten betrieben.
    • Die DS Lötschberg wurde bereits 2001 nach strengen Vorgaben der Denkmalpflege renoviert und dafür mehrfach ausgezeichnet.
    • Die DS Spiez (das „Spiezerli“), das älteste Schiff der BLS, wurde erst 2021 nach einer Generalsanierung mit einer neuen Dampfmaschine wieder in Betrieb genommen, was den Fokus auf den Erhalt der traditionellen Technik unterstreicht.
  • Keine Teilnahme am Batterie-Konzept: Da die Dampfschiffe nicht auf batterie-elektrische Antriebe umgerüstet werden, werden sie im Gegensatz zu den Motorschiffen auch nicht als mobile Energiespeicher zur Netzstabilisierung eingesetzt.

Die BLS Schifffahrt verfolgt eine Zwei-Säulen-Strategie: Einerseits die radikale Modernisierung und Elektrifizierung der Motorschiffe für eine nachhaltige Zukunft und andererseits die Pflege und den Betrieb der historischen Dampfschiffe als touristische Attraktionen und schwimmende Denkmäler.

 

Können die Dampfschiffe umweltfreundlicher betrieben werden?

Aus den Quellen geht hervor, dass die aktuelle Strategie für mehr Umweltfreundlichkeit und Emissionsfreiheit sich explizit auf die Motorschiffe konzentriert, während die Dampfschiffe als historische Denkmäler in ihrer traditionellen Form erhalten bleiben.

Hier sind die Details zur Situation der Dampfschiffe im Kontext des Umweltschutzes:

  • Keine Elektrifizierung: Die Dampfschiffe sind nicht Teil des Projekts, die Flotte bis 2050 vollständig zu elektrifizieren. Während die Motorschiffe durch batterie-elektrische Antriebe "emissionsfrei" werden sollen, wird für die Dampfschiffe kein solcher Plan erwähnt.
  • Erhalt der Dampftechnik: Die Schiffe werden als historische Einheiten gepflegt. So wurde beispielsweise die DS Spiez im Jahr 2021 im Zuge einer Generalsanierung mit einer neuen Dampfmaschine ausgestattet, statt auf einen modernen, umweltfreundlicheren Antriebstyp umzusteigen.
  • Effizienz durch Erneuerung: Es gibt Hinweise auf technische Erneuerungen, die indirekt die Effizienz steigern könnten, auch wenn sie nicht explizit als Umweltmassnahmen deklariert werden. So erhielt die DS Lötschberg im Jahr 2001 einen Kesselersatz. Solche Massnahmen dienen jedoch primär dem Erhalt des Schiffes gemäss den Vorgaben der Denkmalpflege.
  • Fokus der Emissionsreduktion: Die BLS Schifffahrt strebt an, das touristische Erlebnis durch den leisen und emissionsfreien Betrieb der Motorschiffe zu verbessern. Die Dampfschiffe hingegen behalten ihren Charakter als "stattliche Salondampfer" der Belle Epoque bei, bei denen die historische Authentizität im Vordergrund steht.

Die Quellen enthalten keine Pläne für einen umweltfreundlicheren Betrieb der Dampfschiffe (etwa durch alternative Brennstoffe); der Umweltschutz wird stattdessen durch die radikale technologische Erneuerung der neun Motorschiffe vorangetrieben.

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Disclaimer / Abgrenzung

Stromzeit.ch übernimmt keine Garantie und Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen Texte, Massangaben und Aussagen.


Quellenverzeichnis (Juli 2026).


BLS Schifffahrt
https://de.wikipedia.org/wiki/BLS_Schifffahrt

https://www.bls.ch/de/unternehmen/ueber-uns/unternehmensportraet/geschichte/geschichte-bls-schifffahrt

https://www.infoclio.ch/de/dynamische-berner-faktoren-f%C3%BCr-die-fr%C3%BChe-elektrifizierung-der-berner-alpenbahngesellschaft-bern

Die BLS Schifffahrt AG plant, ihre gesamte Flotte auf dem Thuner- und Brienzersee bis zum Jahr 2050 vollständig zu elektrifizieren. Durch die Umstellung auf batterie-elektrische Antriebe sollen die Schiffe nicht nur emissionsfrei verkehren, sondern im angedockten Zustand auch als mobile Energiespeicher dienen. Diese technologische Neuerung zielt darauf ab, das Schweizer Stromnetz zu stabilisieren, indem überschüssige Energie aufgenommen und bei Engpässen wieder zurückgespeist wird. Mit einer Kapazität, die etwa 300 Elektroautos entspricht, wird die Schifffahrt zu einer innovativen Energieplattform ausgebaut. Aktuell werden bereits die notwendigen Infrastrukturprojekte in Thun vorbereitet, wobei die erste offizielle Ausschreibung für das Jahr 2027 angesetzt ist. Das Vorhaben verbindet modernen Tourismus mit nachhaltiger Netzstabilität und dient als Vorzeigemodell für die energetische Zukunft der Region.

 

Illustration © stromzeit.ch* NotebookLM:

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