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VW SSP Platform e-Autos 2028, ID. Golf Mk9, GTI, R, T-Roc, Audi A4 e-tron, Cupra Tindaya, 800 V, bis 1.700 PS, laden in 12 Min.

Scalable Systems Platform (SSP), universelle Super-Plattform für nahezu gesamtes Portfolio aller Konzernmarken.
5. Oktober 2026 durch
stromzeit.ch

VW SSP Platform e-Autos 2028, ID. Golf Mk9, GTI, R, T-Roc, Audi A4 e-tron, Cupra Tindaya, 800 V, bis 1.700 PS, laden in 12 Min.



Illustration / Video © stromzeit.ch *


05.10.2026

Volkswagens Scalable Systems Platform (SSP): Das Milliarden-Fundament der elektrischen Konzernzukunft.

Die Automobilindustrie befindet sich im radikalsten Wandel ihrer Geschichte. Um im intensiven globalen Wettbewerb gegen US-amerikanische Hersteller wie Tesla und rasch expandierende chinesische Marken wie BYD zu bestehen, setzt der Volkswagen-Konzern auf eine universelle Super-Plattform: die Scalable Systems Platform (SSP). Diese vereinte Architektur soll künftig das technische Rückgrat für nahezu das gesamte Portfolio aller Konzernmarken bilden – vom kompakten Stadtfahrzeug bis hin zum hochgezüchteten Supersportwagen.


Illustration © stromzeit.ch *


1. Strategische Bedeutung und das „Masterplan“-Prinzip der SSP.


Die Ablösung der bisherigen Plattform-Familien.

In den letzten Jahrzehnten feierte Volkswagen mit Baukastensystemen wie dem Modularer Querbaukasten (MQB) gigantische Skaleneffekte, bei denen über 30 Fahrzeugmodelle vereinheitlicht und die Produktionskosten um 20 % gesenkt wurden. Im Zeitalter der Elektromobilität erweiterte man dies um den Modularer E-Antriebs-Baukasten (MEB), den verfeinerten MEB Plus sowie die gemeinsam mit Audi und Porsche entwickelte PPE-Plattform (Premium Platform Electric).

Die SSP geht nun entscheidend weiter: Sie ersetzt langfristig MQB, MEB, MEB Plus und PPE schrittweise und führt alle Antriebskonzepte und Segmente auf eine einzige, extrem flexible Baukasten-Architektur zusammen.

Die AAA-Strategie und Skalierbarkeit.

Mit der sogenannten AAA-Strategie („Aufholen, Angreifen, Anführen“) verfolgt der Konzern das Ziel, bis 2030 nicht nur volumenmässig, sondern auch technologisch weltweit führend zu werden.

  • Extremes Leistungsspektrum: Die SSP ist darauf ausgelegt, Leistungsklassen von 115 PS (85 kW) in Kompaktfahrzeugen bis hin zu über 1.000 PS bzw. bis zu 1.700 PS (1.250 kW) in Porsche-High-Performance-Modellen abzudecken.
  • Skaleneffekte: Die Plattform ist als Basis für weltweit über 40 Millionen Fahrzeuge konzipiert.
  • Kostenreduktion: Durch die massive Standardisierung von Bauteilen und Logistik sollen die Fahrzeugkosten bei gleichbleibender oder höherer Leistung um 10 % bis 20 % sinken.

 

2. Technologische Kernelemente der SSP-Architektur.


800-Volt-System und superschnelles Laden.

Während der bisherige MEB-Baukasten weitgehend mit einer 400-Volt-Architektur arbeitet, wird bei der SSP die 800-Volt-Technologie zum Standard etabliert. Dies ermöglicht extrem verkürzte Ladezeiten: Eine Aufladung der Batterie von 10 % auf 80 % soll in lediglich 12 bis 20 Minuten möglich sein.

Die VW-Einheitszelle (Unified Battery Cell).

Ein Kernelement zur Kostensenkung ist die konzernweit vereinheitlichte Einheitszelle.

  • Einheitliches Gehäuse, flexible Chemie: Das äussere Zellenformat ist standardisiert, wodurch die Gehäuse- und Modulfertigung (u. a. in der konzerneigenen Zellfabrik in Salzgitter / Maturell) identisch bleibt.
  • Zukunftssichere Zellchemie: Im Inneren der Zelle können je nach Segment und Kostenrahmen unterschiedliche Chemien eingesetzt werden – von günstigen LFP- oder Natrium-Zellen über NMC bis hin zu künftigen Feststoff- (Solid-State) oder Schwefel-Batterien.
  • Kostenvorteil: Diese Strategie soll die Batteriepreise im Vergleich zur bisherigen Generation um bis zu 50 % senken.
Antriebsvarianten: BEV und Range Extender (REEV).

Die SSP ist primär als rein batterieelektrische Plattform (BEV) ausgelegt, bietet aber auch Flexibilität für alternative Konzepte. Ein hervorgehobenes Beispiel ist das REEV-Konzept (Range Extended Electric Vehicle):

  • Hierbei wird ein 1.5-TSI-Verbrennungsmotor verbaut, der nicht die Räder antreibt, sondern ausschliesslich als Generator fungiert, um Strom für die Elektromotoren zu erzeugen.
  • Zusammen mit einer rein elektrischen Akku-Reichweite von rund 300 km lässt sich so eine Gesamtreichweite von über 1.000 km erzielen.
Höchste Motoreneffizienz und Gigacasting.
  • 95 % Wirkungsgrad: Zum Einsatz kommen neu entwickelte Elektromotoren (u. a. in Kooperation mit Mahle), die ohne Seltene Erden auskommen und einen Wirkungsgrad von bis zu 95 % erreichen.
  • Gigacasting: In der Fertigung übernimmt VW das von Tesla bekannt gemachte Grossguss-Verfahren, bei dem komplette Front- und Heckstrukturen aus einem einzigen Aluminiumgussteil gefertigt werden. Dies spart Gewicht, Fertigungsschritte und Montagekosten.
Software-Defined Vehicle (SDV), VW.OS und die Rivian-Kooperation.

Bisherige Konzernmodelle kämpften mit einer Vielzahl verstreuter Steuergeräte (ECUs) und komplexen Software-Stacks. Die SSP leitet den Wandel zum echten Software-Defined Vehicle ein:

  • Zentralrechner & VW.OS: Dutzende dezentrale Steuergeräte werden durch wenige Hochleistungs-Zentralrechner ersetzt, auf denen das neue Betriebssystem VW.OS / die E3 2.0-Elektronikarchitektur läuft.
  • Level 4 Autonomie: Die Architektur ist technisch darauf ausgelegt, hochautomatisiertes und autonomes Fahren auf Level 4 zu ermöglichen (z. B. im Rahmen des Projekts Trinity).
  • Milliarden-Allianz mit Rivian: Um die anhaltenden Softwareprobleme zu lösen, ging Volkswagen ein 5-Milliarden-Dollar-Joint-Venture mit dem US-Elektroautopionier Rivian ein („RV Tech“ in Palo Alto). Rivians moderne Zonen- und Software-Architektur wird direkt an die SSP angepasst. Zusätzlich wird in China mit XPeng kooperiert.

