Alpine Photovoltaik-Grossanlage SedrunSolar im Bau: 5'700 Solartische, 34'200 Module, 29 GWh im Jahr, 6’500 Haushalte.
12.03.2026
Das Projekt SedrunSolar markiert die Entstehung einer der ersten alpinen Photovoltaik-Grossanlage in der Schweiz, die auf 2000 Metern Höhe errichtet wird. Durch die Nutzung intensiver Bergsonne und Schneereflektionen soll das Kraftwerk bis Ende 2028 eine Leistung von 19,3 Megawatt erreichen und rund 6'500 Haushalte versorgen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der effizienten Stromproduktion im Winter, die fast die Hälfte des jährlichen Ertrags ausmacht. Die Anlage umfasst über 5'700 spezialisierte Modultische, die auf einer Fläche von etwa 46 Fussballfeldern im Kanton Graubünden installiert werden. Seit dem Baustart im Jahr 2024 schreitet die Realisierung stufenweise voran, um einen massgeblichen Beitrag zur nachhaltigen Energiewende und Versorgungssicherheit des Landes zu leisten. Diese Pionierarbeit wird durch eine enge Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und erfahrenen Energiepartnern ermöglicht.

© Bild: Sedrun Solar AG.
Die Realisierung der alpinen Photovoltaik-Grossanlage SedrunSolar.
Der regulatorische Rahmen: Der „Solarexpress“.
Im April 2023 setzte das Schweizer Parlament den Solarexpress in Kraft. Diese Gesetzesinitiative zielt darauf ab, den Bau von PV-Grossanlagen zeitlich befristet bis Ende 2025 durch erleichterte Bewilligungsverfahren und hohe finanzielle Förderungen (bis zu 60 % der Investitionskosten) zu beschleunigen. Eine Bedingung für den Erhalt dieser Subventionen war, dass bis Ende 2025 mindestens 10 % der geplanten Gesamtleistung ins Netz eingespeist werden müssen.
Das Projekt SedrunSolar: Kennzahlen und Beteiligte.
SedrunSolar ist der erste hochalpine Solarpark der Schweiz, der in einer Höhe zwischen 1'950 und 2'100 m ü. M. auf dem Gebiet der Gemeinde Tujetsch (Graubünden) entsteht:
- Leistung und Ertrag: Die Anlage wird eine installierte Kapazität von ca. 19,3 Megawatt (MW) erreichen. Pro Jahr sollen rund 29 Gigawattstunden (GWh) Strom produziert werden, was den Bedarf von etwa 6'500 Haushalten deckt.
- Winterstrom-Anteil: Ein entscheidendes Merkmal ist, dass rund 47 % der Produktion im Winterhalbjahr anfallen.
- Infrastruktur: Geplant sind insgesamt 5'700 Solartische mit über 34'000 Modulen auf einer Fläche von ca. 30 Hektaren.
- Partnerschaften: Realisiert wird das Projekt durch die SedrunSolar AG, ein Joint Venture der lokalen energia alpina und der aventron AG. Baupartner sind unter anderem die STRABAG Schweiz und die Zindel Gruppe (Crestageo, Zendra).
Technische Daten im Überblick:
- Anlagenleistung: 19.3 MWp
- Jahresproduktion: 29’060’000 kWh (6’500 Haushalte)
- Winteranteil: 47%
- Modultische: 5’700
- PV-Module AQ6: 34’200
- Transformatorenstationen: 6
- Transformatoren: 15 (1.6 MVA)
- Wechselrichter: 67 (350 kW)

© Bild: Sedrun Solar AG.
Technowissenschaftliche Grundlagen und Vorteile.
Die Effektivität alpiner Anlagen im Vergleich zu Anlagen im Mittelland ist laut Experten vier- bis fünfmal höher. Dies hat mehrere wissenschaftliche Gründe:
- Höhenstrahlung: In der dünneren Atmosphäre der Hochalpen ist die Sonneneinstrahlung intensiver.
- Nebelfreiheit: Während das Mittelland im Winter oft unter einer Nebeldecke liegt, herrscht in den Bergen häufig Sonnenschein.
- Albedo-Effekt: Der Schnee reflektiert das Sonnenlicht. Durch den Einsatz bifazialer Module, die Licht auf beiden Seiten aufnehmen können, wird dieser Effekt optimal genutzt.
- Temperaturkoeffizient: PV-Module arbeiten bei kalten Temperaturen effizienter.
Technische Herausforderungen und Innovationen.
