Zum Inhalt springen

Xiaomi Modellvergleich, technische Daten: SU7 (Speed Ultra 7), YU7, SU7 Ultra, YU7 GT, SU7 L, YU9, N70, N90, Vision GT.

Bis 990 PS, 102 kWh Batteriekapazität, 900 Volt, eRW 705 km CLTC, 2,6 s von 0 auf 100 km/h, 700 Tops Rechenleistung.
24. September 2026 durch
stromzeit.ch

Xiaomi Modellvergleich, technische Daten: SU7 (Speed Ultra 7), YU7, SU7 Ultra, YU7 GT, SU7 L, YU9, N70, N90, Vision GT.

24.09.2026

Welche Xiaomi Modelle gibt es und welche kommen nach Europa?


Showroom Xiaomi


Illustration © stromzeit.ch*


Xiaomi-Modellpalette.

Xiaomi hat sich innerhalb kürzester Zeit von einem Smartphone-Hersteller zu einem ernstzunehmenden Akteur auf dem Automobilmarkt entwickelt. Die Fahrzeugpalette umfasst aktuell folgende Modelle und Ankündigungen:

  • Xiaomi SU7 (Speed Ultra 7): Die sportliche, vollelektrische Fliessheck-Limousine ist Xiaomis erstes Auto (Marktstart März 2024 in China). Am 7. Januar 2026 wurde ein umfassendes Facelift mit verbesserter 800-Volt-Architektur (752 Volt bei Standard/Pro, fast 900 Volt bei Max), neuen V6s-Plus-Motoren (320 bis 690 PS) und gesteigerten Reichweiten vorgestellt.
  • Xiaomi YU7: Ein vollelektrisches Familien-SUV (4,99 m Länge), das auf derselben Plattform wie der SU7 basiert. Es ist in China extrem erfolgreich und übertrifft die Verkaufszahlen der Limousine deutlich. Es ist mit Hinterrad- oder Allradantrieb (bis zu 691 PS) ausgestattet.
  • Xiaomi SU7 Ultra: Das dreimotorige High-End-Leistungsmodell mit 1.548 PS. Er beschleunigt in 1,98 Sekunden von 0 auf 100 km/h und hält mit einer Zeit von 7:04,95 Minuten den Rekord für das schnellste Serien-Elektroauto auf der Nürburgring-Nordschleife.
  • Xiaomi YU7 GT: Die im Frühjahr 2026 registrierte Hochleistungsversion des YU7-SUVs mit 990 PS, Carbon-Keramik-Bremsen und einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h.
  • Xiaomi SU7 L: Eine für 2026 geplante Luxuslimousine mit einem um 10 bis 20 cm verlängerten Radstand für mehr Komfort im Fond.
  • Xiaomi YU9 (Codename „Kunlun“): Ein grosses, über 5,20 m langes SUV mit 3 Sitzreihen (6 oder 7 Sitze). Es wird das erste Xiaomi-Fahrzeug mit einem EREV-Antrieb (Extended-Range Electric Vehicle) sein, bei dem ein kleiner 1,5-Liter-Benziner als Generator dient, um die Gesamtreichweite auf über 1.000 km zu erhöhen.
  • Xiaomi N70 & N90: Zwei weitere grosse Familien-SUVs, die ebenfalls mit dem „Kernlin“-Hybridsystem (Benziner als Generator) betrieben werden und kombinierte Reichweiten von 1.500 km (N70) bzw. 1.700 km (N90) bieten.
  • Xiaomi Vision GT: Eine rein virtuelle, zweitürige Hypercar-Studie mit projizierten 1.900 PS, die für die Videospielreihe Gran Turismo entworfen wurde.
  • Mi Electric Motorcycle: Ein smartes, minimalistisches Elektromotorrad für den urbanen Raum.
Marktstart und Verfügbarkeit in Europa.

Offizieller Marktstart (Ab 2027): Der offizielle Verkaufsstart von Xiaomi-Fahrzeugen in Europa wurde von Xiaomi-Präsident William Lu für frühestens 2027 bestätigt. Ziel ist es, die komplette Modellpalette nach Europa zu bringen.

  • Es gibt Berichte, dass das Performance-SUV YU7 GT das erste offiziell exportierte Modell sein könnte.
  • Auch die Hybrid-SUVs N70 und N90 sollen voraussichtlich ab 2027 in Europa eintreffen.
  • Zulassungstests in Europa laufen bereits; so wurde im Juli 2025 ein SU7 Ultra in München für Tests angemeldet.

Heutige Situation über inoffizielle Importe (Grauimport): Obwohl der offizielle Start erst für 2027 geplant ist, rollen bereits jetzt vereinzelte SU7 und YU7 über freie Importeure (wie Auto China oder CEVM) auf deutschen Strassen. Dies bringt jedoch deutliche Hürden mit sich:

  1. Hohe Importkosten: Während ein SU7 in China umgerechnet ab ca. 28.000 € kostet, liegt der Preis für ein importiertes Fahrzeug in Europa inklusive Zöllen (ca. 30,7 % EU-Zollaufschlag), Transport und Homologation bei 70.000 € bis fast 100.000 €.
  2. Lade-Einschränkungen: Importierte Fahrzeuge besitzen den chinesischen GB/T-Ladeanschluss. Durch den notwendigen CCS2-Adapter wird die maximale Schnellladeleistung an europäischen Säulen von theoretisch über 300–500 kW auf ca. 90 bis 160 kW gedrosselt.
  3. Eingeschränkte Software: Das Infotainmentsystem läuft auf Englisch oder Chinesisch. Es gibt aktuell keine europäische Laderoutenplanung und keine lokalen Navigationsdaten.
  4. Service und Garantie: Es gibt kein offizielles Xiaomi-Werkstattnetz. Die Wartung und eventuelle Garantieabwicklungen müssen komplett über die Partnernetzwerke der jeweiligen Importeure laufen.


Xiaomi Mobility

Illustration © stromzeit.ch*


Empfehlung der Experten: Es wird dringend geraten, auf den offiziellen Start im Jahr 2027 zu warten, um Fahrzeuge mit nativem CCS2-Stecker, vollem Software-Funktionsumfang und regulärer Herstellergarantie zu erhalten.



Illustration / Video © stromzeit.ch*


Technische Daten im Vergleich.

Technischer Vergleich der Xiaomi-Modellpalette.

Xiaomi Modellvergleiche

Illustration © stromzeit.ch*

Modell
Fahrzeugtyp & Segment
Antriebsart
Maximale Leistung
Batteriekapazität
Reichweite (CLTC / WLTP-Schätzung)
Beschleunigung (0–100 km/h) & Höchstgeschwindigkeit (Vmax)
Abmessungen & Radstand

Xiaomi SU7 (2026 Facelift)

Elektro-Limousine

BEV (Rein elektrisch)

320 PS (Standard) bis 690 PS (Max)

73,6 kWh (LFP) bis 101 kWh (NMC) (Pro-Version: 96,3 kWh)

720 km (Standard) bis 902 km (Pro) CLTC / ~700–750 km WLTP (geschätzt) (Max-Alltag: ~500 km)

5,0 s (Standard) bis 2,6 s (Max mit Rollout) / 3,08 s (Max ab Stand) <br> Vmax: 240–265 km/h

Länge: 4,997 m, Breite: 1,97 m, Radstand: ca. 3 m

Xiaomi YU7

Elektro-SUV

BEV (Rein elektrisch)

320 PS (Standard) bis 691 PS / 508 kW (Max Allrad)

96,3 kWh (LFP) bis 101,7 kWh (NMC)

Bis zu 835 km (Standard/Pro) CLTC / ~600–650 km WLTP (geschätzt) (Max: 760 km CLTC)

3,23 s (Max) <br> Vmax: 240 km/h (Standard) bis 253 km/h (Max)

Länge: 4,99 m, Breite: 2,00 m, Höhe: 1,60 m, Radstand: 3.000 mm

Xiaomi YU7 GT

Hochleistungs-Elektro-SUV

BEV (Rein elektrisch, Dualmotor-Allrad)

738 kW / ca. 990 PS (teilweise mit 1.003 PS angegeben)

knapp 102 kWh

650 km bis zu 705 km CLTC (im Idealfall)

ca. 2,0 s (geschätzt) / 2,9 s <br> Vmax: 300 km/h

Länge: ca. 5,00 m, Breite: 2,00 m, Höhe: 1,60 m, Radstand: 3.000 mm

Xiaomi SU7 L

Luxuslimousine

BEV (Rein elektrisch)

Basiert auf SU7-Technik (genaue Leistung nicht im Detail spezifiziert)

Basiert auf SU7-Technik (Kapazität nicht im Detail spezifiziert)

Genaue Reichweite nicht im Detail spezifiziert

Genaue Werte nicht im Detail spezifiziert

Radstand gegenüber SU7 um 10 bis 20 cm verlängert

Xiaomi YU9 (Kunlun)

Grosser 3-Reihen-Familien-SUV (6–7 Sitze)

EREV (E-Antrieb mit 1,5l-Benziner als Generator)

Elektro-Antriebsmotoren (Systemleistung nicht im Detail spezifiziert)

über 80 kWh

Rein elektrisch: ~400 km / Gesamtreichweite: über 1.000 km CLTC

Genaue Werte nicht im Detail spezifiziert

Länge: über 5,20 m

Xiaomi N70

Grosses Familien-SUV

EREV (Kernlin-Hybridsystem mit 150 PS Benziner als Generator)

Elektro-Antriebsmotoren (Systemleistung nicht im Detail spezifiziert)

Nicht im Detail spezifiziert

Gesamtreichweite: 1.500 km kombiniert

Genaue Werte nicht im Detail spezifiziert

Nicht im Detail spezifiziert

Xiaomi N90

Grosses Familien-SUV

EREV (Kernlin-Hybridsystem mit 150 PS Benziner als Generator)

Elektro-Antriebsmotoren (Systemleistung nicht im Detail spezifiziert)

Nicht im Detail spezifiziert

Gesamtreichweite: 1.700 km kombiniert

Genaue Werte nicht im Detail spezifiziert

Nicht im Detail spezifiziert

 Wichtige technische Trends der Modellpalette:
  • Der Wechsel auf EREV (Extended Range Electric Vehicle): Bei den grossen SUVs ab 5,20 m Länge (YU9, N70, N90) verabschiedet sich Xiaomi vom reinen Batterieantrieb. Hier kommt das „Kernlin“-Hybridsystem zum Einsatz. Ein kompakter 1,5-Liter-Benziner (mit 150 PS) treibt dabei niemals die Räder direkt an, sondern agiert während der Fahrt ausschliesslich als Generator, um die Batterie zu laden und enorme Gesamtreichweiten von 1.000 bis 1.700 km zu ermöglichen.
  • Verbesserte Lade-Architektur: Mit dem Facelift 2026 hat Xiaomi die Lade-Performance der Limousine (SU7) massiv angehoben. Während frühere Basisvarianten teilweise noch auf 400 Volt setzten, nutzen nun alle Varianten mindestens eine 752-Volt-Architektur (die Max-Version fast 900 Volt / 897 V).
  • Sicherheits-Upgrades: Alle neuen Fahrzeuge (wie das SU7-Facelift und der YU7) sind mittlerweile serienmässig mit einem LiDAR-Sensor, einem 4D-Millimeterwellenradar sowie dem neuen Nvidia Drive AGX Thor-Chip mit 700 Tops Rechenleistung für hochautomatisiertes Fahren ausgestattet.


Xiaomi Evolution

Illustration © stromzeit.ch*

Reichweite im Detail im Vergleich.

Die Reichweiten der Xiaomi-Modelle unterscheiden sich stark und hängen massgeblich von der Antriebstechnologie ab. Während die Limousinen und kompakteren SUVs auf rein batterieelektrische Antriebe (BEV) setzen, nutzen die grossen Oberklasse-SUVs hocheffiziente Verbrennungs-Generatoren zur Reichweitenverlängerung (EREV).