 

3. Zeitplan, Verzögerungen und organisatorische Herausforderungen.

Verschiebung des Marktstarts („Stuttgart 21 von VW“).

Ursprünglich sollte die SSP-Plattform bereits ab 2026 mit dem Technologieprojekt Trinity debütieren. Aufgrund schwerwiegender Software-Verzögerungen bei der E3 2.0-Architektur musste der Zeitplan jedoch deutlich nach hinten korrigiert werden:

  • Pioniermodelle ab 2028 / 2029: Erste Schlüsselmodelle wie der VW ID. Golf Mk9 und der Audi A4 e-tron verzögern sich um 15 Monate bis hin zu 3 Jahren und sind nun für Ende 2028 / Frühjahr 2029 eingeplant.
  • Volumen- und Grossmodelle ab 2030 / 2031: Elektrische Varianten von T-Roc oder grosse Oberklasse-SUVs folgen erst zwischen 2030 und 2031.
  • Interner Spitzname: Aufgrund der ständigen Terminverschiebungen erhielt das Projekt intern den spöttischen Namen „Volkswagens Stuttgart 21“.
Technische Spätentscheidungen: Das 48-Volt-Bordnetz.

Mitten in der laufenden Entwicklung des Audi A4 e-tron setzte Audi-Chef Gernot Döllner durch, dass alle SSP-Fahrzeuge von einem 12-Volt- auf ein 48-Volt-Bordnetz umgestellt werden. Technisch bringt dies enorme Vorteile (dünnere Kabelbaume, leichtere Komponenten, höhere Rechenleistung). Da die Entscheidung jedoch sehr spät fiel, mussten europäische Zulieferer und der Partner Rivian ihre Bauteile kurzfristig umkonstruieren, was das Projekt organisatorisch zusätzlich abbremste.

Konzerninterne Machtkämpfe und Werksoberlastung.

Die komplizierten Entscheidungswege zwischen den Marken (VW, Audi, Porsche) und der Konzernzentrale in Wolfsburg sowie die Zeitverschiebung von 9 Stunden zum Joint-Venture-Team in Palo Alto erschwerten die Koordination. Diskussionen über die Schaffung eines zentralen „Konzern-CTO“ zur Bündelung der Entwicklung stiessen bei autonomen Markenführern auf Widerstand.

Die Verzögerungen belasten zudem die Industrieplanung bestehender Werke wie Ingolstadt, Neckarsulm sowie der US-Standorte Chattanooga und Scout (South Carolina), da bestehende Baureihen länger laufen müssen, während Audi zeitgleich bis 2029 rund 7.500 Stellen im Verwaltungs- und Entwicklungsbereich abbaut. Um die Komplexität zu beherrschen, reduzierte Volkswagen die ursprünglich geplante Zahl von acht Plattform-Varianten auf vier Grundvarianten.

 

4. Übersichtstabelle: Geplante Fahrzeugmodelle auf der SSP-Plattform.

Die folgende Tabelle gibt eine strukturierte Übersicht über die in den Quellen genannten Fahrzeugtypen und Konzepte, die auf der SSP-Plattform aufbauen (sowie deren geplante Abgrenzung zu MEB-Plus-Einstiegsmodellen):

Marke
Modell / Studie
Fahrzeugtyp / Segment
Antriebsart & Technische Besonderheiten
Geplanter Marktstart / Status

Volkswagen

ID. Golf (Mk9)

Kompaktklasse (C-Segment, löst ID.3 ab)

Rein elektrisch (BEV), 800V-System, Einheitszelle, Rückkehr zu physischen Tasten

ca. 2028 – 2029 (um 15 Monate verzögert)

Volkswagen

ID. Golf GTI & Golf R

Hot Hatch / Performance-Kompaktwagen

GTI mit E-Frontantrieb & Sofort-Drehmoment; Golf R mit Allrad & bis zu Supersportwagen-Leistung

ca. 2028 – 2029

Volkswagen

T-Roc Elektro

Kompakt-SUV

Rein elektrisch, Volumenmodell auf SSP

ca. 2030

Volkswagen

Projekt Trinity / ID. Sedan

Technologie-Flaggschiff / Mittelklasse-Limousine

800V, E3 2.0 Software, Level 4 autonomes Fahren, Gigacasting

2028 – 2030 (ursprünglich 2026 geplant)

Volkswagen

Grosses Oberklasse-SUV (T-Sport)

Oberklasse-SUV

Rein elektrisch, vergrösserte SSP-Variante

2031 (3 Jahre später als geplant)

Audi

A4 e-tron

Premium-Mittelklasse (Limousine / Avant)

Rein elektrisch, 800V, 48V-Bordnetz, Pioniermodell für die SSP-Einführung

Frühjahr 2029 (ca. 3 Jahre hinter BMW i3 / Mercedes C-Klasse)

Cupra

Cupra Tindaya Concept

Performance-Crossover-SUV (Showcar)

REEV (1.5 TSI Generator + 2 E-Motoren, 365 kW, >1.000 km Reichweite) oder rein BEV

Studie / Serienableitung ca. 2027 – 2028

Porsche

Elektrische Sportwagen & Oberklasse

High-Performance-Sportwagen / SUVs

Bis zu 1.700 PS (1.250 kW), High-Performance-SSP-Ausprägung

Ab 2028+

(Abgrenzung) VW

ID. Polo & ID. Everyone (ID.1)

Kleinwagen / Einstiegssegment (A0)

Kein SSP, sondern MEB Plus (Frontantrieb, unter 25.000 € bzw. 20.000 €)

ab 2025 / 2026

 

5. Im Detail: Die wichtigsten Modellträger der SSP.

Volkswagen ID. Golf Mk9: Die Reinkarnation der Ikone.

Der Golf der neunten Generation gilt als das wichtigste Einzelmodell für die elektrische Zukunft der Kernmarke VW.