Der Bau im hochalpinen Gelände ist extrem anspruchsvoll und erfordert spezialisierte Technik:
- Konstruktion (Alpin Quattro): Es werden spezielle Modultische verwendet, die extremen Windlasten und Schneedrücken standhalten müssen.
- Spezialmaschinen: Zur Bohrung der Fundamente im steilen Gelände wurde die Bohrmaschine „Muntaniala“ (Murmeltier) entwickelt, die ca. 4 Tonnen wiegt und zwei Lafetten für präzises Arbeiten besitzt. Ein weiteres Gerät namens „Jalla“ ermöglicht digital gesteuerte Bohrungen in verschiedenen Neigungswinkeln.
- Digitaler Zwilling: Das gesamte Solarfeld wurde mittels 3D-Geländemodellen geplant, um jeden Tisch exakt an die Topographie anzupassen.
Die Planung und Vermessung für das Projekt SedrunSolar erfolgte durch einen hochgradig digitalisierten Prozess, der die extremen topographischen Bedingungen des alpinen Geländes berücksichtigte.
Geländeaufnahme und 3D-Modellierung.
Da das alpine Gelände sehr unbeständig ist und Hindernisse wie Rinnen, Hügel oder Dolen (Erdsenken) aufweist, war eine präzise Erfassung unumgänglich:
- Virtueller Flug: Das Gelände wurde mittels eines virtuellen Flugs aufgenommen, um ein detailliertes digitales 3D-Geländemodell zu erstellen.
- Digitaler Zwilling: Auf Basis dieser Daten wurde ein „digitales Universum“ bzw. ein digitaler Zwilling der gesamten Anlage erschaffen. Dies ermöglichte es, die Planung über den gesamten Lebenszyklus von der Konstruktion bis zum Betrieb digital zu begleiten.
Wie sind Alpin Quattro Solartische konstruiert?
Die Alpin Quattro Solartische sind speziell für die extremen Bedingungen im Hochgebirge entwickelt worden und folgen einem modularen Aufbau, der sich im Wesentlichen in zwei Hauptkomponenten unterteilt:
- Primärstruktur (Tischbeine): Die Basis bilden die Tischfüsse bzw. Tischbeine, die die statische Verbindung zum Gelände herstellen. Diese werden mittels Mikropfählen tief im Boden verankert. In besonders steilem Gelände kommen zusätzlich Hilfsanker zum Einsatz, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten.
- Sekundärstruktur (Tischplatte): Der obere Teil besteht aus einem robusten Stahlrahmen, in den die Photovoltaik-Module gefasst sind. Um die Montagezeit auf dem Berg zu verkürzen, wird diese Struktur industriell vormontiert, sodass die Module bereits vor dem Transport fest im Rahmen verbaut sind.
Technische Merkmale und Konstruktionsdetails
- Individuelle Geländeanpassung: Da das alpine Gelände unregelmässig ist, wird jeder Tisch digital geplant. Die Beinlängen und die Bohrwinkel für die Fundamente werden exakt auf die jeweilige Neigung und Wölbung des Bodens abgestimmt.
- Spezial-Module: Die Tische sind mit bifazialen Hochleistungsmodulen bestückt, die auch reflektiertes Licht vom Schnee auf der Rückseite nutzen können. Diese Module weisen eine erhöhte UV-Beständigkeit und eine besonders hohe mechanische Belastbarkeit auf, um starkem Wind und Schneedruck standzuhalten.
- Statische Widerstandsfähigkeit: Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, extremen Naturereignissen zu trotzen. Sie muss statisch so stabil sein, dass sie theoretisch sogar hundertjährige Lawinenereignisse unbeschadet überstehen kann.
- Optimierter Neigungswinkel: Die Neigung der Tische ist so gewählt, dass der Schnee aktiv abrutschen kann, sobald die Sonne die Paneele erwärmt, wodurch die Flächen für die Produktion schnell wieder frei werden.
- Materialeffizienz: Ein zentrales Ziel des Engineerings war es, einen maximal stabilen Tisch zu konstruieren, dabei aber so wenig Stahl wie möglich zu verbrauchen, um die Kosten zu optimieren.
Die Tische werden in verschiedenen Produktgenerationen stetig weiterentwickelt, wobei neue Erkenntnisse direkt in die Verbesserung der Statik und der Montageprozesse einfliessen.
Layout-Planung der Solartische.
In diesem 3D-Modell wurde jeder der rund 5'700 Solartische einzeln positioniert:
- Individuelle Anpassung: Da der Untergrund uneben ist, müssen nicht alle Tische den gleichen Neigungswinkel oder die gleiche Beinlänge haben. Die digitale Planung ermittelte für jeden Tischstandort die exakten Koordinaten, die notwendigen Beinlängen und den spezifischen Bohrwinkel.