Xiaomi ReichweitenBild

Illustration © stromzeit.ch*

Hier ist die detaillierte Aufschlüsselung und der Vergleich der einzelnen Modelle:

1. Die rein elektrischen Modelle (BEV).


Xiaomi SU7 (Limousine).

Das Facelift-Modell des SU7 bietet je nach Ausführung unterschiedliche Akkugrössen und hocheffiziente Elektromotoren:

  • Standard-Variante: Mit einem Akku von ca. 73 bis 73,6 kWh (LFP) erzielt sie eine CLTC-Reichweite von 720 km.
  • Pro-Variante (Reichweiten-Champion): Ausgestattet mit einem 96,3 kWh LFP-Akku kommt dieses Modell auf eine enorme CLTC-Reichweite von 902 km. Für Europa entspricht dies einer realistischen WLTP-Schätzung von 700 bis 750 km (unter guten Bedingungen sogar bis zu 800 km).
  • Max-Variante (Topmodell): Nutzt eine 101,7 kWh NMC-Batterie für eine CLTC-Reichweite von 835 km (teilweise auch mit 840 km angegeben). Im realen europäischen Alltag sind etwa 500 km zu erwarten.
  • Autobahn-Realität (Worst-Case): Bei konstanten 130 km/h auf der Autobahn (gemessen bei 10 °C Aussentemperatur) sinkt die Reichweite des Max-Modells durch den Luftwiderstand auf 400 bis 437 km.
  • Lade-Reichweite: Dank des Upgrades auf eine echte 800-Volt-Architektur (fast 900 Volt beim Max) können an einer entsprechend schnellen Ladesäule in China in nur 15 Minuten bis zu 670 km Reichweite nachgeladen werden.
Xiaomi YU7 (Familien-SUV).

Das grössere und schwerere Familien-SUV basiert auf derselben Plattform wie der SU7, büsst jedoch aufgrund seines SUV-Formats und des höheren Luftwiderstands (CW-Wert von 0,245) etwas Reichweite ein:

  • Standard-Variante (Heckantrieb): Mit der 96,3 kWh LFP-Batterie erreicht sie bis zu 835 km CLTC, was im europäischen WLTP-Standard auf etwa 550 bis 580 km bzw. geschätzte 600 bis 650 km schrumpft.
  • Pro-Variante (Allrad): Nutzt denselben 96,3-kWh-Akku, erzielt jedoch aufgrund des zusätzlichen Motors eine geringere CLTC-Reichweite von 770 km.
  • Max-Variante (Allrad, 690 PS): Ist mit der grösseren 101,7 kWh NMC-Batterie ausgestattet und erzielt eine CLTC-Reichweite von 760 km.
  • Mischbetrieb-Richtwert: Für den europäischen Alltag wird die YU7-Reichweite über alle Versionen hinweg grob auf 500 km (plus/minus) geschätzt.
Xiaomi YU7 GT (Performance-SUV).

Diese Hochleistungsversion des YU7 kombiniert brute Sportwagen-Performance mit einer alltagstauglichen Reichweite:

  • Batterie: Knapp 102 kWh Kapazität.
  • Reichweite: Ermöglicht eine rein elektrische CLTC-Reichweite von bis zu 650 km im Normalbetrieb. Unter absoluten Idealbedingungen sind laut offiziellen Dokumenten bis zu 705 km möglich.
Xiaomi SU7 L (Luxuslimousine mit langem Radstand).
  • Für die um 10 bis 20 cm verlängerte Komfort-Version des SU7 sind in den Quellen keine spezifischen Reichweiten- oder Akkudaten genannt. Da das Fahrzeug jedoch technologisch direkt auf dem normalen SU7 basiert, dürften die Werte ähnlich, wenn auch aufgrund des höheren Gewichts minimal niedriger ausfallen.
2. Die Hybrid-Modelle mit Reichweitenverlängerer (EREV).

Um Kunden die Reichweitenangst komplett zu nehmen, setzt Xiaomi bei seinen grössten Modellen auf ein EREV-System (Extended-Range Electric Vehicle). Ein kompakter 1,5-Liter-Benziner treibt dabei niemals die Räder direkt an, sondern arbeitet rein als Generator, um die Batterie während der Fahrt zu laden.

Xiaomi YU9 (Grosser 6- bis 7-Sitzer-SUV).
  • Batterie: Über 80 kWh Kapazität.
  • Rein elektrische Reichweite: ca. 400 km.
  • Gesamtreichweite (Hybrid): Steigt durch den Einsatz des Verbrennungs-Generators im CLTC-Zyklus auf über 1.000 km.
Xiaomi N70 & N90 (Grosse Familien-SUVs).

Diese beiden Flaggschiff-SUVs nutzen das „Kernlin“-Hybridsystem mit einem 150 PS starken Benzin-Generator und erzielen gigantische Distanzen:

  • Xiaomi N70: Erreicht eine kombinierte Gesamtreichweite von 1.500 km.
  • Xiaomi N90: Erreicht eine kombinierte Gesamtreichweite von 1.700 km (theoretisch genug für eine Nonstop-Fahrt von Berlin nach Rom).

 Zusammenfassender Reichweiten-Vergleich (CLTC-Werte).

Modell
Batterietyp & -kapazität
Elektrische Reichweite (CLTC)
Gesamtreichweite (inkl. Generator)

SU7 Standard

73,6 kWh LFP

720 km

SU7 Pro

96,3 kWh LFP

902 km

SU7 Max

101,7 kWh NMC

835 km

YU7 Standard

96,3 kWh LFP

835 km

YU7 Pro

96,3 kWh LFP

770 km

YU7 Max

101,7 kWh NMC

760 km

YU7 GT

~102 kWh

650 – 705 km

SU7 L

Keine genauen Daten

Anlehhnend an SU7

YU9 (Kunlun)

>80 kWh

~400 km

Über 1.000 km

N70

Keine genauen Daten

Rein elektrisch k.A.

1.500 km

N90

Keine genauen Daten

Rein elektrisch k.A.

1.700 km

Hinweis: Die CLTC-Angaben aus China sind sehr optimistisch. Für den realistischen europäischen Alltag (WLTP) sollte man bei den reinen Elektroautos (BEV) mit einem Abschlag von etwa 20 bis 25 % rechnen.

Batteriestärken und Zellchemien im Vergleich.

Bei den Batterietechnologien der Xiaomi-Modelle lässt sich eine klare Zweiteilung beobachten: Die kompakteren Limousinen und SUVs nutzen rein batterieelektrische Systeme (BEV) mit unterschiedlichen Architekturen, während die grossen Oberklasse-SUVs auf reichweitenverlängernde Hybridsysteme (EREV) setzen. Der primäre Batterielieferant für Xiaomis Elektroplattformen ist der Weltmarktführer CATL.

Hier ist der detaillierte Vergleich der Batteriestärken, Spannungen und Zellchemien für die angefragten Modelle:

1. Rein elektrische Modelle (BEV).

Xiaomi SU7 (Limousine).

Mit der Modellpflege (Facelift 2026) wurden die elektrischen Architekturen der Limousine grundlegend überarbeitet:

  • SU7 Standard: Ausgestattet mit einer 73,6 kWh Batterie. Als Zellchemie kommt LFP (Lithium-Eisenphosphat) zum Einsatz. Die Systemspannung liegt bei 752 Volt.
  • SU7 Pro: Nutzt eine grössere 96,3 kWh Batterie. Auch hier wird die LFP-Zellchemie verbaut. Die Spannung beträgt ebenfalls 752 Volt.
  • SU7 Max (Topmodell): Verfügt über eine 101 kWh bis 101,7 kWh grosse Batterie. Bei der Zellchemie setzt Xiaomi hier auf leistungsfähigere NMC-Zellen (Nickel-Mangan-Cobalt) von CATL in einer modernen Cell-to-Pack-Bauweise. Die Max-Variante arbeitet mit einer echten Hochvolt-Spitzenarchitektur von 897 Volt.
Xiaomi YU7 (Familien-SUV).

Das auf derselben Plattform („Modena“) basierende SUV nutzt ähnliche Batteriekonfigurationen wie die Limousine, kombiniert mit Siliziumkarbid-Wechselrichtern:

  • YU7 Standard & Pro: Beide Versionen sind mit einer 96,3 kWh Batterie ausgestattet. Als Zellchemie dient LFP.
  • YU7 Max: Besitzt eine 101,7 kWh grosse Batterie mit NMC-Zellchemie.
  • Spannungslage: Das System arbeitet auf einer 800-Volt-Architektur (beim Max-Modell mit einer Spitzenfähigkeit von bis zu 897 Volt).
Xiaomi YU7 GT (Performance-SUV).
  • Kapazität: Der Akku dieser Sportvariante bietet eine Kapazität von knapp 102 kWh. Aufgrund der massiven Auslegung wiegt die Batterieeinheit allein bereits deutlich über 600 kg.
  • Zellchemie: In den vorliegenden Quellen wird die genaue Zellchemie des YU7 GT nicht explizit genannt. Aufgrund der Leistungswerte und Kapazität liegt eine Verwandtschaft zur NMC-Batterie des YU7 Max nahe, dies ist jedoch nicht namentlich in den Dokumenten verifiziert.
Xiaomi SU7 L (Luxuslimousine mit langem Radstand).
  • Kapazität & Zellchemie: Da dieses Modell eine verlängerte Version des SU7 darstellt, basiert es technologisch direkt auf dessen Plattform. Die Quellen enthalten jedoch keine spezifischen technischen Daten zu den genauen Batteriestärken oder der Zellchemie des SU7 L.
2. EREV-Modelle (Extended-Range Electric Vehicle).

Bei den ganz grossen SUVs verabschiedet sich Xiaomi vom rein batterieelektrischen Konzept und nutzt einen Benzinmotor ausschliesslich als Generator zur Stromerzeugung an Bord.

Xiaomi YU9 (Codenname „Kunlun“).
  • Kapazität: Dieses über 5,20 Meter lange 3-Reihen-SUV verfügt über ein Batteriepaket von mehr als 80 kWh Kapazität.
  • Zellchemie: Die genaue Zellchemie für dieses EREV-Modell wird in den Quellen nicht aufgeführt.
Xiaomi N70 & N90 (Grosse Familien-SUVs).
  • Kapazität & Zellchemie: Diese beiden Modelle nutzen das „Kernlin“-Hybridsystem, bei dem ein 150 PS starker 1,5-Liter-Benziner als Generator dient. In den Quellen gibt es keine detaillierten Angaben zu den genauen Kapazitäten (kWh) oder der Zellchemie der in diesen Fahrzeugen verbauten Batterien.

Zusammenfassende Übersicht.

Modell
Batteriestärke (Kapazität)
Zellchemie
Systemspannung (Architektur)

SU7 Standard

73,6 kWh

LFP

752 V

SU7 Pro

96,3 kWh

LFP

752 V

SU7 Max

101,0 – 101,7 kWh

NMC (CATL Cell-to-Pack)

897 V

YU7 Standard / Pro

96,3 kWh

LFP

800 V

YU7 Max

101,7 kWh

NMC

897 V (Spitzenwert)

YU7 GT

knapp 102 kWh

Nicht in den Quellen genannt

800 V-Klasse

SU7 L

Keine genauen Quellendaten

Keine genauen Quellendaten

Basiert auf SU7-Technik

YU9 (Kunlun)

über 80 kWh

Nicht in den Quellen genannt

EREV-Hybridsystem

N70

Keine genauen Quellendaten

Nicht in den Quellen genannt

EREV (Kernlin-System)

N90

Keine genauen Quellendaten

Nicht in den Quellen genannt

EREV (Kernlin-System)

Ladezeiten und Ladeinfrastruktur im Vergleich.