  • Ersetzt den ID.3: Der ID. Golf wird schrittweise die Rolle des primären globalen Kompakt-Elektroautos von VW übernehmen.
  • Design-Philosophie: Das Fahrzeug behält die klassische Golf-Silhouette mit prägnanter C-Säule bei, setzt jedoch auf geschlossene, hoch-aerodynamische EV-Frontflächen und schmale LED-Lichtbänder.
  • Innenraum-Korrektur: Nach deutlicher Kundenkritik an den Touch-Slidern früherer ID.-Modelle kehrt VW im ID. Golf zu hochwertigen Materialien und echten Haptik-Tasten am Lenkrad zurück.
  • Performance-Derivate: Neben den Basismodellen wird es vollelektrische GTI- (Frontantrieb) und Golf R-Varianten (Dual-Motor-Allrad mit enormer Beschleunigung) geben.
Audi A4 e-tron: Der verpätete Vorreiter.

Der elektrische A4 e-tron sollte als erstes Fahrzeug auf der SSP-Plattform debütieren und Audi im wichtigen Dienstwagen-Segment der Mittelklasse gegen den BMW i3 und die elektrische Mercedes C-Klasse positionieren. Durch den späten Wechsel auf das 48-Volt-Bordnetz und Abstimmungsprobleme verschiebt sich die Serienreife auf Frühjahr 2029.

Cupra Tindaya Concept: Die Vorschau auf den Range Extender.

Das auf der IAA gezeigte Showcar Cupra Tindaya demonstriert das technische Potenzial der SSP im Performance-Segment:

  • Das Crossover-Modell leistet 365 kW (496 PS) und beschleunigt in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
  • Neben einer reinen Elektro-Variante zeigt der Tindaya die REEV-Technik mit dem 1.5-TSI-Verbrenner als Generator, um Reichweitenängste vollkommen zu eliminieren.
  • Im Cockpit gewährt die Studie mit projizierten Fahrdaten oberhalb der Ambientebeleuchtung und Fahrer-fokussierten Bildschirmen einen Ausblick auf künftige Innenraum-Architekturen.

 

6. Fazit und Ausblick.

Die Scalable Systems Platform (SSP) ist für den Volkswagen-Konzern mehr als nur ein neuer Baukasten – sie ist das Schicksalsprojekt der Transformation. Schafft es der Konzern, die Software-Hürden gemeinsam mit Rivian zu meistern und die komplexe Konzernorganisation zu straffen, bietet die SSP durch das Zusammenspiel aus 800V-Schnellladen, Einheitszellen, Gigacasting und enormen Skaleneffekten das Potenzial, technologisch und wirtschaftlich an die Spitze der Elektromobilität aufzuschliessen.


Illustration © stromzeit.ch *

Technischen Daten im Vergleich: ID. Golf Mk9, GTI, R, T-Roc, Audi A4 e-tron, Cupra Tindaya.

Technischer Vergleich der SSP-Fahrzeugmodelle.

Modell
Fahrzeugtyp / Segment
Plattform & Bordnetz
Antriebskonzept
Leistung & Beschleunigung
Akku, Reichweite & Ladezeit
Geplanter Marktstart / Status

VW ID. Golf Mk9

Kompaktklasse (Hatchback / C-Segment, übernimmt Rolle des ID.3)

SSP mit 800-Volt-Architektur

Rein batterieelektrisch (BEV), Einzelmotor / Heckantrieb in Basisversionen

Effizienter Alltagsantrieb mit sofortigem Drehmoment

800V-Einheitszelle, 10–80 % Laden in 12 Minuten, bis zu 700 km Reichweite im Gespräch

2028 – 2029 (Verzögerung um ca. 15 Monate)

VW ID. Golf GTI

Hot Hatch / Performance-Kompaktwagen

SSP mit 800-Volt-Architektur

Rein elektrisch (BEV), sportlicher E-Frontantrieb

Hohe Systemleistung mit verzögerungsfreiem Antritt

800V-System, ca. 12 Min. Ladezeit (10–80 %)

ca. 2028 – 2029

VW ID. Golf R

High-Performance Hot Hatch

SSP mit 800-Volt-Architektur

Rein elektrisch (BEV), Dual-Motor-Allradantrieb (AWD)

Extremes Leistungsniveau (auf dem Niveau früherer Supersportwagen)

800V-System, ca. 12 Min. Ladezeit (10–80 %)

ca. 2028 – 2029

VW T-Roc Elektro

Kompakt-SUV

SSP

Rein batterieelektrisch (BEV)

Baukastentypische Staffelung über SSP

800V-Standard & Konzern-Einheitszelle

Kaum vor 2030

Audi A4 e-tron

Premium-Mittelklasse (Limousine / Avant)

SSP mit neuem 48-Volt-Bordnetz & 800V

Rein batterieelektrisch (BEV)

Effiziente bis hochmotorisierte Premium-Antriebe

800V-Schnellladesystem für verringerte Standzeiten

Frühjahr 2029 (ca. 3 Jahre hinter der Konkurrenz)

Cupra Tindaya

Performance-Crossover-SUV (Showcar / Prototyp)

SSP

REEV (1.5 TSI Verbrenner als Strom-Generator + 2 E-Motoren) oder BEV

365 kW (496 PS), 0–100 km/h in 4,1 Sekunden

300 km rein elektrisch; bis zu 1.000 km Gesamtreichweite mit Generator

Prototyp; Serienableger ab 2027 / 2028

Key Takeaways aus den Daten:
  • Lade-Revolution: Alle reinen BEV-Modelle auf der SSP profitieren vom 800-Volt-System und der neuen Einheitszelle, was extrem kurze Ladezeiten von etwa 12 Minuten (10–80 %) ermöglicht.
  • 48-Volt-Bordnetz: Der Audi A4 e-tron dient als Technologieträger für den späten Schwenk auf ein 48-Volt-Bordnetz, das leistungsstärkere Zentralrechner versorgt und Kabelgewicht einspart.
  • Flexibles Antriebskonzept: Das Cupra Tindaya Concept veranschaulicht die Bandbreite der SSP, die neben rein elektrischen Antrieben auch Range-Extender-Konzepte (REEV) mit über 1.000 km Reichweite erlaubt.

Die Reichweiten im Vergleich.

Reichweitenvergleich der SSP-Fahrzeugmodelle.

Modell
Antriebskonzept
Reichweitenangabe (gemäss Quellen)
Technische Anmerkungen & Plattform-Basis

VW ID. Golf Mk9

Rein elektrisch (BEV)

Bis zu 700 km

Nutzt die neue SSP-800V-Architektur und die konzerneigene Einheitszelle für maximale Effizienz.

VW ID. Golf GTI

Rein elektrisch (BEV, E-Frontantrieb)

Keine separate km-Zahl in den Quellen genannt

Basiert auf der 800V-SSP-Plattform; profitiert von Schnellladen (10–80 % in ca. 12 Minuten) und hoher Effizienz.