- Optimierung: Diese Daten wurden direkt in die Produktionsplanung überführt, um die Bauteile (Primär- und Sekundärstrukturen) industriell vorzufertigen.
Simulationen und wissenschaftliche Absicherung.
Parallel zur geografischen Vermessung wurden komplexe Simulationen durchgeführt, um die Standfestigkeit und den Ertrag zu sichern:
- Naturgefahren und Lasten: Mittels numerischer Simulationen wurden Windlasten und Schneeablagerungen zwischen den Paneelen berechnet. Dies war entscheidend, um die Statik der Tische (z. B. Schutz gegen Lawinenereignisse) korrekt zu dimensionieren.
- Strahlungsanalyse: Das Strahlungsangebot wurde unter Einbezug von Satellitendaten und Machine-Learning-Emulatoren charakterisiert, um die standortspezifische Winterstromproduktion genau vorherzusagen.
- Ökologische Aussparungen: Bei der Perimeterplanung wurden sensible Bereiche wie Flachmoore, Trockenwiesen oder Orchideenstandorte identifiziert und gezielt von der Bebauung ausgespart.
Validierung durch Testanlagen.
Ein wesentlicher Teil der Planung war der Betrieb einer Testanlage (seit März 2023), die mit umfassender Messtechnik und Webcams ausgestattet war. Die dort gewonnenen Realdaten dienten dazu:
- Die theoretischen Simulationsmodelle standortbezogen zu überprüfen.
- Erkenntnisse über das Abrutschen von Schnee und das tatsächliche Betriebsverhalten zu gewinnen, um das Design der Tische für die Serienfertigung zu optimieren.
Transfer auf die Baustelle.
Die digitale Planung floss direkt in die Ausführung ein. So wurde beispielsweise die spezielle Bohrmaschine „Jalla“ digital so eingestellt, dass sie basierend auf den Planungsdaten exakt im richtigen Winkel und in der richtigen Tiefe bohrte. Auch das „Abstecken“ (Markieren der Punkte) im Feld erfolgte computergestützt auf Basis der Layout-Daten.

© Bild: Sedrun Solar AG.
Logistik und Bauphase.
Die Baustelle ist aufgrund ihrer abgelegenen Lage logistisch komplex:
- Transport: Da Zufahrtswege erst erstellt werden mussten, erfolgt ein Grossteil des Materialtransports per Helikopter. Bis Projektende werden ca. 15'000 Helikopterflüge erwartet. Um Lärmbelastungen zu reduzieren, wird zudem eine temporäre Materialseilbahn genutzt.
- Zeitplan: Die Arbeiten begannen im August 2024. Die vollständige Inbetriebnahme soll schrittweise bis Ende 2028 erfolgen.
- Winterpause: Aufgrund von Kälte und Schnee müssen die Arbeiten in den Wintermonaten meist pausiert werden.
Welches sind die besonderen Herausforderungen auf der hochalpinen Baustelle?
Der Bau einer hochalpinen Photovoltaik-Grossanlage wie SedrunSolar bringt eine Vielzahl aussergewöhnlicher Herausforderungen mit sich, die weit über die Anforderungen herkömmlicher Baustellen im Flachland hinausgehen. Diese lassen sich in die folgenden Kernbereiche unterteilen:
Logistische Komplexität und Erschliessung.
Aufgrund der abgelegenen Lage auf über 2'000 m ü. M. ist die Baustellenlogistik extrem aufwendig:
- Transportwege: Da Zufahrtswege oft erst erstellt werden müssen, erfolgt der Transport von Baumaterialien zunächst per Geländewagen oder in massivem Umfang per Helikopter. Bis zum Projektende in Sedrun werden tausende von Helikoptertransporten erwartet.
- Materialseilbahn: Um die Lärmbelastung im Tal zu reduzieren und die Logistik effizienter zu gestalten, wurde eine temporäre Materialseilbahn errichtet, die Bauteile von der Talsohle ins Baugebiet befördert.
- Materialmengen: Es müssen enorme Mengen verbaut werden. Sehr viel Stahl für die Tischkonstruktionen und die Verankerungen.
Extremes Klima und kurzes Zeitfenster.
Das alpine Wetter diktiert den Rhythmus der Bauarbeiten radikal:
- Kurze Bausaison: Die Arbeiten können typischerweise nur von April/Mai bis Oktober stattfinden. Sobald Schnee und Kälte einziehen, muss der Grossteil der Arbeiten pausiert und auf das nächste Frühjahr vertagt werden.