Die Ladeleistung, Ladezeiten und die ladebezogene Infrastruktur der Xiaomi-Modelle hängen massiv davon ab, ob es sich um ein rein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) oder ein Hybrid-Modell mit Reichweitenverlängerer (EREV) handelt. Zudem gibt es drastische Unterschiede zwischen der Nutzung in China und der aktuellen Situation beim Import nach Europa.

Hier ist die detaillierte Aufschlüsselung im Vergleich:

1. Rein elektrische Modelle (BEV).

Bei den vollelektrischen Modellen setzt Xiaomi auf modernste Hochvoltarchitekturen (mindestens 800-Volt-Klasse), was auf dem chinesischen Markt zu extrem kurzen Ladezeiten führt.

Xiaomi SU7 (Limousine, Facelift 2026).
  • Architektur & Ladeleistung: Mit dem Facelift 2026 wurde die Plattform aufgerüstet. Die Versionen Standard und Pro arbeiten nun mit 752 Volt, während das Topmodell Max (sowie der Ultra) auf fast 900 Volt (897 V) kommt. Das Max-Modell verfügt über eine 5.2C-Schnellladerate und erreicht in China eine maximale Ladeleistung von 490 kW.
  • Ladezeiten (in China):

    • Standard & Pro (LFP-Batterien): Der Ladevorgang von 10 auf 80 % dauert ca. 20 Minuten.
    • Max (NMC-Batterie): Dank der extremen C-Rate lädt die 101,7-kWh-Batterie von 10 auf 80 % in nur 12 Minuten (bzw. 11 Minuten beim baugleichen Akku des Ultra).
    • Reichweiten-Zuwachs: Unter Idealbedingungen lassen sich in nur 15 Minuten bis zu 670 km Reichweite nachladen (beim Vorgänger waren es noch 510 km).
  • AC-Laden (Wechselstrom): Der Onboard-Charger unterstützt serienmässig 11 kW. Ein Laden mit 22 kW AC ist nicht möglich. Eine Vollladung an der heimischen Wallbox dauert etwa 9 bis 10 Stunden.
Xiaomi YU7 (Familien-SUV).
  • Architektur & Ladeleistung: Der YU7 basiert auf derselben Modena-Plattform mit einer 800-Volt-Architektur (SiC) und einer Spitzenfähigkeit von bis zu 897 Volt beim Max-Modell. Die maximale Ladeleistung an ultraschnellen Ladesäulen liegt bei bis zu 500 kW.
  • Ladezeiten (in China):

    • Standard (96,3 kWh LFP): Lädt von 10 auf 80 % in 21 Minuten.
    • Max (101,7 kWh NMC): Der Ladevorgang von 10 auf 80 % gelingt in ebenfalls nur 12 Minuten (5.2C-Laderate).
    • Reichweiten-Zuwachs: In 15 Minuten Schnellladen können bis zu 620 km Reichweite regeneriert werden.
  • AC-Laden: Auch hier ist das AC-Laden auf 11 kW begrenzt.
Xiaomi YU7 GT (Performance-SUV).
  • Technik: Der YU7 GT nutzt ein Akku-Paket von knapp 102 kWh auf einer 800-Volt-Plattform. Da es sich um die extrem sportliche Auskopplung des YU7 handelt, teilt er sich die hochentwickelte Lade-Architektur der Modellreihe, wenngleich in den Quellen keine separaten, abweichenden Ladezeiten explizit für den GT ausgewiesen sind.
Xiaomi SU7 L (Langversion).
  • Da dieses Modell die um 10 bis 20 cm verlängerte Komfort-Limousine des SU7 darstellt, greift es technologisch eins zu eins auf die 800V/900V-Plattform der Limousine zurück. Spezifische, abweichende Ladezeiten oder abweichende Batteriearchitekturen sind für die L-Variante in den Quellen jedoch nicht separat beziffert.

2. Hybrid-Modelle mit Reichweitenverlängerer (EREV).


Xiaomi YU9, N70 & N90.

Bei diesen drei Modellen verlässt Xiaomi den Pfad des reinen Batterieantriebs (BEV). Stattdessen kommt das „Kernlin“-Hybridsystem zum Einsatz, bei dem ein 1,5-Liter-Benziner (mit 150 PS) ausschliesslich als Generator arbeitet, um die Batterie während der Fahrt zu laden.

  • Ladeinfrastruktur-Vorteil: Für diese Fahrzeuge ist die Schnelllade-Infrastruktur im Alltag zweitrangig. Fahrer müssen auf Langstrecken keine Ladesäulen suchen, da der Generator die Batterie puffert und Reichweiten von 1.000 km (YU9), 1.500 km (N70) bis hin zu 1.700 km (N90) ermöglicht.
  • Ladezeiten: Genaue DC-Ladezeiten für die EREV-Modelle sind in den Quellen nicht spezifiziert, die Batteriekapazität des YU9 liegt jedoch bei über 80 kWh und bietet eine rein elektrische Reichweite von ca. 400 km.

 

3. Ladeinfrastruktur im Vergleich: China vs. Europa.

Die theoretisch phänomenalen Ladeleistungen der Xiaomi-Fahrzeuge lassen sich derzeit in Europa nur unter erheblichen Einschränkungen nutzen.

Laden in China (Idealzustand).
  • In China ist die Ladeinfrastruktur auf extrem hohe Leistungen vorbereitet. Dortige HPC-Säulen (High Power Charger) liefern oft über 480 kW bis 500 kW Leistung. Die Fahrzeuge nutzen nativ den chinesischen GB/T-Standard und kommunizieren fehlerfrei mit dem Ladenetzwerk, um die 12-Minuten-Ladezeit (10–80 %) real zu erreichen.
Laden in Europa (Aktuelle Import-Problematik).

Wenn man aktuell einen SU7 oder YU7 als Grauimport in Deutschland fährt, stösst das System an vier fundamentale Barrieren:

  1. Die Adapter-Bremse: Europäische Ladesäulen nutzen den CCS2-Standard. Importierte Xiaomis besitzen jedoch die chinesische GB/T-Ladebuchse. Man muss einen klobigen, externen Hochleistungs-Adapter verwenden.
  2. Drastische Leistungsdrosselung: Dieser Adapter verhindert das Ausschöpfen der 800V-Technik. Die maximale Ladeleistung wird stark limitiert. Die Angaben der Importeure und Tests variieren hierbei: Manche Quellen nennen ein Limit von nur 90 kW, andere 120 kW, 130 kW oder maximal 160 kW. Der Ladevorgang von 10 auf 80 % verlängert sich dadurch auf ca. 25 bis 30 Minuten (bzw. im Extremfall bis zu einer Stunde).
  3. Fehlende Software-Integration: Da das Navigationssystem des HyperOS-Betriebssystems aktuell nur auf China ausgelegt ist, besitzt das Fahrzeug keine europäischen Ladekarten und keine automatische Vorkonditionierung (Vortemperierung) des Akkus vor dem Erreichen einer Ladesäule. Man muss Ladesäulen manuell via Smartphone (z. B. Apple CarPlay) ansteuern, wodurch das Auto nicht weiss, dass es bald laden soll.
  4. Zukunftsaussicht ab 2027: Erst mit dem offiziellen Europa-Marktstart (frühestens 2027) werden die Fahrzeuge mit nativ verbauten CCS2-Anschlüssen, voller europäischer Software-Navigation und voller Ladeleistung an europäischen High-Speed-Ladernetzen (wie Electra mit bis zu 400 kW) ausgeliefert.

Performance von 0 auf 100 Km im Vergleich.

Die Beschleunigungswerte von 0 auf 100 km/h verdeutlichen den sportlichen Charakter der Xiaomi-Fahrzeuge, zeigen aber auch deutliche Unterschiede zwischen den reinen Elektroautos (BEV) und den grossen Modellen mit Reichweitenverlängerer (EREV).

Hier ist der detaillierte Vergleich für die angefragten Modelle:

1. Xiaomi SU7 (Limousine).

Die sportliche Elektro-Limousine bietet je nach Modellvariante und Messverfahren unterschiedliche Sprintzeiten:

  • Standard-Version: Beschleunigt laut Datenblatt des Herstellers in 5,0 Sekunden. Neuere Werksangaben für das Facelift ohne den in den USA üblichen "Rollout" (Anlauf) nennen 5,28 Sekunden.
  • Pro-Version: Benötigt aufgrund der grösseren LFP-Batterie und des höheren Gewichts 5,7 Sekunden.
  • Max-Version (Allrad mit 690 PS): Die klassische Werksangabe (mit Rollout) liegt bei 2,6 Sekunden bis 2,78 Sekunden (teilweise auch mit 2,75 Sekunden angegeben). Ohne Rollout – also aus dem kompletten Stand gemessen – beträgt der offizielle Wert für das überarbeitete Facelift-Modell 3,08 Sekunden. In unabhängigen europäischen Tests auf abgesperrter Strecke wurden 3,2 Sekunden gemessen.
2. Xiaomi YU7 (Familien-SUV).

Obwohl der YU7 ein grosses Familien-SUV ist, profitiert er von der Modena-Plattform der Limousine und liefert sportwagenähnliche Fahrleistungen:

  • Standard-Variante (Heckantrieb, 320 PS): Erreicht die 100 km/h in 5,9 Sekunden.
  • Pro-Variante (Allrad, 496 PS): Absolviert den Sprint in 4,27 Sekunden (einzelne Fahrberichte für Heckantriebs-Varianten nennen 4,5 Sekunden).
  • Max-Variante (Allrad, 690 PS): Katapultiert sich dank einer Systemleistung von 508 kW in 3,23 Sekunden (bzw. glatt 3,2 Sekunden laut offizieller Präsentation) auf Landstrassentempo.
3. Xiaomi YU7 GT (Performance-SUV).

Diese Hochleistungsversion des SUVs mit 990 PS wurde gezielt für maximale Dynamik entwickelt:

  • Die offizielle vorläufige Schätzung für die Beschleunigung liegt bei rund 2 Sekunden.
  • Im europäischen Kontext wird die tatsächliche Sprintzeit mit 2,9 Sekunden beziffert.

Xiaomi

Illustration © stromzeit.ch*


4. Xiaomi SU7 L (Luxuslimousine).
  • Für diese um 10 bis 20 cm verlängerte Komfort-Version des SU7 sind in den Quellen keine spezifischen Beschleunigungswerte genannt. Da das Auto jedoch technologisch auf dem normalen SU7 basiert, aber durch den verlängerten Radstand spürbar schwerer ausfällt, dürfte die Zeit minimal über den Werten der Standard-Limousine liegen.
5. Die EREV-Modelle: Xiaomi YU9, N70 und N90.

Bei den ganz grossen SUVs verabschiedet sich Xiaomi von der reinen Batterie-Elektrizität und nutzt stattdessen einen 1,5-Liter-Benziner als reinen Generator zur Stromerzeugung an Bord:

  • Xiaomi YU9 (Codenname „Kunlun“): Für das über 5,20 m lange 3-Reihen-SUV liegen in den Quellen keine konkreten Messwerte für den 0-100-Sprint vor.
  • Xiaomi N70 & N90: Auch für diese beiden Flaggschiff-SUVs mit dem „Kernlin“-Hybridsystem sind keine Beschleunigungsdaten in den Unterlagen enthalten. Der Fokus liegt bei diesen Modellen konsequent auf Komfort und enormen Gesamtreichweiten von bis zu 1.700 km.

Software-Features im Vergleich.

Das softwareseitige Herzstück der Xiaomi-Fahrzeuge ist das hauseigene Betriebssystem HyperOS. Dieses System realisiert das Konzept von „Mensch, Auto und Zuhause“ (Human Car Home), bei dem das Fahrzeug nahtlos mit Smartphones, Tablets, Smart-Home-Geräten und Wearables vernetzt ist. Fahrer können beispielsweise von unterwegs direkt aus dem Auto smarte Haushaltsgeräte steuern – wie das Einschalten des Wasserkochers, das Öffnen von Toren oder das automatische Ausschalten des Fernsehers und Starten des Saugroboters, sobald man das Haus verlässt.