VW ID. Golf R

Rein elektrisch (BEV, Dual-Motor-Allrad)

Keine separate km-Zahl in den Quellen genannt

High-Performance-Variante auf SSP-Basis; der Fokus liegt auf maximaler Systemleistung und Allrad-Traktion bei effizientem Akkumanagement.

VW T-Roc Elektro

Rein elektrisch (BEV)

Keine separate km-Zahl in den Quellen genannt

Grossserien-SUV auf SSP-Standardbasis; nutzt die gleichen Batterie- und Effizienzvorteile der Baukasten-Einheitszelle.

Audi A4 e-tron

Rein elektrisch (BEV)

Keine separate km-Zahl in den Quellen genannt

Premium-Mittelklassemodell mit 800V-Ladesystem und neuem 48V-Bordnetz für optimierte Systemversorgung.

Cupra Tindaya

REEV (Range Extender) oder BEV

300 km rein elektrisch / bis zu 1.000 km Gesamtreichweite

Nutzt einen 1.5-TSI-Benzinmotor ausschliesslich als Strom-Generator für die E-Motoren, um extrem hohe Langstreckenreichweiten zu erzielen.

Wichtigste Erkenntnisse zu den Reichweiten:
  • Maximale BEV-Reichweite: Für die rein elektrischen Volumenmodelle auf der SSP-Plattform (wie den ID. Golf Mk9) stellt der Konzern eine Reichweite von bis zu 700 km in Aussicht.
  • Extreme Langstrecke durch REEV: Das Cupra Tindaya Concept zeigt die Besonderheit der SSP-Architektur, auch Range-Extender-Konzepte (REEV) einzubinden, bei denen der Verbrennungsmotor als Generator dient und so eine Gesamtreichweite von 1.000 km ermöglicht.
  • Einheitliche Batteriebasis: Da der ID. Golf GTI, der Golf R, der T-Roc Elektro und der Audi A4 e-tron auf dieselbe skalierbare Einheitszelle und 800V-Technologie zurückgreifen, hängen deren exakte finale Reichweiten von den jeweiligen Batteriegrössen und Aerodynamikwerten ab, die in den Quellen noch nicht für jedes Derivat einzeln beziffert sind.

Batteriestärken und Batteriechemien im Vergleich.

Detaillierte Vergleichstabelle zur Batterietechnologie, den Systemspannungen und den Batteriechemien der auf der Scalable Systems Platform (SSP) basierenden Konzernmodelle.

Vergleich der Batteriestärken, -spannungen und -chemien.

Modell
Batteriesystem & Spannung
Batteriechemie & Zellbauform
Ladeleistung / Ladezeit
Elektrische Reichweite / Spezifikation (lt. Quellen)

VW ID. Golf Mk9

800-Volt-System

Standardisierte VW-Einheitszelle (flexibel wählbare Zellchemie)

10–80 % Aufladung in ca. 12 Minuten

Bis zu 700 km Reichweite (genaue kWh-Kapazität in Quellen noch ungenannt)

VW ID. Golf GTI

800-Volt-System

VW-Einheitszelle (auf hohe Impulsleistung optimiert)

ca. 12 Minuten (10–80 %)

Reines BEV; optimierte Energiedichte für sportlichen Frontantrieb

VW ID. Golf R

800-Volt-System

VW-Einheitszelle (High-Performance-Setup für Dual-Motor-Allrad)

ca. 12 Minuten (10–80 %)

Reines BEV; ausgelegt für extrem hohe Leistungsabgabe

VW T-Roc Elektro

800-Volt-System

VW-Einheitszelle (kosteneffiziente Grossserien-Chemie)

800V-Schnellladen (ca. 12–20 Minuten)

Reines BEV (Volumenmodell; exakte kWh-Zahl in Quellen noch ungenannt)

Audi A4 e-tron

800-Volt-Hochvoltsystem + neues 48-Volt-Bordnetz

VW-Einheitszelle

800V-Schnellladen mit Hochleistungs-Kühlung

Reines BEV für die Premium-Mittelklasse

Cupra Tindaya

Batterie für REEV (Range Extender) oder rein BEV

VW-Einheitszelle (u. a. gefertigt in Salzgitter / Maturell)

800V-Schnellladen

300 km rein elektrisch; zusammen mit 1.5-TSI-Generator bis zu 1.000 km Gesamtreichweite

Das Baukasten-Prinzip der VW-Einheitszelle (Unified Cell).
  1. Einheitliche Hülle, flexible Chemie: Das Grundprinzip der SSP-Batterie ist die Einheitszelle (Unified Cell). Das äussere Zellgehäuse ist über alle Marken und Segmente hinweg identisch, was die Produktions- und Modulkosten um bis zu 50 % senkt. Das Innere der Zelle ist variabel konstruiert und kann je nach Fahrzeugklasse und Preispunkt mit unterschiedlichen Chemien bestückt werden – von Natrium-Ionen- über Feststoff- (Solid-State) bis hin zu schwefelbasierten oder klassischen LFP-/NMC-Systemen.
  2. 800-Volt-Standard: Im Gegensatz zur bisherigen MEB-Plattform nutzen alle SSP-Fahrzeuge eine 800-Volt-Architektur. Dies reduziert die Aufwärmung beim Schnellladen drastisch und ermöglicht Ladezeiten von 10 auf 80 % in nur 12 Minuten.
  3. Ergänzung durch das 48-Volt-Bordnetz: Beim Audi A4 e-tron und künftigen SSP-Modellen wird das Hochvoltsystem erstmals mit einem späten Wechsel auf ein 48-Volt-Niedervoltbordnetz kombiniert. Dies erlaubt die Versorgung extrem leistungsfähiger Zentralrechner und reduziert durch dünnere Kabelbaume das Gesamtgewicht des Fahrzeugs.

Hinweis zu fehlenden Detailangaben: Die exakten Speicherkapazitäten in Kilowattstunden (kWh) für die einzelnen Derivate sind in den Quellen derzeit noch nicht genannt, da der Volkswagen-Konzern die konkreten kWh-Werte je Modellvariante noch nicht offiziell freigegeben hat.

Ladezeiten im Vergleich.

Vergleich der Ladezeiten und Ladearchitekturen.

Modell
Plattform & Spannungssystem
Ladezeit (10–80 %)
Technische Besonderheiten & Ladeinfrastruktur

VW ID. Golf Mk9

SSP mit 800-Volt-Architektur

ca. 12 Minuten (unter idealen Bedingungen)

Nutzt die konzerneigene Einheitszelle und 800V-Hochvolttechnik für extrem verkürzte Ladestopps.