- Zeitdruck durch den „Solarexpress“: Die gesetzlichen Vorgaben des Bundes verlangten, dass bis Ende 2025 mindestens 10 % der geplanten Leistung am Netz sein musste, um die vollen Fördergelder zu erhalten. Ein wetterbedingter Verzug stellt somit ein massives finanzielles Risiko für die Wirtschaftlichkeit dar.
Anspruchsvolle Topographie und Geologie.
Das Gelände ist „unstetig“ und von Rinnen, Hügeln und Dolen (Erdsenken) geprägt:
- Spezialmaschinen: Für die Verankerung der Tische im steilen, oft felsigen Gelände mussten spezialisierte Maschinen entwickelt werden. Das Bohrgerät „Muntaniala“ (Murmeltier) wiegt rund 4 Tonnen und verfügt über zwei Bohrlassetten. Eine weitere digital gesteuerte Bohrmaschine namens „Jalla“ erlaubt präzise Bohrungen in exakt definierten Winkeln, um die Unebenheiten des Geländes auszugleichen.
- Arbeitssicherheit: Die Arbeiten an Steilhängen erfordern spezielle Sicherheitsvorkehrungen für Mensch und Maschine, wie etwa den Einsatz von Seilwinden zur Sicherung der Geräte.
Naturgefahren und statische Anforderungen.
Die Konstruktionen müssen extremen Umweltkräften standhalten:
- Lasten: Die Solartische sind für enorme Wind- und Schneelasten ausgelegt. Besonders der Schneedruck ist kritisch, da sich Schnee von unten her aufbauen und die Panels beschädigen kann, was in der Vergangenheit bereits zu Totalausfällen an Testanlagen führte.
- Lawinenrisiko: In gewissen Zonen (rote Zonen) musste die Planung angepasst oder Flächen gestrichen werden, weil nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, dass die Anlage die Tragfähigkeit der Schneedecke nicht negativ beeinflusst und so die Lawinengefahr für tiefer liegende Gebiete erhöht.
Ökologische Sensibilität.
Alpine Ökosysteme reagieren empfindlich auf Störungen und erholen sich nur sehr langsam:
- Minimalinvasive Bauweise: Es wird ein grosses Augenmerk auf den Erhalt der Lebensräume gelegt. Die obere Rasenschicht wird vor den Bauarbeiten abgetragen, zwischengelagert und nach der Installation der Infrastruktur wieder eingesetzt.
- Umweltbegleitung: Ein unabhängiger Umweltberater überwacht die Arbeiten und die langfristigen Auswirkungen auf Flora und Fauna, wie etwa Veränderungen der Vegetation oder Auswirkungen auf Wildtiere.
Die hochalpine Baustelle erfordert eine enge Verzahnung von digitaler Planung (3D-Modelle), spezialisierter Maschinentechnik und einer präzisen Logistikkoordination, um unter extremem Zeit- und Wetterdruck erfolgreich zu sein.

© Bild: Sedrun Solar AG.
Soziopolitische Akzeptanz.
Forschungen im Rahmen des Programms SWEET EDGE zeigen, dass die lokale Zustimmung ein kritischer Erfolgsfaktor ist. Rund ein Drittel bis die Hälfte aller Projekte im Rahmen des Solarexpresses scheitern an mangelnder Akzeptanz in den Gemeinden:
- Eigentumsverhältnisse: Projekte werden eher akzeptiert, wenn lokale Akteure (z. B. die Gemeinde oder lokale Energieversorger) Miteigentümer sind, da dies Vertrauen schafft und sicherstellt, dass lokale Interessen gewahrt bleiben.
- Abstimmungsverfahren: Die Zustimmung ist statistisch signifikant höher, wenn an Gemeindeversammlungen offen per Handheben (deliberative Logik) statt geheim abgestimmt wird. In Sedrun stimmte die Bevölkerung im August 2023 dem Projekt zu.
- Wirtschaftlicher Nutzen: Für strukturschwache Regionen wie Sedrun bieten solche Projekte wichtige Einnahmequellen und stärken die Wertschöpfung vor Ort.
Ökologie und Umweltbegleitung.
Um die Auswirkungen auf die Natur zu minimieren, werden umfangreiche Massnahmen getroffen:
- Bodenschutz: Die obere Rasenschicht wird beim Bau von Zufahrtswegen vorsichtig abgetragen, zwischendeponiert und später wieder eingesetzt, um den Lebensraum für Insekten und Pflanzen zu erhalten.