Die Benutzeroberfläche auf dem hochauflösenden 16,1-Zoll-3K-Zentraldisplay läuft extrem flüssig und bietet eine intuitive Bedienung mit anpassbaren Widgets sowie detaillierten 3D-Renderings des Autos zur Steuerung physischer Funktionen wie der Sitze oder des Spoilers. Das System läuft auf einem leistungsstarken Snapdragon-Prozessor und ist zudem vollständig kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto.

Display-Konzepte im Vergleich.

Bei den Anzeige-Konzepten gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Karosserieformen:

  • Xiaomi SU7 (Limousine): Bietet ein sportliches Layout mit einem physischen Tacho direkt vor dem Fahrer, der sich beim Starten des Fahrzeugs elektrisch umdreht, sowie ein massives 29-Zoll augmented-reality Head-Up-Display (AR-HUD) zur Projektion von Navigationsdaten, Reifendruck und Assistenzgrafiken.
  • Xiaomi YU7 (Familien-SUV): Verzichtet auf ein klassisches Instrumentendisplay hinter dem Lenkrad. Stattdessen kommt hier das über ein Meter breite „HyperVision“-Panoramadisplay direkt unter der Windschutzscheibe zum Einsatz. Dieses ist in drei separate Anzeigebereiche unterteilt, um dem Fahrer wichtige Informationen im Blickfeld anzuzeigen und die Ablenkung auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Xiaomi SU7 L (Luxuslimousine): Basiert softwareseitig auf der Limousine, steuert jedoch zusätzliche Luxus- und Komfortfeatures im verlängerten Fond an, um das Mitreisen für Passagiere so angenehm wie möglich zu gestalten.
Der interaktive KI-Begleiter.

Ein spielerisches, aber zentrales Feature in HyperOS ist der interaktive KI-Begleiter in Form eines animierten Avatars. Standardmässig handelt es sich hierbei um einen Otter oder ein Kapibara (im überarbeiteten SU7-Facelift wurden auch Katzen und Vögel hinzugefügt). Dieser Avatar reagiert in Echtzeit auf das Fahrgeschehen: Biegt man etwa zügig in eine Kurve ab, klammert sich der Otter virtuell an den Rand des Displays und weht im Wind. Zudem lässt sich das digitale Aussehen des Avatars verändern, indem man physische, magnetische Stofftiere (Plushies) im Cockpit platziert, was die Software sofort erkennt.

Tiefe Integration von physischem Zubehör.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Xiaomi-Plattform ist die Möglichkeit, physische Erweiterungen direkt in das Software-Ecosystem einzubinden:

  • Smarte Tablet-Integration: Über sogenannte „Smart Ports“ an den Rückseiten der Sitze lassen sich Xiaomi-Tablets (sowie iPads oder Android-Tablets) magnetisch einkoppeln. Diese synchronisieren sich sofort mit dem Auto-Ecosystem und ermöglichen den Fondpassagieren die komplette Steuerung von Klimaanlage, Sitzheizung, Musik und Navigation. Alternativ steht beim YU7 und SU7 ein kleinerer, herausnehmbarer Bildschirm im Fond bereit.
  • Der Xiaomi Smart Button: An bestimmten Montagepunkten im Cockpit kann ein programmierbarer physischer Knopf magnetisch befestigt werden, dem der Nutzer über das System eigene Kurzbefehle zuweisen kann – wie das Aktivieren der entspannenden Zero-Gravity-Liegeposition der Vordersitze, der Massage oder der Lenkradheizung.
  • Ansteckbare Tasterleiste: Wer trotz des Touchscreens physische Knöpfe bevorzugt, kann eine optionale Tasterleiste (Displayklaviatur) magnetisch unter dem Bildschirm andocken. Die Software bindet diese sofort ein, sodass Funktionen wie Temperatur, Gebläse, Luftfahrwerk oder Heckspoiler haptisch gesteuert werden können.
Fahrassistenz und Performance-Software.

Sowohl der SU7, der YU7 als auch das Performance-SUV Xiaomi YU7 GT nutzen LiDAR-Sensoren und ein Nvidia-Drive-Thor-System mit enormen 700 TOPS Rechenleistung zur Steuerung der Fahrassistenten.

  • Autonomes Fahren (HAD): In China ermöglicht dies das Hyper Autonomous Driving (HAD) bzw. vollautonomes Fahren von A nach B, inklusive Ampelregelung und automatischen Spurwechseln auf der Autobahn. Herausragend ist die softwaregesteuerte Parkfunktion (Valet Parking), die das Auto in mehrstöckigen Parkhäusern völlig selbstständig nach einer Lücke suchen und einparken lässt.
  • Vorausdenkendes Fahrwerk: Das System speichert mithilfe der ADAS-Sensoren Strassenunebenheiten wie Bremsschwellen auf oft befahrenen Routen ab und hebt das Luftfahrwerk beim nächsten Mal vorausschauend automatisch an.
  • Aktive Sicherheit: Eine Regen-Erkennungssoftware passt bei nassem Untergrund die Traktionskontrolle an und dämpft abrupte Gas- und Lenkbefehle ab, um Unfälle zu vermeiden.
  • Performance-Kalibrierung: Für sportliche Fahrten steht eine dedizierte Performance-Software zur Verfügung (Trackmaster oder Master Mode). Hierüber lassen sich Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, Traktionskontrolle (TC) und die Stabilitätssysteme (ESC) feinstufig kalibrieren, um beispielsweise einen reinen Drift-Modus mit reinem Heckantrieb freizuschalten. Diese dynamische Drehmomentverteilung (Torque Vectoring) wird beim YU7 GT und dem SU7 Max aktiv genutzt, um das Fahrzeug präzise um Kurven zu drücken.
Die Hybrid-SUVs: Xiaomi YU9, N70 & N90.

Im Gegensatz zu den reinen Batteriefahrzeugen steuert die Software in diesen Modellen das hocheffiziente „Kernlin“-Hybridsystem. Ein kompakter 1,5-Liter-Benziner wird dabei von der Software so geregelt, dass er niemals die Räder direkt antreibt, sondern rein als Generator arbeitet, um die Batterie während der Fahrt bedarfsgerecht zu laden. Die Software optimiert diesen Energiepuffer im Hintergrund so intelligent, dass Gesamtreichweiten von 1.000 Kilometern beim YU9, 1.500 Kilometern beim N70 und bis zu 1.700 Kilometern beim N90 erzielt werden.

Software-Features im Vergleich.

Die Software-Features der Xiaomi-Modelle zeichnen sich durch eine tiefe Integration in das herstellereigene Ökosystem aus. Im Folgenden werden die softwarebasierten Funktionen, Schnittstellen und Bedienkonzepte der verschiedenen Modelle detailliert verglichen.

Das gemeinsame Fundament: Xiaomi HyperOS und der Ökosystem-Gedanke.

Alle Xiaomi-Fahrzeuge basieren auf dem eigens entwickelten Betriebssystem HyperOS. Das System folgt der Philosophie „Human Car Home“ (Mensch-Auto-Zuhause), bei der das Fahrzeug nicht als isoliertes Transportmittel, sondern als Erweiterung des digitalen Alltags verstanden wird.

  • Smart-Home-Schnittstelle: Aus dem Auto heraus lassen sich automatisierte Szenarien im eigenen Zuhause triggern. So können beispielsweise beim Verlassen des Hauses die Vorhänge geschlossen, der Saugroboter gestartet und der Fernseher ausgeschaltet werden – oder umgekehrt bei der Annäherung an das Haus das Garagentor geöffnet und smarte Haushaltsgeräte wie der Wasserkocher aktiviert werden.
  • Performance der Benutzeroberfläche: Die Benutzeroberfläche auf dem zentralen 16,1-Zoll-3K-Bildschirm läuft dank leistungsstarker Snapdragon-Prozessoren (wie dem Snapdragon 8 Gen 3) extrem flüssig und verzögerungsfrei. Sie bietet interaktive 3D-Renderings des Fahrzeugs, über die sich physische Elemente wie Sitze, Heckspoiler, Luftfahrwerk oder Spiegel direkt per Fingertipp steuern lassen.
  • Plattformunabhängige Konnektivität: Neben der nahtlosen Einbindung von Xiaomi-Smartphones unterstützen die Fahrzeuge auch kabelloses Apple CarPlay sowie Android Auto.
Anzeige- und Cockpitkonzepte im Vergleich.

Je nach Karosserieform und Segmentierung unterscheidet sich das visuelle Software-Layout erheblich:

  • Xiaomi SU7 (inkl. SU7 L): Die Limousinen setzen auf ein sportliches Fahrer-Layout. Vor dem Fahrer befindet sich ein physisches Tachodisplay, das sich beim Starten des Fahrzeugs elektrisch umdreht, um die digitalen Menüs freizugeben. Ergänzt wird dies durch ein riesiges augmented-reality Head-Up-Display (AR-HUD), das Fahrdaten, Assistenzgrafiken, Navigation und Reifendruck direkt auf die Strasse projiziert. Die Langversion SU7 L nutzt dieselbe Softwarebasis, steuert jedoch im Fond zusätzliche, exklusive Komfort- und Luxus-Features für Mitreisende an.
  • Xiaomi YU7 & YU7 GT: Das Familien-SUV und seine sportliche GT-Variante verzichten auf ein klassisches Tachodisplay hinter dem Lenkrad. Stattdessen kommt das „HyperVision“-Panoramadisplay zum Einsatz. Dieses über einen Meter breite Band direkt unter der Windschutzscheibe ist in drei separate Anzeigebereiche unterteilt, um dem Fahrer alle fahrrelevanten Informationen im direkten Blickfeld anzuzeigen und die Ablenkung zu minimieren.
  • Xiaomi YU9, N70 & N90: Bei diesen grossen SUVs steuert die Software die komplexe Koordination des „Kernlin“-Hybridsystems. Der kleine 1,5-Liter-Benziner treibt dabei nie die Räder an, sondern wird von der Software so geregelt, dass er als Generator die Batterie bedarfsgerecht und hocheffizient puffert. Das Energiemanagement optimiert diesen Prozess im Hintergrund, um maximale Reichweiten von bis zu 1.700 km (beim N90) zu ermöglichen.
Interaktive KI und spielerische Personalisierung.

Ein zentrales Element in HyperOS ist ein animierter Avatar auf dem Dashboard oder dem zentralen Bildschirm.

  • Dynamische Avatare: Als digitaler KI-Begleiter dienen standardmässig ein Otter oder ein Kapibara (mit der Modellpflege 2026 wurden auch Vögel und Katzen hinzugefügt). Diese Avatare interagieren dynamisch mit dem Fahrgeschehen: Bei schneller Kurvenfahrt klammert sich der virtuelle Otter beispielsweise an den Rand des Bildschirms und „weht“ im Wind.
  • Physische Plushie-Erkennung: Eine Besonderheit ist die Kopplung mit physischen, magnetischen Stofftieren (Plushies). Platziert man diese im Cockpit an dafür vorgesehenen Punkten, erkennt die Software dies und ändert das digitale Aussehen des Avatars entsprechend auf dem Display.
Physische Hardware-Erweiterungen (Accessories).

Die Software ist darauf ausgelegt, modular mit ansteckbarem Zubehör zu kommunizieren:

  • Smart Ports an den Sitzen: An den Rückseiten der Vordersitze befinden sich magnetische Steckplätze, die auch Strom übertragen. Hier eingeklinkte Xiaomi-Tablets (oder iPads) synchronisieren sich sofort mit dem Infotainmentsystem des Autos und erlauben den Fondpassagieren die komplette Steuerung von Klimaanlage, Navigation, Musik und Sitzfunktionen.
  • Der Xiaomi Smart Button: Ein frei platzierbarer, magnetischer Tastknopf lässt sich softwareseitig mit individuellen Kurzbefehlen belegen. Ein langer Druck kann beispielsweise die Zero-Gravity-Liegeposition der Sitze aktivieren.
  • Ansteckbare Tasterleiste: Für Fahrer, die haptische Knöpfe bevorzugen, lässt sich eine physische Tastaturleiste magnetisch unter dem grossen Touchscreen andocken. Die Software bindet diese sofort ein, um Funktionen wie Temperatur, Gebläse oder das Luftfahrwerk klassisch zu steuern.
Fahrassistenz und Performance-Kalibrierung.