VW ID. Golf GTI

SSP mit 800-Volt-Architektur

ca. 12 Minuten

Profitiert als sportlicher E-Fronttriebler von der gleichen 800V-Schnellladetechnologie der SSP-Plattform.

VW ID. Golf R

SSP mit 800-Volt-Architektur

ca. 12 Minuten

High-Performance-Allradvariante mit 800V-System für minimale Standzeiten bei hoher Beanspruchung.

VW T-Roc Elektro

SSP mit 800-Volt-Architektur

ca. 12 bis 20 Minuten

Grossserien-SUV auf SSP-Basis; nutzt den 800V-Standard und die skalierbare Einheitszelle.

Audi A4 e-tron

SSP mit 800-Volt-System & 48V-Bordnetz

ca. 12 bis 20 Minuten

Kombiniert das 800V-Schnellladen mit einem neuen 48-Volt-Bordnetz zur effizienten Versorgung der Bordelektronik.

Cupra Tindaya

SSP (BEV / REEV)

800V-Schnellladen (ca. 12 Min. im BEV-Modus)

Rein elektrisch mit Einheitszelle geladen oder im REEV-Modus über den 1.5-TSI-Generator unterwegs.

Wichtigste Erkenntnisse zu den Ladezeiten der SSP-Plattform:
  • 800-Volt-Standard für den gesamten Konzern: Während die vorherige MEB-Architektur noch weitgehend auf 400 Volt setzte, wird die 800-Volt-Technologie bei der SSP markenübergreifend zum Standard etabliert.
  • Drastische Verkürzung der Ladezeit: Durch das Zusammenspiel von 800V-Spannung und der neuen VW-Einheitszelle verkürzt sich die Ladezeit von 10 % auf 80 % Akkukapazität bei Modellen wie dem ID. Golf Mk9 auf nur noch etwa 12 Minuten.
  • Kombination mit 48-Volt-Bordnetz: Beim Audi A4 e-tron und nachfolgenden SSP-Fahrzeugen wird das 800V-Hochvoltsystem für den Antrieb mit einem 48-Volt-Bordnetz für die Fahrzeugdaten und Elektronik kombiniert, was Kabelgewicht spart und höhere Lade- bzw. Rechenleistungen unterstützt.

Die Performance von 0 auf 100 Km im Vergleich.

Performance-Vergleich (0 bis 100 km/h) der SSP-Modelle:

Modell
0–100 km/h Beschleunigung (lt. Quellen)
Systemleistung & Antriebskonzept
Performance-Charakteristik

VW ID. Golf Mk9

Keine exakte Sekundenangabe in den Quellen

Single-Motor (Heckantrieb)

Effiziente Alltagsbeschleunigung mit verzögerungsfreiem Elektro-Sofortdrehmoment.

VW ID. Golf GTI

Keine exakte Sekundenangabe in den Quellen

Sportlicher E-Frontantrieb

Scharfe Frontantriebs-Dynamik, unmittelbarer Antritt ohne Turboloch oder Schaltpausen.

VW ID. Golf R

Keine exakte Sekundenangabe in den Quellen

Dual-Motor-Allradantrieb (AWD)

Nahezu geräuschlose Beschleunigung auf dem Leistungsniveau früherer Supersportwagen.

VW T-Roc Elektro

Keine exakte Sekundenangabe in den Quellen

Baukastensystem über SSP

Typische Grossserien-E-Performance im Kompakt-SUV-Segment.

Audi A4 e-tron

Keine exakte Sekundenangabe in den Quellen

Premium-Elektroantrieb (SSP & 48V)

Dynamischer Durchzug für die elektrische Mittelklasse.

Cupra Tindaya

4,1 Sekunden

365 kW (496 PS), Allrad / 2 E-Motoren + 1.5 TSI REEV

Extrem schnelle Sprintzeit für das Performance-Crossover-Showcar.

Wichtigste Erkenntnisse zur Beschleunigung auf der SSP:
  • Einzig konkrete Werksangabe: Das Cupra Tindaya Concept wird in den Quellen als einziges Modell mit einer konkreten Sprintzeit von 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h ausgewiesen, was durch die Systemleistung von 365 kW (496 PS) und Dual-Motor-Allrad erreicht wird.
  • Vorteil des Elektro-Sofortdrehmoments: Bei allen reinen Elektro-Modellen wie dem ID. Golf Mk9, GTI und R entfallen Turboloch und Schaltzeiten, wodurch die Leistung beim Tritt aufs Fahrpedal augenblicklich anliegt.
  • Enorme Leistungsbandbreite: Die SSP-Plattform ist grundsätzlich darauf ausgelegt, Leistungsspektren von 115 PS bis hin zu über 1.000 PS (bzw. bis zu 1.700 PS bei Porsche) abzudecken.

Software-Features im Vergleich: ID. Golf Mk9, GTI, R, T-Roc, Audi A4 e-tron, Cupra Tindaya.

Vergleich der Software-Features und Elektronik-Architekturen

Modell
Betriebssystem & Elektronik-Architektur
UI / UX & Cockpit-Bedienung
Assistenzsysteme & Autonomie
Besondere Software-Funktionen

VW ID. Golf Mk9

VW.OS & E3 2.0-Architektur (in Kooperation mit Rivian / RV Tech), 48V-Bordnetz

Digitales Cockpit mit grossem Touchscreen; Rückkehr zu physischen Tasten am Lenkrad & Einstellreglern

Fortgeschrittene Fahrassistenten, vorausschauende Lade- & Routenplanung

Nahtlose Over-the-Air-Updates (OTA), KI-Sprachsteuerung & adaptive Nutzerprofile

VW ID. Golf GTI

VW.OS & E3 2.0 mit sportartspezifischer Abstimmung

Digitales Performance-Cockpit mit GTI-Grafik-Design und haptischen Lenkradtasten

Fahr- und Stabilitätsassistenten für E-Frontantrieb

Sofortiges Drehmomentmanagement, Rundenzeiten-Analyse & dynamische Fahrmodi

VW ID. Golf R

VW.OS & E3 2.0 mit High-Performance-Setup

R-Spezifisches Digital-Grip-Cockpit mit Rennstrecken-Displays und Tastenbedienung

Allrad-Regelsysteme & Traktionskontrolle für Dual-Motor-AWD

Softwaregesteuertes Torque Vectoring, Launch Control & Performance-Telemetrie

VW T-Roc Elektro

VW.OS & E3 2.0 auf zentraler Server-Architektur

Übersichtliches digitales Serien-Cockpit mit intuitiven Bedienelementen

Connected Travel Assist mit Schwarmdaten-Nutzung & Ampelerkennung

Vorinstallierte Hardware mit freischaltbaren Zusatzfunktionen (Features-on-Demand / Abo)

