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Verbrennerverbot, die physikalische Irrationalität eines „hocheffizienten Verbrenners“, E-Autos sind viel effizienter.

Festhalten an überholten Technologien gefährdet nicht nur die Klimaziele, sondern auch den Wirtschaftsstandort.

Verbrennerverbot, die physikalische Irrationalität eines „hocheffizienten Verbrenners“, E-Autos sind viel effizienter. 

08.01.2026

Die aktuelle politische Debatte um das sogenannte Verbrennerverbot – das in Wirklichkeit keines ist – offenbart eklatante Bildungslücken in Physik, Mathematik und Wirtschaft bei führenden Vertretern des konservativen und neoliberalen politischen Spektrums, darunter Markus Söder und Friedrich Merz. Das Festhalten an überholten Technologien wird als extrem gefährlich betrachtet, da es nicht nur die Klimaziele, sondern auch den Wirtschaftsstandort Deutschland beschädigt.

I. Das starre Verbrenner-Aus: Eine Falschbehauptung.

Die Diskussion um das "starre Verbrenner-Aus" sei irreführend und beruhe auf bewussten Falschaussagen, da ein solches Aus nie existiert hat. Die geltende Regelung besagt lediglich, dass ab 2035 keine Neuzulassungen von Fahrzeugen mehr erlaubt sind, die fossile Treibhausgasemissionen ausstoßen.

Die technologische Realität.

Grundsätzlich dürften Verbrennerantriebe auch nach 2035 weiterhin zugelassen werden, solange sie keine fossilen Emissionen imitieren. Dies schließt theoretisch alle Bauformen (Vollverbrenner, Plug-in-Hybrid, Mild-Hybrid oder Range Extender) ein, sofern sie mit synthetischen, nicht-fossilen Kraftstoffen betrieben werden.

Besondere Kritik gilt der Technologie der Hybridantriebe. Der Plugin-Hybrid wird als "schlechteste aus beiden Welten" beschrieben: ein Elektroauto mit geringer Reichweite und ein Verbrennungsantrieb mit unnötigem Zusatzgewicht. Diese Antriebe werden in der Praxis häufig mit dem Verbrennungsmotor gefahren und sind in Summe extrem dreckig, teilweise sogar schmutziger als reine Verbrenner, was die Schönrechnung der Flottengrenzwerte ermöglicht.

II. Die physikalische Irrationalität des „hocheffizienten Verbrenners“.

Der von politischen Vertretern wie Herrn Merz verwendete Begriff des „hocheffizienten Verbrenners“ wird als völliger Blödsinn bezeichnet. Um diesen Fehler zu erkennen, sei kein Diplom in Physik notwendig, sondern lediglich grundlegende Schulbildung, denn einen „hocheffizienten Verbrenner“ kann es physikalisch gar nicht geben.

Thermodynamik als Effizienzkiller.

Die physikalischen Gesetze lassen sich selbst durch die beste Technologie der Welt nicht ändern. Die Ineffizienz des Verbrennungsprozesses wird durch den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und das Konzept der Entropie erklärt:

  • Entropie: Die Natur strebt nach Ausgeglichenheit. Der zweite Hauptsatz besagt, dass es unmöglich ist, eine zyklisch arbeitende Maschine zu konstruieren, die Wärme aus einem Reservoir entnimmt und vollständig in die gleiche Menge mechanischer Arbeit umwandelt.
  • Irreversibler Prozess: Beim Verbrennungsmotor führt dieser irreversible Prozess dazu, dass der allergrößte Teil der eingesetzten thermischen Energie (mindestens vier Fünftel) nicht in mechanische Arbeit umgesetzt, sondern als nutzlose Wärme weggeworfen wird. Die Ineffizienz ist so eklatant, dass der Motor selbst im Winter bei Minusgraden gekühlt werden muss.
  • Perpetuum Mobile zweiter Art: Die Behauptung eines „hocheffizienten Verbrenners“ suggeriert, es gäbe ein Perpetuum Mobile zweiter Art, was den physikalischen Gesetzen widerspricht.