Die reinen Elektro-Plattformen (SU7-Reihe, YU7 und YU7 GT) nutzen eine hochkomplexe Sensor-Suite (LiDAR, 4D-Millimeterwellenradar und Nvidia Drive Thor mit bis zu 700 TOPS Rechenleistung).

  • HAD (Hyper Autonomous Driving): In China ermöglicht dies vollautonomes Fahren von A nach B, inklusive selbstständiger Ampelerkennung, Spurwechseln und vollautomatischem Einparken (Valet Parking) über mehrere Etagen in Parkhäusern. Hinweis für Europa: Bei aktuellen Grauimporten funktionieren diese autonomen Funktionen und Schildererkennungen aufgrund fehlender europäischer Kartendaten und Netzanbindungen nicht.
  • Memory Suspension: Das ADAS-System kann sich Strassenunebenheiten oder Bodenschwellen auf oft gefahrenen Routen merken. Passiert man diese Stelle erneut, hebt das System das Luftfahrwerk vorausschauend automatisch an.
  • Regenerkennung: Bei nasser Fahrbahn passt eine Sensorsoftware die Traktionskontrolle an und dämpft abrupte Gas- oder Lenkbefehle, um ein Ausbrechen des Fahrzeugs zu verhindern.
  • Trackmaster & Master Mode (SU7 Max, SU7 Ultra, YU7 GT): Für sportlich ambitionierte Fahrten steht ein umfangreiches Kalibrierungswerkzeug zur Verfügung. Hierüber lassen sich Drehmomentverteilung (Torque Vectoring), Stabilitätssysteme (ESC) und Traktionskontrolle stufenlos anpassen, um beispielsweise einen reinen Drift-Modus freizuschalten.

XFahrverhalten im Vergleich.


Xiaomi SU7 (Die sportliche Limousine).
  • Fahrcharakter und Dynamik: Das Fahrverhalten des SU7 ist konsequent auf Sportlichkeit, Agilität und eine enge Anbindung an die Strasse ausgelegt. Mit der Modellpflege wurde das Fahrwerk nochmals grundlegend verfeinert. Die gehobenen Varianten nutzen eine geschlossene Zweikammer-Luftfederung mit kontinuierlicher Dämpfungsregelung (CDC). Dies sorgt für eine spürbar breitere Spreizung der Dämpfung: Im Komfortmodus federt der Wagen Unebenheiten und Bodenschwellen deutlich sanfter weg als das recht straffe Vorgängermodell, während er sich im Sportmodus extrem verhärtet, um Wankbewegungen zu minimieren. Zudem kann das System über ADAS-Sensoren Strassenschäden auf oft befahrenen Routen abspeichern und das Fahrwerk vorausschauend anheben.
  • Grip und Lenkverhalten: An der Vorderachse arbeitet eine Doppelquerlenker-Aufhängung, während hinten eine Fünflenker-Einzelradaufhängung in Kombination mit breiteren Hinterreifen (265 mm) für maximalen mechanischen Grip sorgt. Die Lenkung wird als direkt, linear und überraschend rückmeldungsstark gelobt, auch wenn einige Tester anmerken, dass die Lenkung eines Tesla Model 3 oder Polestar 4 noch eine Nuance mehr messerscharfe Präzision bietet. Das elektronische Drehmomentverteilungssystem (Torque Vectoring) verteilt die Kraft in Kurven gezielt auf die kurvenäusseren Räder und drückt die Limousine stabil um die Ecken.
  • Vergleich zu etablierten Sportwagen: Im Vergleich mit einem Porsche Taycan zeigt sich jedoch, dass die Fahrwerkskunst von Xiaomi noch nicht ganz die jahrzehntelange Expertise der Stuttgarter erreicht. Bei extremen Geschwindigkeiten ab etwa 250 km/h neigt der SU7 auf welliger Fahrbahn dazu, auf den Achsen etwas leicht zu werden – ein Phänomen, das man beim Taycan nicht spürt. Auch die Standard-Bremsanlage neigt bei wiederholten, extremen Vollbremsungen aus hohem Tempo zu spürbarem Fading, weshalb für den Rennstreckeneinsatz dringend zu den optionalen Track-Bremsbelägen und Sportreifen geraten wird.
Xiaomi YU7 (Der komfortable Familien-SUV).
  • Fahrcharakter und Dämpfung: Der YU7 basiert auf derselben Modena-Plattform wie der SU7, schlägt fahrwerkstechnisch jedoch eine völlig andere, wesentlich komfortablere Richtung ein. Als „Premium-Pampersbomber“ konzipiert, ist seine Federung weicher, lässiger und spürbar zurückhaltender abgestimmt. Die verbaute Zweikammer-Luftfederung bügelt grobe Schläge im Alltag sehr souverän aus.
  • Strassenlage: Das stattliche Leergewicht von bis zu 2,8 Tonnen ist in Kurven zwar spürbar, sorgt jedoch gleichzeitig für ein extrem sattes und stabiles Liegen auf der Strasse. Die Lenkung arbeitet leichtgängig, präzise und linear. Im dichten Verkehr überzeugt der YU7 mit einer hervorragenden Geräuschdämmung (unter anderem durch Doppelverglasung) sowie einem hocheffizienten One-Pedal-Driving-Modus, mit dem sich das schwere SUV rein über das Gaspedal geschmeidig bis zum Stillstand verzögern lässt.
Xiaomi YU7 GT (Der High-Performance-SUV).
  • Fahrcharakter und Sport-Abstimmung: Der YU7 GT bricht mit der reinen Komfort-Philosophie des Standard-SUVs und trimmt das Fahrverhalten radikal auf Dynamik. Mit einer Systemleistung von fast 1.000 PS wurde das Fahrwerk auf der anspruchsvollen Nürburgring-Nordschleife erprobt und abgestimmt, wo das Modell sogar die SUV-Rekordzeit des Audi RSQ8 unterbieten konnte.
  • Fahrstabilität: Ein speziell entwickeltes Karosserie-Kit sorgt bei hohen Geschwindigkeiten für zusätzlichen Abtrieb. Dank serienmässiger Carbon-Keramik-Bremsen bietet der GT eine extrem standfeste Verzögerung ohne Fading-Effekte. Das Fahrverhalten vermittelt trotz der höheren SUV-Sitzposition die Rückmeldung und Kurvenpräzision eines echten Sportwagens.
Xiaomi SU7 L (Die Luxuslimousine mit langem Radstand).
  • Fahrcharakter: Da dieses Modell primär für den chauffierten Transport und maximalen Komfort im Fond ausgelegt ist, unterscheidet sich sein Fahrcharakter spürbar von der agilen Basis-Limousine. Durch den um 10 bis 20 Zentimeter verlängerten Radstand liegt der SU7 L im Geradeauslauf nochmals ruhiger und stabiler auf der Autobahn. In engen Kurven oder beim schnellen Rangieren wirkt er im Vergleich zur Standard-Limousine aufgrund der Fahrzeuglänge jedoch etwas träger.
Xiaomi YU9, N70 und N90 (Die EREV-Langstrecken-SUVs).
  • Fahrcharakter der Hybrid-Plattform: Diese drei grossen Modelle nutzen ein EREV-Antriebskonzept (Extended-Range Electric Vehicle), bei dem ein kompakter Verbrennungsmotor ausschliesslich als Generator an Bord fungiert. Da die Räder immer rein elektrisch angetrieben werden, ist das Anfahr- und Beschleunigungsverhalten vollkommen linear, extrem leise und frei von typischen Schaltrucken oder Vibrationen eines klassischen Verbrenners.
  • Fokus auf Reisekomfort: Der YU9 (über 5,20 m Länge) sowie die Flaggschiff-SUVs N70 und N90 sind fahrwerkstechnisch kompromisslos auf sanftes Dahingleiten ausgelegt. Die Fahrwerke sind weich und komfortabel abgestimmt, um lange Reisen über Distanzen von bis zu 1.700 km für alle Passagiere so ermüdungsfrei wie möglich zu gestalten. Sportliche Agilität oder messerscharfes Einlenken stehen bei diesen Modellen im Hintergrund; das Fahrverhalten wird stattdessen von einer enormen Gelassenheit geprägt.

Innenraum-Ausstattung im Vergleich.

Die Innenräume der Xiaomi-Modelle zeigen eindrucksvoll, wie der Technologiekonzern seine Expertise aus der Smartphone- und Smarthome-Welt auf die Strasse bringt. Obwohl alle Fahrzeuge auf dem hauseigenen Betriebssystem HyperOS basieren und das vernetzte Konzept „Human Car Home“ verfolgen, unterscheidet sich die Ausstattung je nach Fahrzeugtyp erhebtlich.

Hier ist der detaillierte Vergleich der Innenraum-Ausstattungen und ihrer Besonderheiten:

Xiaomi SU7: Das fahrerfokussierte Sport-Cockpit.

Die sportliche Limousine ist konsequent um den Fahrer herum gestaltet und bietet eine einzigartige Mischung aus Rennsport-Atmosphäre und High-End-Elektronik:

  • Das Anzeige-Konzept: Vor dem Fahrer befindet sich ein physisches Instrumentendisplay, das sich beim Starten des Autos elektrisch umdreht. Ergänzt wird dies durch ein riesiges augmented-reality Head-up-Display (AR-HUD), das Fahrdaten direkt auf die Strasse projiziert. In der Mitte sitzt das extrem schnelle 16,1-Zoll-3K-Zentraldisplay.
  • Sportliches Gestühl: Die gesteppten Sportsitze bieten exzellenten Seitenhalt. In den höheren Varianten sind sie 18-Wege-verstellbar und besitzen aktive Seitenwangen, die sich in Kurven automatisch aufblasen, um den Körper zu stabilisieren.
  • Modularität durch Zubehör (Add-ons): Unter dem Zentralbildschirm lässt sich magnetisch eine physische Tasterleiste (Displayklaviatur) anstecken, um Klimaanlage und Lautstärke haptisch zu regeln. Zudem gibt es Halterungen für Düfte, Smartphones oder Actionkameras auf dem Armaturenbrett.
  • Smarte Details: In der Mittelkonsole befindet sich ein Kühlschrank, der in der neuesten Generation von -6 °C (für Eiscreme) bis 50 °C (zum Warmhalten von Speisen) geregelt werden kann. Auf dem Armaturenbrett interagiert ein animierter KI-Avatar (wie ein Otter oder ein Kapibara) mit dem Fahrstil. Platziert man magnetische Plüschtiere im Cockpit, erkennt die Software dies und passt das Aussehen des Avatars an.
  • Sicherheit im Fokus: Für den Notfall befinden sich gut sichtbare, rote mechanische Entriegelungsgriffe unten in den Türtaschen.
Xiaomi SU7 L: Die Chauffeurs-Limousine mit Langheck.
  • Fokus auf den Fond: Diese Variante basiert technologisch direkt auf dem normalen SU7, bietet jedoch einen um 10 bis 20 cm verlängerten Radstand.
  • Luxus-Komfort: Das gesamte Innenraum-Layout im hinteren Bereich ist für den chauffierten Transport optimiert. Die Beinfreiheit im Fond ist extrem grosszügig, und die Ausstattung ist auf maximalen Komfort und exklusive Materialien für die Passagiere in der zweiten Reihe ausgelegt.
Xiaomi YU7 & YU7 GT: Die familienfreundliche Komfort-Oase.