- Aussparungen: Sensible Gebiete wie Flachmoore, Trockenwiesen oder Orchideenstandorte werden im Planungsperimeter explizit ausgespart.
- Monitoring: Ein unabhängiger Umweltberater begleitet das Projekt, um die langfristigen Auswirkungen auf Flora und Fauna (z. B. Veränderung der Vegetation oder Schutz für Wildvögel) zu überwachen.
Wirtschaftlichkeit und Risiken.
Die Gesamtkosten für SedrunSolar werden auf ca. 87 Millionen Franken geschätzt:
- Finanzierung: Dank der Bundessubventionen reduzieren sich die Nettoinvestitionen auf ca. 36 Millionen Franken.
- Betriebskosten: Da alpine Anlagen hohe Kapitalkosten für Statik und Logistik haben, ist eine langfristige Wirtschaftlichkeit nur durch die höheren Winterstrompreise und Förderungen gegeben.
- Risiken: Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag oder Murgänge stellen ein permanentes Risiko für die Anlage dar. Zudem besteht ein enormer Zeitdruck, die Fristen des Solarexpress einzuhalten.
Fazit.
Die schweizerische Energiewende steht vor der Herausforderung, die Winterstromlücke zu schliessen, insbesondere da die Kernkraft schrittweise ersetzt werden muss. Alpine Photovoltaikanlagen (PV) spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie aufgrund der Höhenlage und spezieller klimatischer Bedingungen besonders im Winter hohe Erträge liefern. Das Projekt SedrunSolar gilt dabei als das erste Pionierprojekt, das im Rahmen der sogenannten „Solaroffensive“ (Solarexpress) des Bundes realisiert wird.
Das Projekt SedrunSolar ist somit ein technisches und politisches Vorreiterprojekt der schweizerischen Energiewende. Es kombiniert innovative Ingenieurskunst mit ökologischer Umsicht und zeigt, dass die Akzeptanz der lokalen Bevölkerung durch Transparenz und lokale Beteiligung gewonnen werden kann. Der Erfolg solcher Anlagen wird massgeblich davon abhängen, ob die prognostizierten Wintererträge in der Praxis die hohen Investitions- und Unterhaltskosten rechtfertigen können.
Portrait alpine Solaranlage SedrunSolar.
«Solarexpress».
Aktueller Stand beim Ausbau der alpinen Solaranlagen Schweiz, Förderziele deutlich verfehlt. Hochalpine Photovoltaik-Grossanlagen: geplante, realisierte, verworfene oder abgebrochene Projekte.
Übersicht alpine Solaranlagen Schweiz.
Alpine Solaranlagen im Bau und Ausbau.
Das Schweizer Stromnetz der Zukunft.
Disclaimer / Abgrenzung
Stromzeit.ch übernimmt keine Garantie und Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen Texte, Massangaben und Aussagen.
Bilder: © Sedrun Solar AG.
Mit herzlichen Dank an Sedrun Solar AG für die Unterstützung und das Bildmaterial.
Quellenverzeichnis (Februar 2026)
https://sedrun-solar.ch/
SWEET
https://www.youtube.com/watch?v=-yiDll_5l94
SolarSedrun – Erfolgsrezepte für alpine Photovoltaik.
Referat von Claudio Deplazes, VR-Präsident Energia Alpina, Sedrun, anlässlich eines Vortragsabends der Solargenossenschaft Liechtenstein.
https://www.youtube.com/watch?v=jS0lkI6QTEQ&t=13s
https://www.strabag.ch/aktuelles/a/news-2024/2024-10/strabag-baut-sedrunsolar
https://www.energia-alpina.ch/
https://www.zindelgruppe.ch/de/aktuelles/2024/08-19-alpine-solar-grossflaechenanlage-sedrun/
https://www.aventron.com/news/sedrun-solar.html
https://www.tagesanzeiger.ch/alpine-solaranlage-sedrun-winterthur-bezieht-winterstrom-508316669732
https://reech.ch/de/projekte/alpine-testanlage-sedrun
https://brueniger.com/projektdetail/alpines_solarkraftwerk_sedrunsolar
https://www.photovoltaik.eu/solarmodule/sedrun-solar-mit-modulen-von-axitec-errichtet
https://www.lumesa.ch/ueber-uns/meldungen/sedrunsolar
https://www.photon.info/news/axitec-liefert-hochgebirgsmodule-fuer-alpin-projekt-sedrun-solar/