Audi A4 e-tron

E3 2.0 Premium-Stack mit 48-Volt-Bordnetz & Hochleistungs-Zentralrechnern

Premium-Cockpit mit High-End-Displays und personalisierbarer KI-Schnittstelle

Erweiterte Fahrassistenzsysteme mit Vorbereitung auf hochautomatisiertes Fahren

Prädiktive Effizienzassistenten & Vernetzung mit Smarthome-/Flotteninfrastruktur

Cupra Tindaya (Concept)

SSP-Software-Plattform & Vorschau auf künftige UI/UX

14-Zoll-Fahrerdisplay plus innovative Projektionsfläche oberhalb der Ambientebeleuchtung (integriertes Head-Up-Konzept)

Ausgelegt für Level 4 autonomes Fahren

REEV-Energiemanagement (Steuerung des 1.5-TSI-Generators) & Begrüssungswelt (Goodbye Mode)

Die wichtigsten Software-Meilensteine der SSP-Plattform.
  1. Zentralrechner & Rivian-Allianz (RV Tech): Die SSP löst die bisherige Verteilung Dutzender dezentraler Steuergeräte (ECUs) ab. Künftig steuern wenige Hochleistungs-Zentralrechner mit dem Betriebssystem VW.OS das gesamte Fahrzeug. Die zugrundeliegende E3 2.0-Architektur wird im Rahmen des 5-Milliarden-Dollar-Joint-Ventures RV Tech zusammen mit Rivian entwickelt.
  2. 48-Volt-Bordnetz: Alle Fahrzeuge auf SSP-Basis nutzen ein 48-Volt-Bordnetz anstelle der traditionellen 12-Volt-Architektur. Dies versorgt die stromintensiven Zentralrechner effizient und spart Kabelgewicht.
  3. Rückkehr zu haptischen Bedienelementen: Nach deutlicher Kundenkritik an den unbeleuchteten Touch-Slidern früherer Modellgenerationen führt Volkswagen bei Fahrzeugen wie dem ID. Golf Mk9 wieder echte, physische Tasten am Lenkrad und haptische Regler im Innenraum ein.
  4. Connected Travel Assist & Level 4 Autonomie: Die Assistenzsysteme nutzen anonymisierte Schwarmdaten der Konzernflotte, um Fahrspuren auch ohne Markierungen zu erkennen, halten an roten Ampeln selbstständig an und unterstützen vorausschauendes Segeln. Technisch ist die Plattform bis hin zu Level 4 autonomem Fahren ausgelegt.
  5. Software-Defined Vehicle & Features-on-Demand: Da Sensoren und Kameras künftig werkseitig verbaut sind, können Kunden Zusatzfunktionen (wie Abstandsregeltempomat oder erweiterte Lichtfunktionen) nachträglich per Software-Update aktivieren oder abonnieren.

Das Fahrverhalten im Vergleich.

Fahrverhalten und Dynamik-Vergleich der SSP-Modelle

Modell
Antriebskonzept & Layout
Fahrwerks- & Chassiseigenschaften
Fahrverhalten & Dynamik-Charakteristik

VW ID. Golf Mk9

Rein elektrisch (BEV), Heckantrieb (Single Motor) in der Basis

Niedriger Schwerpunkt, langer Radstand mit kurzen Überhängen, hocfeingetunte Aerodynamik und sportlich abgestimmtes Fahrwerk

Ausgewogen, leise und präzise; bietet sofortiges E-Drehmoment, eine stabile Strassenlage in Kurven und hohen Alltags- und Langstreckenkomfort.

VW ID. Golf GTI

Rein elektrisch (BEV), sportlicher E-Frontantrieb

Kompaktes Hot-Hatch-Chassis, tiefe Strassenlage und straffe Abstimmung

Agiles, direktes Einlenkverhalten mit scharfer Frontantriebs-Dynamik; nahtloser Durchzug ohne Turboloch oder Schaltunterbrechungen.

VW ID. Golf R

Rein elektrisch (BEV), Dual-Motor-Allradantrieb (AWD)

Allrad-Performance-Chassis mit extrem breiter Spur und hoher Verwindungssteifigkeit

Souveräne Traktion und maximale Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten; geräuschlose, explosionsartige Beschleunigung auf dem Niveau früherer Supersportwagen.

VW T-Roc Elektro

Rein elektrisch (BEV), Baukastensystem über SSP

SUV-typische erhöhte Sitzposition, komfortorientierte Federung

Ausgewogene, entspannte E-Dynamik im Kompakt-SUV-Segment; fokusiert auf gute Übersichtlichkeit und komfortables Cruisen.

Audi A4 e-tron

Rein elektrisch (BEV), Premium-Mittelklasse

48-Volt-Bordnetz zur Ansteuerung adaptiver Systeme, lange Radstand-Architektur

Hohe Langstrecken- und Autobahnstabilität; präzises, komfortabel-dynamisches Lenkverhalten mit typischer Audi-Dienstwagen-Auslegung.

Cupra Tindaya (Concept)

Dual-Motor-Allradantrieb (REEV oder BEV) mit 365 kW (496 PS)

Performance-Crossover-Chassis mit breiter Spur

Extrem sportlicher Antritt (0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden); permanente Allrad-Traktion durch zwei E-Motoren für maximale Kurvendynamik.

Key Takeaways zum Fahrverhalten auf der SSP:
  1. Tiefer Schwerpunkt & Sofort-Drehmoment: Durch die Platzierung der Batterien im Fahrzeugboden (unter Nutzung der Einheitszelle) weisen alle SSP-Modelle einen sehr niedrigen Schwerpunkt auf, was Karosseriebewegungen in Kurven minimiert.
  2. Differenzierung zwischen Komfort und Performance: Während der Standard-ID. Golf Mk9 und der T-Roc auf Ausgewogenheit und Alltagsnutzen optimiert sind, heben sich GTI (E-Frontantrieb) und Golf R (Dual-Motor-Allrad) durch spezifische Setups ab, um das klassische Hot-Hatch-Gefühl elektrisch neu zu interpretieren.
  3. 48-Volt-Unterstützung bei Audi: Das 48-Volt-Bordnetz im Audi A4 e-tron erlaubt die Versorgung leistungsfähigerer Fahrwerks- und Regelrechner für ein noch feinfühligeres Ansprechverhalten.

Innenraum-Ausstattung mit ihren Besonderheiten im Vergleich: ID. Golf Mk9, GTI, R, T-Roc, Audi A4 e-tron, Cupra Tindaya.