Das Familien-SUV nutzt zwar dieselbe Plattform, bricht im Innenraum jedoch mit dem fahrerfokussierten Sport-Layout der Limousine und setzt stattdessen auf luxuriösen Komfort für alle Mitreisenden:

  • Der HyperVision-Panoramabildschirm: Anstelle des klassischen, rotierenden Tachometers besitzt das SUV ein 1,10 Meter breites Display direkt unter der Windschutzscheibe, das in drei Bereiche unterteilt ist und alle wichtigen Fahrdaten ablenkungsfrei darstellt.
  • First-Class-Gefühl im Fond: Die Rücksitze sind extrem weich gepolstert. Ein absolutes Highlight ist die elektrisch verstellbare Rücksitzbank, deren Lehne sich auf Knopfdruck extrem weit nach hinten in eine entspannte Liegeposition neigen lässt – ein Komfortgewinn, der selbst etablierte Luxuslimousinen übertrifft.
  • Mobiles Büro & Entertainment: An den Rückseiten der Vordersitze befinden sich Smart Ports mit Stromübertragung. Hier lassen sich Xiaomi-Tablets oder iPads magnetisch einkoppeln, um das gesamte Infotainment, die Klimaanlage oder die Navigation des Fahrzeugs von hinten zu steuern. Zudem steht ein herausnehmbares, smartphonegrosses Display im Fond bereit.
  • Besonderheiten im SUV: Das SUV bietet eine integrierte Karaoke-Funktion inklusive dazugehörigem Mikrofon sowie einen riesigen vorderen Kofferraum (Frunk) mit 141 Litern Volumen, der sogar einen Wasserablassstopfen besitzt, um nasse Gegenstände zu transportieren.
  • Die Sportvariante YU7 GT: Teilt sich das grosszügige Layout und die Komfortfeatures des YU7. Allerdings ist der Innenraum durch exklusive Sport-Schalensitze, rote Kontrastelemente und vermehrtes Carbon optisch radikal auf Performance getrimmt.
Xiaomi YU9, N70 & N90: Die luxuriösen Raumriesen.

Für die ganz grossen SUVs verlässt Xiaomi das klassische Fünfsitzer-Layout und optimiert den Innenraum für maximale Personenbeförderung und Langstrecken-Komfort:

  • Xiaomi YU9: Dieses Flaggschiff-SUV ist über 5,20 Meter lang und bietet flexible Sechs- oder Siebensitzer-Layouts mit drei Sitzreihen. Die Materialien und die Verarbeitung sind auf absolutem Oberklasse-Niveau angesiedelt, um direkt mit etablierten Premium-Familien-SUVs zu konkurrieren.
  • Xiaomi N70 & N90: Diese beiden EREV-Modelle sind als luxuriöse, extrem geräumige Familien-Gleiter konzipiert. Durch das wegfallende Lade-Dilemma auf Langstrecken ist der Innenraum kompromisslos als rollendes Wohnzimmer gestaltet, bei dem hervorragende Geräuschdämmung und maximaler Langstreckenkomfort für alle Passagiere im Vordergrund stehen.

Preise im Vergleich für Deutschland, Oesterreich und die Schweiz.

In den vorliegenden Quellen gibt es keine separat ausgewiesenen offiziellen Preislisten für Österreich und die Schweiz, da die Fahrzeuge offiziell erst frühestens ab 2027 auf dem europäischen Markt starten.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz gilt jedoch aktuell dieselbe Ausgangslage: Wer heute schon ein Modell fahren möchte, muss den Weg über freie Importeure in Deutschland (wie Auto China oder CEVM) gehen. Diese wickeln den Import in Euro ab, wobei für Käufer aus Österreich und der Schweiz länderspezifische Steuern (wie die NoVA in Österreich oder die Schweizer Automobilsteuer) sowie die jeweilige nationale Mehrwertsteuer und Zollabgaben hinzuzurechnen sind.

Die folgende Tabelle vergleicht die in den Quellen genannten Preise in China, die offiziellen Schätzpreise für den europäischen Markt ab 2027 sowie die aktuellen Importpreise:

Preisvergleich der Xiaomi-Modellpalette:

Modell
Einstiegspreis in China (Umgerechnet)
Offizieller Schätzpreis für Europa (ab 2027)
Aktueller Importpreis (D / AT / CH via Importeur)

Xiaomi SU7 (Facelift)

Ab ~28.000 € <br> (Max-Version: ~40.000 €)

~35.000 – 40.000 €

~70.000 € (Max-Version) <br> bis zu ~98.000 €

Xiaomi YU7

~30.000 – 39.000 €

~45.000 – 55.000 €

~86.000 € <br> bis ~89.000 € (Max-Version)

Xiaomi YU7 GT

~50.000 € <br> bis ~55.000 – 61.000 €

Voraussichtlich ~100.000 €+ <br> (Preis verdoppelt sich durch Zölle)

Aktuell noch keine Importpreise beziffert

Xiaomi SU7 L

Keine Preisdaten in den Quellen

Keine Preisdaten in den Quellen

Keine Preisdaten in den Quellen

Xiaomi YU9

Keine Preisdaten in den Quellen

Keine Preisdaten in den Quellen

Keine Preisdaten in den Quellen

Xiaomi N70

Ab ~33.500 €

Noch keine konkreten Preise <br> (Marktstart ab 2027 geplant)

Aktuell nicht als Import verfügbar

Xiaomi N90

~38.600 € (Topausstattung)

Noch keine konkreten Preise <br> (Marktstart ab 2027 geplant)

Aktuell nicht als Import verfügbar

 Wichtige Faktoren für Käufer in Österreich und der Schweiz:
  • Der Zoll-Aufschlag bei Importen: Bei einem aktuellen Grauimport nach Europa fallen neben den Transportkosten erhebliche Abgaben an. Auf Neufahrzeuge erhebt die EU derzeit 30,7 % Importzoll (10 % regulärer Zoll + 20,7 % Ausgleichszoll für Xiaomi). Importeure umgehen einen Teil dieser Kosten legal, indem sie Fahrzeuge importieren, die in China bereits eine Kurzzeitzulassung hatten und wenige Kilometer gelaufen sind, wodurch der Zoll auf 10 % sinkt.
  • Schweizer Besonderheit: Bei der Einfuhr in die Schweiz fallen die Schweizer Mehrwertsteuer sowie die Automobilsteuer an. Da Schweizer Ladesäulen ebenfalls den CCS2-Standard nutzen, gilt auch hier die Einschränkung, dass importierte chinesische Fahrzeuge (mit GB/T-Anschluss) nur mit einem Adapter geladen werden können, was die Ladeleistung auf ca. 90 bis 160 kW drosselt.
  • Keine Daten für SU7 L und YU9: Da sich diese Modelle (wie das Luxus-SUV YU9) teilweise noch in der Erprobungsphase befinden oder länderspezifisch zurückgehalten werden, liegen hierfür noch keine verlässlichen Preiskalkulationen vor.

Vergleiche der Xiaomi Modelle mit anderen E-Autos.

Hier ist eine detaillierte Übersicht über die wichtigsten Vergleiche der Xiaomi-Fahrzeuge mit der etablierten internationalen Konkurrenz aus Europa und den USA.

1. Xiaomi SU7 (Limousine) vs. Porsche Taycan & Tesla Model 3.

Der SU7 wird oft als eine Mischung aus Porsche Panamera und Taycan bezeichnet und scherzhaft „Taera“ genannt. Dennoch positioniert er sich technisch und preislich direkt gegen das Tesla Model 3 und den Taycan:

  • Design & Ergonomie (vs. Porsche): Optisch orientiert sich der SU7 stark am Taycan. Sogar der Fahrzeugschlüssel greift Porsches Designidee auf, und das Lenkrad besitzt identische Walzen und Modus-Schalter.
  • Fahrwerk & Dynamik (vs. Porsche): Der SU7 fährt sich extrem agil und präzise. Im Grenzbereich ab ca. 250 km/h neigt der SU7 jedoch im Vergleich zum Taycan dazu, auf welliger Autobahn auf den Achsen etwas leicht zu werden. Zudem ist Porsches optionales Active Ride-Fahrwerk unerreicht geschmeidig gegenüber dem Standard-Luftfahrwerk des Xiaomi.
  • Bremsleistung (vs. Porsche): Während Porsche für extrem standfeste Bremsen bekannt ist, zeigen die Bremsen des SU7 bei intensiver Belastung (z. B. 10 aufeinanderfolgenden Vollbremsungen) spürbares Fading und verlängern den Bremsweg von anfangs ca. 37,8 m auf bis zu 40 m. Ein Taycan verzögert im Test oft nach 32 bis 33 m, der SU7 erst nach 38 bis 39 m.
  • Innenraum & Bedienung (vs. Tesla): Das Cockpit ist minimalistisch und erinnert stark an Tesla. Xiaomi bietet jedoch entscheidende Vorteile: Ein elektrisch rotierendes Instrumentendisplay vor dem Fahrer, ein gigantisches Head-up-Display und die Möglichkeit, über magnetisches Zubehör eine haptische Tastaturleiste anzustecken.
  • Praktikabilität (vs. Tesla Model 3): Der vordere Kofferraum (Frunk) des SU7 ist mit 105 Litern grösser als der des Tesla Model 3 und lässt sich elektrisch auf acht verschiedene Arten (u. a. per Sprache) öffnen.
  • Lenkung (vs. Tesla & Polestar): Tester merken an, dass ein Tesla Model 3 oder ein Polestar 4 in der Lenkung noch eine Nuance mehr messerscharfe Präzision bieten als der SU7.
2. Xiaomi SU7 Ultra vs. High-Performance-Ikonen (Tesla Model S Plaid, Porsche Taycan Turbo GT & Bugatti Chiron).

Mit dem dreimotorigen SU7 Ultra zielt Xiaomi direkt auf die Leistungsspitze der Automobilwelt:

  • Leistungsdaten: Mit 1.548 PS und 1.770 Nm Drehmoment hat der SU7 Ultra mehr Kraft als ein Bugatti Chiron (1.600 PS/1.600 Nm), ein Tesla Model S Plaid (1.020 PS) oder der Porsche Taycan Turbo GT (1.092 PS).
  • Rennstrecken-Rekord (vs. Porsche & Rimac): Mit einer Nordschleifen-Runde von 7:04,95 Minuten schlug der SU7 Ultra den Porsche Taycan Turbo GT (7:07,55) und den Rimac Nevera Time Attack (7:05,30) und krönte sich zum schnellsten viertürigen Serien-E-Auto.
  • Beschleunigung aus dem Stand (vs. Porsche): Auf dem Papier soll der Sprint von 0 auf 100 km/h in 1,98 Sekunden gelingen. Unabhängige ADAC-Messungen zeigten jedoch reale 2,98 Sekunden, da die Vorderachse des Xiaomi beim Start stark anhebt und er mit den Hufen scharrt. Unter exakt identischen Bedingungen schlug ihn ein schwächerer Taycan Turbo S auf Winterreifen mit 2,8 Sekunden, weil der Porsche seine Kraft ohne Korrekturaufwand sofort auf den Asphalt bringt. Von 100 auf 200 km/h ist der Ultra mit 3,9 Sekunden jedoch unschlagbar.
  • Batterie-Management (vs. Porsche): Bei Porsche kann man Launch Control Starts direkt hintereinander abrufen, solange die Batterie über 10 °C warm ist. Der Xiaomi hingegen muss vorab intensiv konditioniert werden (was im "Drag Mode" bis zu 6 Minuten dauert). Bei wiederholten Sprints überhitzt die Batterie des Xiaomi schneller und drosselt zum Schutz die Leistung.
3. Xiaomi YU7 vs. Ferrari Purosangue, Aston Martin DBX & Voyah Passion S.