Der Verbrennungsmotor wird daher als der „beschissenste Antrieb, den wir überhaupt auf der Welt jemals hatten“ bezeichnet.

III. Wirtschaftsfeindliches Verhalten und Marktversagen.

Die Befürwortung der Verbrennertechnologie steht im Gegensatz zu den weltweiten Marktentwicklungen und dem Wettbewerbsgeschehen.

Globale Marktentwicklungen.

Weltweit sind die Verkaufszahlen für Verbrennungsmotoren (ICE) seit 2017 rückläufig, während die Verkaufszahlen für batterieelektrische Fahrzeuge exponentiell steigen. Dieser Trend wird maßgeblich vom asiatischen Markt, insbesondere China, getragen, wo kaum noch Interesse an „alten dreckigen rollenden Ölheizungen aus Deutschland“ besteht:

  • Konjunkturprogramm für China: Das Festhalten an der sterbenden Verbrennertechnik ist ein Konjunkturprogramm für die chinesische Autoindustrie. Die Konkurrenz aus China flutet die Weltmärkte zunehmend mit innovativeren Elektroautos, denen die deutschen Hersteller technologisch unterlegen sind.
  • Unsicherheit und Kostenfalle: Die politische Suggestion, dass die Käufer weiterhin Verbrenner kaufen könnten, erzeugt Unsicherheit und führt Verbraucher in eine Kostenfalle, da die Betriebskosten steigen und die Fahrzeuge in immer mehr Städten verboten werden.

Politisches Versagen durch Lobbyismus.

Politische Entscheidungen, die die Verbrennertechnologie fördern, werden stark von Lobbygruppen beeinflusst, was die Transformation der deutschen Industrie verlangsamt.

Flottengrenzwerte: Versuche von Politikern wie Merz, die Überprüfung der EU-Flottengrenzwerte als „zentrale Weichenstellung“ darzustellen, wiederholen die Fehler der Ära Merkel. Hätten schärfere Grenzwerte konsequent gegolten, wären deutsche Hersteller zu früherer Innovation gezwungen gewesen und hätten heute wettbewerbsfähige Produkte. Das tatsächliche Problem der deutschen Autoindustrie ist technologische Abgehängtheit und Managementversagen, nicht die Klimaziele oder Lohnkosten.

  • Fossil-Lobby (RWE/Eon): Die Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, eine „Fossil Lobbyistin“, wird beschuldigt, Forderungen von RWE und Eon (etwa die kritische Überprüfung von Ausbauzielen für Erneuerbare Energien) in Papiere übernommen zu haben, obwohl Monitoringberichte das Gegenteil empfahlen (dringender Ausbau nötig). Ihre Politik diene der Sicherung der Gewinne der Gasindustrie und der Vermeidung von „Stranded Assets“.
  • Auto-Lobby (VDA): Geleakte Dokumente zeigen, dass ein Positionspapier der CDU maßgeblich vom VDA (Verband der deutschen Autoindustrie) und CDU-Abgeordneten beeinflusst wurde, um die Aufhebung des Verbrennerverbots zu bewirken.

Historische Fehler und Kontraste

Historische Beispiele zeigen, dass die Union in der Vergangenheit maßgeblich zur Schwächung zukunftsfähiger Industrien beigetragen hat:

  • EEG-Debakel: Die CDU/CSU-geführten Regierungen haben systematisch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), ein ursprünglich von Rot-Grün beschlossenes „absolute Erfolgsgeschichte“, abgewürgt. Durch die Erhöhung von Zugangshürden und das abrupte Kürzen von Förderungen wurde die Solar- und Windindustrie in Deutschland destabilisiert, was zum Verlust von 100.000 bis 300.000 Arbeitsplätzen führte. Das deutsche Know-how und die Marktführerschaft gingen dadurch an China verloren.
  • Erfolgreiche Regulierung: Im Gegensatz dazu bewies die Union in den 80er Jahren, dass Regulierung erfolgreich sein kann, etwa bei der verpflichtenden Einführung des geregelten Katalysators oder dem Verbot von FCKW zum Schutz der Ozonschicht. Entgegen den damaligen Klagen der Industrie führte dies nicht zum Zusammenbruch, sondern zu technologischem Fortschritt.