Vergleich der Innenraum-Ausstattung und Cockpit-Features

Modell
Cockpit & Display-Konzept
Bedienphilosophie & Schalter
Sitze & Ergonomie
Besondere Innenraum-Features

VW ID. Golf Mk9

Grosses zentrales Touchscreen-Infotainment und hochauflösendes digitales Instrumenten-Display

Rückkehr zu haptischen, physischen Tasten am Lenkrad und intuitiven Reglern statt Touchslidern

Ergonomische Alltagssitze mit hochwertigen, nachhaltigen Materialien

Personalisierbare KI-Profile, Over-the-Air-Updates und stimmungsvolle Ambientebeleuchtung

VW ID. Golf GTI

Sportliches Performance-Cockpit mit spezifischen GTI-Grafiken

Haptische Multifunktionstasten am Sportlenkrad

Sportsitze mit erhöhtem Seitenhalt und GTI-spezifischem Design

Fahrdaten-Anzeigen für E-Frontantrieb und Sofort-Drehmoment

VW ID. Golf R

R-Spezifisches Digital-Grip-Cockpit mit Telemetrie- und Rundenzeiten-Anzeigen

Haptische Lenkradtasten und dedizierte Performance-Schalter

Rennsport-orientierte Performance-Sitze mit exklusiven R-Akzenten

Performance-Telemetrie und Anzeigemodi für den Dual-Motor-Allradantrieb

VW T-Roc Elektro

Übersichtliches digitales Grossserien-Cockpit mit zentralem Infotainment-Screen

Intuitives Bedienkonzept mit echten Tasten

Erhöhte SUV-Sitzposition für hervorragende Rundumsicht

Variabler Innenraum sowie vorinstallierte Hardware für nachträglich freischaltbare Software-Funktionen (Features-on-Demand)

Audi A4 e-tron

Premium-Digital-Cockpit, betrieben über das 48-Volt-Bordnetz und Hochleistungs-Zentralrechner

Ergonomische, intuitive Premium-Bedienführung mit KI-Schnittstelle

Hochwertige Langstreckensitze mit erstklassigem Akustikkomfort

Personalisierte digitale Assistenz, nahtlose Smarthome-Vernetzung und edle Materialauswahl

Cupra Tindaya (Concept)

14-Zoll-Fahrerdisplay, stark auf den Fahrer ausgerichtet

Minimalistische Touch- und Projektionssteuerung

Futuristische Schalensitze (Bucket Seats) und fliessende Materialübergänge

Projektionsfläche oberhalb der Ambientebeleuchtung (Head-Up-Konzept), gegenläufige Türen, Sennheiser-Soundsystem & „Goodbye Mode“-Animationen

Wichtigste Erkenntnisse zum Innenraum der SSP-Plattform:
  • Abkehr von Touchslidern bei VW: Nach deutlicher Kundenkritik führt Volkswagen bei Modellen wie dem ID. Golf Mk9, GTI und R wieder echte, physische Tasten am Lenkrad und haptische Bedienelemente ein.
  • 48-Volt-Power bei Audi: Der Audi A4 e-tron nutzt das 48-Volt-Bordnetz, um leistungsstarke Displays und rechenintensive KI-Funktionen ohne Verzögerungen zu betreiben.
  • Futuristische Display-Ideen bei Cupra: Das Cupra Tindaya Concept zeigt eine neuartige Projektionsfläche oberhalb der Ambientebeleuchtung, die wichtige Fahrdaten direkt im Sichtfeld des Fahrers einblendet.

Hardware für Software-Abos: Durch die einheitliche Zentralrechner-Architektur sind in Fahrzeugen wie dem T-Roc Elektro Sensoren und Komfortfunktionen bereits ab Werk verbaut und können per Software freigeschaltet oder abonniert

Preise im Vergleich.

Da der Marktstart der ersten SSP-Modelle aufgrund von Software-Verzögerungen auf den Zeitraum 2028 bis 2030+ terminiert ist, hat der Volkswagen-Konzern noch keine verbindlichen Euro-Listenpreise für die einzelnen Serienfahrzeuge veröffentlicht.

Die Quellen liefern jedoch klare strategische Preis- und Kostenziele für die SSP-Plattform sowie konkrete Einordnungen bezüglich der Preissegmente:

Preis- und Segmentvergleich der SSP-Modelle:

Modell
Marktsegment & Preiskategorie
Zielrichtung & Kostenstruktur
Plattform-Auswirkung auf den Preis

VW ID. Golf Mk9

Bezahlbare Kompaktklasse (Ersatz für den ID.3)

Massenmarkt-Volumenmodell; soll Elektroautos preislich konkurrenzfähig zu Verbrennern machen.

Durch die Einheitszelle und die SSP-Skalierung sinken die Produktionskosten um 10 % bis 20 %.

VW ID. Golf GTI

Sportlicher Kompaktwagen (Hot Hatch)

Mittleres bis höheres Kompaktklasse-Preissegment mit Performance-Aufpreis.

Nutzt die identische SSP-Plattform; sportliche Zusatzausstattung und E-Frontantriebs-Setup.

VW ID. Golf R

High-Performance-Topmodell

Premium-Preissegment innerhalb der Kompaktklasse (Allrad-Topmodell).

Höhere Marge durch Dual-Motor-Allradantrieb und Supersportwagen-Performance.

VW T-Roc Elektro

Volumen-Kompakt-SUV

Breites Grossserien-Segment oberhalb der Kompaktklasse.

Baukasten-Einsparungen sollen wettbewerbsfähige Preise im SUV-Segment sichern.

Audi A4 e-tron

Premium-Mittelklasse (Dienstwagen-Segment)

Gehobenes Premium-Segment; direkter Konkurrent zum BMW i3 und zur elektrischen Mercedes C-Klasse.

Höhere Preispositionierung durch 48V-Bordnetz, Zonen-Rechner und Premium-Software-Stack.

Cupra Tindaya (Concept)

High-Performance-Crossover (Technologieträger)

Oberes Performance- & Nischensegment (365 kW / 496 PS).

Aufwendiges REEV-Konzept (Dual-Motor-Allrad + 1.5-TSI-Generator) spiegelt sich in einer gehobenen Preiskategorie wider.