Der YU7 begründet auf dem chinesischen Markt das Segment der „FUVs“ (Ferrari Utility Vehicles) und bedient sich frech beim europäischen Luxus-Design:

  • Exterieur (vs. Ferrari & Aston Martin): Die seitliche Silhouette imitiert fast eins zu eins den Ferrari Purosangue, während das Heck deutliche Aston Martin DBX-Anleihen zeigt. Mit genau 5,00 m Länge ist der YU7 jedoch etwas gestreckter und wirkt im Heckbereich harmonischer als das „abgehackte“ Heck des Ferrari Purosangue.
  • Fahrcharakter (vs. europäische Sport-SUVs): Trotz bis zu 690 PS ist der YU7 fahrwerkstechnisch extrem soft, komfortabel und zurückhaltend abgestimmt. Er ist kein dynamischer Kurvenräuber wie ein Porsche Cayenne, sondern ein luxuriöser „Premium-Pampersbomber“.
  • Fond-Luxus (vs. Luxuslimousinen): Der YU7 bietet im Fond eine elektrisch verstellbare Rücksitzbank, die sich extrem weit nach hinten in eine entspannte Liegeposition neigen lässt – ein Feature, das in Sachen Beinfreiheit selbst klassische Luxuslimousinen übertrifft.
  • Fahrverhalten (vs. Voyah Passion S): Im Vergleich zu seinem ersten direkten chinesischen „FUV“-Rivalen, dem Voyah Passion S, fährt sich der Xiaomi YU7 deutlich engagierter, hat eine präzisere Lenkung und eine harmonischere Kraftentfaltung. Der Voyah lenkt sich relativ gefühllos und beschleunigt ruckartiger.
4. Xiaomi YU7 GT vs. Audi RSQ8 & Porsche Cayenne Turbo GT.
  • Rennstrecken-Performance: Der 990 PS starke, vollelektrische YU7 GT wurde auf dem Nürburgring abgestimmt. Mit einer Rundenzeit von 7:34 Minuten pulverisierte er den bisherigen SUV-Rekord des Audi RSQ8 Performance und schickte auch den Porsche Cayenne zurück auf die Schulbank.
  • Ausstattung & Preis: Der YU7 GT verfügt serienmässig über Carbon-Keramik-Bremsen, ein extrem aerodynamisches Karosserie-Kit und 21-Zoll-Räder – und das zu einem chinesischen Preis von unter 50.000 €.
5. Die Hybrid-SUVs (YU9, N70, N90) vs. Herkömmliche E-SUVs (wie Mercedes GLA & Co.).

Mit dem Wechsel auf die „Kernlin“-EREV-Technologie (Extended Range Electric Vehicle) bei den grossen SUVs löst Xiaomi das Reichweiten-Dilemma herkömmlicher Elektro-SUVs:

  • Reichweite: Während ein moderner Mercedes GLA elektrisch eine WLTP-Reichweite von bis zu 657 km verspricht (die auf der Autobahn stark schrumpft), erzielen die Xiaomi-Modelle dank des hocheffizienten 1,5-Liter-Benzingenerators enorme Distanzen: 1.000 km (YU9), 1.500 km (N70) bzw. 1.700 km (N90).
  • Vorteil im Alltag: Das ist etwa siebenmal mehr Reichweite als bei herkömmlichen Elektro-SUVs. Fahrer geniessen das lautlose, rein elektrische Fahrgefühl, müssen im Stau oder auf Urlaubsreisen jedoch nie eine Ladesäule suchen.

Vergleich Xiaomi SU7 (Limousine) vs. Porsche Taycan & Tesla Model 3.

Der Xiaomi SU7 wurde als sportliche Elektro-Limousine konzipiert, die sich optisch und konzeptionell stark am Porsche Taycan orientiert (und in der Fachpresse scherzhaft als „Taera“ – eine Mischung aus Panamera und Taycan – bezeichnet wird), während er preislich und bei der minimalistischen Cockpit-Bedienung direkt das Tesla Model 3 angreift.

Die wichtigsten Unterschiede im Detail:
  • Fahrwerks- und Bremskunst: Der Porsche Taycan gilt mit seinem optionalen Active Ride-Fahrwerk und jahrzehntelanger Sportwagen-Expertise als unerreicht stabil und komfortabel. Der Xiaomi SU7 Max (ausgestattet mit einer Zweikammer-Luftfederung) federt ebenfalls sehr ordentlich und linear, wird jedoch bei extremen Geschwindigkeiten ab ca. 250 km/h auf welliger Fahrbahn etwas leicht auf den Achsen. Während Porsches Bremsen extrem standfest verzögern (ca. 32–33 Meter Bremsweg), neigen die Brembo-Bremsen des SU7 bei extremer Dauerbelastung auf der Rennstrecke zu spürbarem Fading, wobei sich der Bremsweg von anfänglich 37,8 m auf über 40 m verlängern kann. Das Tesla Model 3 setzt im Vergleich auf ein klassisches, straffes Stahlfahrwerk.
  • Beschleunigungs-Philosophie: Der SU7 Max sprintet aus dem Stand in 3,08 Sekunden (ohne Rollout) auf 100 km/h, womit er minimal schneller ist als ein Tesla Model 3 Performance (3,1 Sekunden). Ein Porsche Taycan Turbo S (mit 952 PS) beschleunigt in 2,3 Sekunden (auf Sommerreifen) und bringt seine Kraft dank ausgereifter Traktionskontrolle sofort ohne Korrekturbedarf auf den Asphalt. Zudem verlangt der Xiaomi für maximale Leistung eine längere Akku-Vorkonditionierung, während der Porsche Launch-Control-Starts beliebig oft hintereinander abrufen kann, solange der Akku über 10 °C warm ist.
  • Bedienkonzept und Ökosystem: Tesla setzt konsequent auf ein One-Screen-Design ohne Fahrer-Display oder Head-Up-Display. Xiaomi bietet das Beste aus beiden Welten: Ein extrem flüssiges 16,1-Zoll-3K-Zentraldisplay, ein elektrisch rotierendes Instrumentendisplay vor dem Fahrer und ein massives augmented-reality Head-Up-Display. Einzigartig beim SU7 ist das modulare Zubehör: Wer keine reinen Touchscreens mag, kann eine physische Tasterleiste magnetisch unter dem Bildschirm andocken. Zudem ist das System über HyperOS nahtlos mit Haushaltsgeräten und Tablets vernetzt (Konzept „Human Car Home“).
  • Laden in Europa: Der Porsche Taycan (800V-Technik) lädt an europäischen Säulen mit bis zu 320 kW. Das Tesla Model 3 lädt mit seiner 400V-Architektur. Der Xiaomi SU7 besitzt zwar eine echte 800V/900V-Spitzenarchitektur (lädt in China mit bis zu 490 kW in 11–12 Minuten von 10 auf 80 %), muss in Europa aktuell jedoch über einen GB/T-Adapter geladen werden. Dieser drosselt die Ladeleistung an europäischen HPC-Säulen auf ca. 120 bis 160 kW.

Vergleichstabelle: Xiaomi SU7 Max vs. Porsche Taycan Turbo S vs. Tesla Model 3 Highland (Dual Motor)

Kriterium
Xiaomi SU7 Max (Facelift 2026)
Porsche Taycan Turbo S (Facelift)
Tesla Model 3 Highland (Long Range)

Fahrzeugklasse & Länge

Oberklasse-Limousine; 4,997 m

Oberklasse-Sportwagen; 4,96 m

Mittelklasse-Limousine; ~4,72 m

Systemleistung

690 PS (508 kW)

952 PS (700 kW)

498 PS

Beschleunigung (0–100 km/h)

3,08 s (ohne Rollout) / 2,78 s (mit Rollout)

2,3 s (reale Messung Sommerreifen)

4,4 s (Performance-Modell: 3,1 s)

Höchstgeschwindigkeit (Vmax)

265 km/h

260 km/h

201 km/h

Batteriekapazität & Chemie

101,7 kWh NMC (CATL Cell-to-Pack)

97 kWh netto (105 kWh brutto)

~75–79 kWh (LFP/NMC)

Spannungsarchitektur

Echte 897 Volt Spitzenarchitektur

800 Volt Hochvoltsystem

400 Volt Systemspannung

Reichweite (WLTP)

~700 km (geschätzt) (Real Autobahn 130 km/h: ~437 km)

614 km (Kombiniert)

629 km

Ladeleistung in Europa

120–160 kW (gedrosselt durch GB/T-CCS2-Adapter)

Bis zu 320 kW nativ an CCS2

Bis zu 250 kW nativ an Superchargern

Cockpit-Ausstattung

16,1" 3K Touchscreen, rotierendes Tacho, 29" AR-HUD, physische Zubehörtasten

Fahrer-Tacho, optionales Beifahrerdisplay, kleine HUD-Projektion, mechanische Tasten

Ausschliesslich ein zentraler 15"-Touchscreen; kein Tacho vor dem Fahrer, kein HUD

Frunk-Volumen (Kofferraum vorn)

105 Liter (elektrisch öffnend)

84 Liter (manuell)

88 Liter (manuell)

Einstiegspreis in Europa

~35.000 – 40.000 € (Schätzung für 2027 ab Werk) / aktuell ca. 70.000 € als Import

Ab 114.200 € (Turbo S ab 212.400 €)

Ab 42.990 €

Vergleich Xiaomi SU7 Ultra vs. High-Performance-Ikonen (Tesla Model S Plaid, Porsche Taycan Turbo GT & Bugatti Chiron).


Der Leistungsvergleich: Brutale Zahlen gegen etablierte Ikonen.

Der Xiaomi SU7 Ultra dringt mit seinen Leistungsdaten in Sphären vor, die bisher exklusiven Hypercars und extremen Rennstrecken-Spezialisten vorbehalten waren. Mit einer Systemleistung von 1.548 PS und einem Drehmoment von 1.770 Nm übertrifft er auf dem Papier nicht nur seine stärksten Elektro-Konkurrenten, sondern besitzt sogar mehr Leistung und Drehmoment als ein klassischer Bugatti Chiron.

Angetrieben wird die Ultra-Limousine von drei Elektromotoren: zwei hocheffizienten „V8s“-Motoren an der Hinterachse (mit jeweils knapp 600 PS) und einem „V6s“-Motor an der Vorderachse (mit knapp 400 PS). Das Chassis besteht aus einer steifen Mischung aus hochfestem Stahl und Aluminium. Ein serienmässiger, FIA-zertifizierter Überrollkäfig unterstreicht den Fokus auf extreme Rennstreckennutzung.

Fahrverhalten, Traktion und die Grenzen der Physik.

Obwohl der SU7 Ultra längsdynamisch eine Waffe ist, zeigen sich im direkten Vergleich mit Porsche deutliche Unterschiede in der Abstimmung und Fahrwerksphilosophie:

  • Beschleunigungs-Realität: Xiaomi gibt den Sprint von 0 auf 100 km/h mit utopischen 1,98 Sekunden an. In unabhängigen ADAC-Tests auf sommerlicher, flacher Strecke wurden jedoch 2,98 Sekunden gemessen. Der Grund: Beim extremen Start hebt sich die Vorderachse des Xiaomi stark an („er scharrt mit den Hufen“), was zu Traktionsverlusten führt. Unter exakt identischen Bedingungen beschleunigte ein schwächerer Taycan Turbo S (auf Winterreifen) in 2,8 Sekunden auf 100 km/h, weil der Porsche seine Kraft dank perfekter Traktionskontrolle sofort verlustfrei auf den Asphalt bringt. Ab 100 km/h ist der Xiaomi jedoch mit 3,9 Sekunden von 100 auf 200 km/h unschlagbar schnell.
  • Fahrwerkskunst im Grenzbereich: Bei sehr hohen Geschwindigkeiten ab 250 km/h wird der SU7 Ultra auf welligen Autobahnabschnitten auf den Achsen spürbar leicht. Dieses unsichere Gefühl kennt man von einem Porsche Taycan nicht, der wie festgesaugt auf der Strasse liegt. Zudem neigt der Xiaomi in engen Kurven dazu, über die Vorderachse zu schieben. In Rennstreckentests (wie auf der Strecke „Lassis C“ von JP Performance) war der Taycan Turbo GT trotz eines massiven Leistungsdefizits von über 450 PS letztlich 3 Sekunden schneller als der SU7 Ultra, weil er die Kraft in Kurven wesentlich effizienter und kontrollierbarer verarbeiten konnte.
  • Batterie- und Temperaturmanagement: Um im Xiaomi die volle Leistung abzurufen, muss der Akku im „Drag Mode“ aufwendig bis zu 6 Minuten lang vorkonditioniert (gekühlt oder geheizt) werden. Bei wiederholten Launch-Control-Sprints überhitzt die Batterie des Xiaomi schnell, woraufhin das System zum Schutz der Komponenten die Leistung drosselt. Beim Porsche Taycan hingegen kann man Launch-Control-Starts direkt hintereinander durchführen, solange der Akku über 10 °C warm ist und der Ladestand über 25 % liegt.
Ladeinfrastruktur im internationalen Vergleich.