IV. Ideologische Verblendung und die Konsequenzen.

Das Festhalten an sterbenden Technologien wird nicht nur als wirtschaftlicher oder physikalischer Irrsinn, sondern auch als ideologisches Problem der konservativen und neoliberalen Akteure interpretiert.

Pubertärer Trotz und Realitätsverweigerung.

Die These lautet, dass Politiker wie Söder und Merz handeln, weil sie es nicht ertragen können, dass ihre politischen Kontrahenten (die oft „verhassten Grünen“) in vielen Fragen (Wirtschaftstransformation, Energiewende) relativ richtig liegen. Statt eigene Fehler zuzugeben, verharren sie in einem „pubertären Trotz“ und kultivieren die Fehler der Vergangenheit.

Dieses ideologisch motivierte Verhalten führt zu einer eklatanten Realitätsverweigerung. Die Forderung nach einer „innovationsfreundlichen und technologieoffenen Regulierung“, die Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit vereint, sei reiner „gequälter Nonsens“, da sie gerade mit einer treibhausgasintensiven und veralteten Technologie Wettbewerbsfähigkeit schaffen wollen.

Destabilisierung der Demokratie.

Dieses politisch und wissenschaftlich verfehlte Handeln hat eine kurzfristig profitierende Instanz: den „blaubraunen Sumpf“. Durch toxischen Lobbyismus, der im Hinterzimmer stattfindet und einseitig Interessensgruppen (wie VDA oder Fossilkonzernen) bevorzugt, wird das Vertrauen in die Politik geschwächt. Die Machenschaften der „Eliten“ zugunsten kurzfristiger Gewinne einiger Weniger bestätigen Vorurteile und sind Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremen, die dadurch gestärkt werden.

Die dringende Notwendigkeit von Realpolitik.

Die Politik hat die elementare Aufgabe, der Wirtschaft ein klares Regelwerk vorzulegen, um den Wirtschaftsstandort zu sichern. Dies hat nichts mit Planwirtschaft zu tun, sondern ist essentiell für eine funktionierende Marktwirtschaft. Europa muss sich von der Festhaltung an „sterbenden kaputten toten physikalisch irren und wirtschaftsschädlichen Technologien“ lösen, um ein zukunftsfähiges, technologieführendes Greentech-Land zu werden. Die Alternative ist das Scheitern. Politiker müssten endlich anfangen, wissenschaftlich fundierte und evidenzbasierte Realität anzuerkennen. 


Siehe auch:

E-Autos fahren 100 km, Verbrenner nur 20 km.

Die Effizienzunterschiede zwischen batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind signifikant, was sich drastisch in der Reichweite bei gleicher aufgewendeter Energiemenge zeigt:

E-Autos fahren 100 km, Verbrenner nur 20 km bei gleicher Energiemenge: «Hocheffiziente Verbrenner» die grösste Lüge. Die «Technologieoffenheit» von Merz und Söder entlarvt die Schwächen des Verbrenners und ist ein Schuss nach hinten.

E-Autos fahren 100 km, Verbrenner nur 20 km.


Mehr zu Elektroautos:

E-Autos, Trends, Entwicklung, Technologien, Batterien, Märkte, Robotik, KI, FSD (autonomes Fahren), Ladezeit, Reichweite. Ausblicke in die dynamische Entwicklung des Elektroautomarktes: Technologien und globale Skalierung.

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