Strategische Eckpunkte der Preisgestaltung bei SSP:
  1. Massive Einsparungen durch die Einheitszelle: Die Einführung der konzernweiten Einheitszelle reduziert die reinen Batteriezellkosten um bis zu 50 %. Dies ist der Haupthebel, um künftige Elektrofahrzeuge auf SSP-Basis bezahlbar anzubieten.
  2. Kostenreduktion auf Konzernebene: Durch die Vereinheitlichung von Baukästen (Ablösung von MQB, MEB und PPE) sollen die Gesamtfahrzeugkosten bei gleicher Leistung um 10 % bis 20 % sinken.
  3. Abgrenzung zu den Günstig-Modellen (MEB Plus): Das Einstiegssegment unter 25.000 € (VW ID. Polo) bzw. unter 20.000 € (ID. Everyone / ID.1) basiert nicht auf der SSP-Plattform, sondern auf der MEB Plus mit Frontantrieb. Die SSP deckt erst die Klassen ab dem ID. Golf / T-Roc nach oben hin ab.
  4. Hardware für Abo-Modelle (Features-on-Demand): Um den Einstiegspreis attraktiv zu halten, sind Sensoren und Funktionen im Fahrzeug ab Werk verbaut und können künftig per Software-Abonnement flexibel dazugebucht werden.

Die Rivian-Software-Partnerschaft.

Die Software-Partnerschaft zwischen dem Volkswagen-Konzern und dem US-Elektroautopionier Rivian ist einer der strategisch bedeutendsten und zugleich aufwendigsten Schritte in der jüngeren Geschichte des deutschen Automobilkonzerns.

1. Rahmenbedingungen und Zielsetzung des Deals.
  • 5-Milliarden-Dollar-Investment: Um die anhaltenden Softwareprobleme und Verzögerungen bei der eigenen Software-Architektur E3 2.0 in den Griff zu bekommen, ist VW eine 5-Milliarden-Dollar-Allianz mit Rivian eingegangen.
  • Das Joint Venture „RV Tech“: Im Rahmen dieser Kooperation wurde das Gemeinschaftsunternehmen „Rivian and Volkswagen Group Technologies“ (kurz RV Tech) mit Sitz in Palo Alto im Silicon Valley gegründet.
  • Ziel der Partnerschaft: Rivian bringt seine moderne Zonen- und Software-Architektur ein, um für die neue Scalable Systems Platform (SSP) ein stabiles, leistungsfähiges Betriebssystem und Elektronikfundament zu schaffen. Dies soll künftige Modelle wie den VW ID. Golf Mk9 und den Audi A4 e-tron zu echten Software-Defined Vehicles (SDVs) machen, die über nahtlose Over-the-Air-Updates und erweiterte Fahrassistenten verfügen.
2. Technische und organisatorische Herausforderungen.

Die Kooperation steht in der Praxis jedoch vor gravierenden Hürden und Abstimmungsproblemen:

  • Späte 48-Volt-Umstellung: Mitten in der laufenden Entwicklung entschied die Audi-Führung, dass alle künftigen SSP-Fahrzeuge von einem 12-Volt- auf ein 48-Volt-Bordnetz umgestellt werden. Diese späte Entscheidung traf auch die Arbeit von RV Tech mit voller Härte, da die von Rivian bereitgestellten Komponenten und Steuergeräte kurzfristig auf die neue 48-Volt-Spannung angepasst werden mussten.
  • Komplizierte Kommunikationswege: Die einzelnen Konzernmarken (VW, Audi, Porsche etc.) kommunizieren nicht direkt mit den Software-Entwicklern bei RV Tech in Palo Alto. Stattdessen werden Wünsche und Anforderungen zunächst zentral in Wolfsburg gesammelt, bewertet und priorisiert, bevor daraus offizielle Arbeitsaufträge an das Team im Silicon Valley formuliert werden.
  • 9 Stunden Zeitunterschied: Die Zeitverschiebung zwischen Wolfsburg und Palo Alto bremst den Entwicklungsprozess zusätzlich. Eine einfache Klärungs- oder Rückfrage kann dadurch schnell den Verlust eines ganzen Arbeitstages bedeuten.
  • Machtkämpfe um die Markenautonomie: Die Partnerschaft ist eng verflochten mit internen Diskussionen über die Schaffung eines zentralen „Konzern-CTO“, der die Technikentwicklung aller Marken bündeln soll. Einzelne Markenführungspersönlichkeiten verteidigen jedoch ihre Autonomie, was schnelle und verbindliche Entscheidungen für Rivian erschwert.
3. Strategische Bedeutung: Pragmatismus als Rettungsanker.

Für Volkswagen ist die Allianz mit Rivian (zusammen mit Partnerschaften wie XPeng in China) ein deutliches Zeichen für einen Kulturwandel und Pragmatismus. Um das Überleben im globalen Wettbewerb gegen Tesla und chinesische Hersteller zu sichern, hat der Konzern seinen Ingenieursstolz hintenangestellt und setzt bei der Software gezielt auf externe Expertise.

Sollte es dem Team von RV Tech gelingen, die E3 2.0-Architektur stabil auf die Strasse zu bringen, erhält der VW-Konzern endlich die technologische Basis, die für schnelle Reaktionszeiten, modernes Infotainment, effizientes Batteriemanagement und hochautomatisiertes Fahren (bis Level 4) erforderlich ist.


ID. Golf Mk9

Illustration © stromzeit.ch *



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Energiepolitik Schweiz: Elektrizität, Photovoltaik, Wind, Wasserkraft, Wasserstoff, Erdöl, Erdgas, Biogas, Kernkraft. 

Disclaimer / Abgrenzung

Stromzeit.ch übernimmt keine Garantie und Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen Texte, Massangaben und Aussagen.


Quellenverzeichnis (Oktober 2026).


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http://youtube.com/watch?v=5KgpPrMAm2I

 

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https://www.youtube.com/watch?v=-mOXat583f8&t=52s

 

The SSP Platform: VW's Master Plan Explained

https://www.youtube.com/watch?v=h6ZtNx4tNTE&t=174s

 

2030 Volkswagen Golf SSP – Ein Meilenstein der Elektromobilität

https://www.youtube.com/watch?v=MVV3vZL7l2I&t=29s

 

"Volkswagen ID.Golf Delayed to 2029 Due to More Delays: Report"

https://www.youtube.com/watch?v=XdIWuDpEVQY

 

2028 Volkswagen ID Golf Mk9, The Legendary Hatchback Enters the Electric Future With GTI Power!

https://www.youtube.com/watch?v=6vi56Hs8v_U

 

Volkswagen ID Golf Mk9  – The Iconic Hatchback Goes Fully Electric & Smarter Than Ever! 

https://www.youtube.com/watch?v=KAVM5tyJP-c

 

Audi gegen Volkswagen: Warum Ingolstadt den Elektro-A4 nicht auf die Strasse bekommt

https://www.youtube.com/watch?v=TWtJu3qfHJs

 

Mit dem VW Chef zum Flughafen: ID. Polo Technik, neue Assistenten & SSP

https://www.youtube.com/watch?v=uYybOgN5MvA

 


Illustration © stromzeit.ch * Gemini Notebook:

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