In China ist der SU7 Ultra dank seiner modernen Zellchemie und einer 5.2C-Laderate an ultraschnellen Säulen in der Lage, in nur 11 Minuten von 10 auf 80 % zu laden. In Europa verpufft dieser Vorteil derzeit jedoch: Aufgrund des chinesischen GB/T-Ladeanschlusses müssen Importfahrzeuge mit einem klobigen CCS2-Adapter geladen werden. Dieser Adapter drosselt die Ladeleistung an europäischen High-Power-Chargern auf enttäuschende 120 bis 130 kW, wodurch sich die Ladezeit drastisch verlängert.

Vergleichstabelle: Die High-Performance-Giganten im Detail.

Kriterium
Xiaomi SU7 Ultra
Tesla Model S Plaid
Porsche Taycan Turbo GT
Bugatti Chiron

Antriebsart

BEV (3 Elektromotoren)

BEV (3 Elektromotoren)

BEV (2 Elektromotoren)

Verbrenner (8.0L W16 Quad-Turbo)

Maximale Leistung

1.548 PS (1.138 kW)

1.020 PS (750 kW)

1.092 PS (803 kW)

1.600 PS (Mistral/Chiron)

Maximales Drehmoment

1.770 Nm

1.420 Nm

Nicht spezifiziert

1.600 Nm

Beschleunigung (0–100 km/h)

1,98 s (Claimed) <br> 2,98 s (ADAC-Messung)

2,1 s (Herstellerangabe)

2,2 s (mit Weissach-Paket)

2,4 s (Herstellerangabe)

Beschleunigung (0–200 km/h)

5,86 s (Claimed) <br> 6,9 s (ADAC-Messung)

~6,1 s

6,4 s

~6,1 s

Höchstgeschwindigkeit (Vmax)

350 km/h (getestet bis 359,7 km/h)

322 km/h

290 – 305 km/h

420 – 453 km/h

Nürburgring-Rundenzeit

7:04,95 Min. (Serienrekord EV)

7:25,00 Min.

7:07,55 Min. (mit Weissach-Paket)

Keine offizielle Rundenzeit

Bremsanlage

Carbon-Keramik-Bremsen (Serie)

Optionale Carbon-Keramik

Carbon-Keramik (Serie)

Carbon-Keramik (Serie)

Akkukapazität & Spannung

93,7 kWh NMC <br> echte 900V-Architektur

~100 kWh <br> 400V-Architektur

97 kWh netto (105 kWh brutto) <br> 800V-Architektur

— (Kraftstofftank: 100 Liter)

Ladezeit (10–80 %)

11 Min. (China) <br> ~45 Min. (Europa mit Adapter)

~30 Min.

18 Min.

Preis (Europa)

~100.000 € (netto als Import) <br> (~64.000 € in China)

Ab ~110.000 €

Ab ~240.000 €

Ab ~2.800.000 €

Vergleich Xiaomi YU7 vs. Ferrari Purosangue, Aston Martin DBX & Voyah Passion S.

Auf dem chinesischen Markt hat sich ein völlig neues Segment etabliert: die sogenannten „FUVs“ (Ferrari Utility Vehicles). Dabei handelt es sich um sportliche, coupé-artige Crossover-SUVs, die optisch stark an europäische Luxussportwagen angelehnt sind. Der Xiaomi YU7 gilt als der Wegbereiter, der diese Klasse extrem populär gemacht hat.

Der detaillierte Vergleich des Xiaomi YU7 mit dem exklusiven Ferrari Purosangue, dem edlen Aston Martin DBX und seinem direkten chinesischen Konkurrenten Voyah Passion S zeigt deutliche Unterschiede bei Konzept, Technik und Ausstattung:

Xiaomi YU7 vs. Ferrari Purosangue: Das „Plagiats-Duell“.

Der optische Vergleich zwischen dem YU7 und dem Ferrari Purosangue ist unübersehbar. Xiaomi hat sich beim Design des YU7 extrem stark an den Linien des italienischen Luxus-SUVs orientiert.

  • Exterieur und Proportionen: Die seitliche Silhouette des YU7 imitiert den Ferrari fast eins zu eins. Allerdings ist der YU7 mit genau 5,00 m Länge etwas länger. Das Heck des YU7 wirkt dadurch gestreckter und harmonischer als die oft als „abgehackt“ kritisierte Heckpartie des Purosangue.
  • Türen-Konzept: Während der Purosangue auf spektakuläre, elektrisch und gegenläufig öffnende „Suicide Doors“ (selbstmördertüren) setzt, öffnen sich die Türen beim YU7 ganz klassisch. Der YU7 verfügt jedoch ebenfalls über rahmenlose Scheiben und eine elektrische Soft-Close-Automatik.
  • Antrieb und Sound: Hier prallen Welten aufeinander. Der Purosangue vertraut auf einen emotionalen 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit 720 PS, der eine brachiale Soundkulisse bietet. Der YU7 Max hingegen beschleunigt mit einem lautlosen Allrad-Elektroantrieb (691 PS) linear und ohne Schaltunterbrechungen.
  • Innenraum-Philosophie: Der Ferrari bietet ein echtes „Spaceship-Cockpit“ mit zwei getrennten Bereichen (Fahrertacho und Beifahrerdisplay), verzichtet aber komplett auf einen zentralen Bildschirm. Der YU7 setzt auf ein extrem digitales Layout mit einem 1,10 Meter breiten Panoramascreen unter der Windschutzscheibe und einem riesigen 16,1-Zoll-Zentraldisplay.
  • Materialqualität: Während im Ferrari feinste Taylor-Made-Materialien wie echtes Leder, echtes Alcantara und massgeschneidertes Carbon verbaut sind, findet man im YU7 neben veganem Leder auch einige einfache Hartplastik-Elemente im unteren Bereich des Cockpits.
Xiaomi YU7 vs. Aston Martin DBX: Die Heck-Inspiration.

Neben Ferrari stand auch Aston Martin Pate für das Design des Xiaomi-SUVs:

  • Heckdesign: Das Heck des YU7 mit seiner markanten, geschwungenen LED-Lichtleiste und der aerodynamischen Abrisskante imitiert fast eins zu eins den Look des Aston Martin DBX.
  • Antrieb & Charakter: Der DBX ist ein klassischer, britischer Luxus-Gleiter mit sportlichem Fokus. Der YU7 bietet zwar auf dem Papier Sportwagen-Fahrleistungen (0–100 km/h in 3,23 Sekunden), ist fahrwerkstechnisch jedoch viel weicher, lässiger und komfortabler abgestimmt. Er versteht sich eher als luxuriöser, digitaler Familien-Pampersbomber denn als agiler Kurvenräuber.
Xiaomi YU7 vs. Voyah Passion S: Das chinesische Technologie-Duell.

Der Voyah Passion S (in China direkt als Voyah Chasing Light übersetzt) ist der erste direkte Rivale, der gebaut wurde, um den YU7 anzugreifen. Beide sind hochmoderne Elektro-FUVs, gehen bei den Features aber unterschiedliche Wege:

  • Software & Autonomie: Voyah arbeitet eng mit Huawei zusammen. Der Passion S nutzt das modernste Huawei ADS 5.0-System mit einem extrem hochauflösenden 896-Zeilen-LiDAR-Sensor, der Objekte ab 14 cm Höhe aus 120 Metern Entfernung erkennt. Er gilt als das aktuell beste autonome Fahrsystem in China. Xiaomis YU7 nutzt ebenfalls LiDAR und Nvidia-Drive-Thor-Prozessoren für sein HAD-System (Hyper Autonomous Driving).
  • Simulierte Emotionen im E-Auto: Der Voyah Passion S bietet ein einzigartiges Feature für Puristen: Er kann über Schaltwippen am Lenkrad manuelle Gangwechsel simulieren. Beim virtuellen Herunterschalten gibt das System sogar ein künstliches Fehlzündungs-Blubbern (Backfire) und einen spürbaren Ruck über die Elektromotoren ab. Der YU7 verzichtet auf solche künstlichen Getrieberucke und beschleunigt rein elektrisch-linear.
  • Sitz-Komfort & Variabilität: Beide Fahrzeuge verfügen über luxuriöse Zero-Gravity-Sitze vorn. Der Voyah Passion S hat jedoch einen besonderen Trick: Der Beifahrersitz lässt sich auf Knopfdruck komplett flach legen und vollkommen unter das Armaturenbrett schieben. Dadurch entsteht im Fond ein gigantischer Liegebereich mit beispielloser Beinfreiheit. Der YU7 kontert im Fond mit einer elektrisch verstellbaren Rückbank, deren Lehne sich extrem weit nach hinten neigen lässt.
  • Fahrverhalten: Der YU7 lenkt präziser ein, hat die harmonischere Kraftentfaltung und bietet das engagiertere Fahrerlebnis. Die Lenkung des Voyah wird in Tests als relativ gefühllos und die Beschleunigung als leicht ruckartig beschrieben.

Vergleichstabelle: Technische Daten und Kernfeatures.

Kriterium
Xiaomi YU7 Max
Ferrari Purosangue
Aston Martin DBX
Voyah Passion S (Dual Motor)

Antriebsart

BEV (Rein elektrisch)

Verbrenner (V12 Saugmotor)

Verbrenner (V8)

BEV (Rein elektrisch)

Maximale Leistung

691 PS (508 kW)

720 PS

Nicht in Quellendaten

646 PS (475 kW) (175 kW Front / 300 kW Heck)

Drehmoment

866 Nm

Nicht in Quellendaten

Nicht in Quellendaten

Nicht in Quellendaten

0–100 km/h & Vmax

3,23 s / 253 km/h

3,3 s / ~325 km/h

Nicht in Quellendaten

4,5 s / Nicht in Quellendaten

Batteriekapazität

101,7 kWh NMC (CATL)

98,1 kWh

Spannung & Laden

800V-Architektur (SiC) <br> 10-80% in 12 Min (in China)

800V-Architektur (5C) <br> 20-80% in 10 Min

Reichweite (CLTC)

760 km

700 km

Besondere Features

1,10 m Panoramascreen, Zero-Gravity-Sitze, ansteckbare Tasterleiste, Kühlschrank/Heizbox

Gegenläufig öffnende Türen, physische Rädchenbedienung, duales Cockpit

Markantes Heckdesign, britischer Luxus-Charakter

Simulierter Gangwechsel mit Paddles, Beifahrersitz unter Armaturenbrett schiebbar, Huawei ADS 5.0

Preis (Richtwert)

China: ~39.000 € <br> Import DE: ~86.000 €

Ab ca. 400.000 € <br> (voll ausgestattet bis zu 600.000 €)

~250.000 €

Pre-Sale in China (Ultra Plus): ~309.000 RMB

Vergleich Hybrid-SUVs (YU9, N70, N90) vs. Herkömmliche E-SUVs (wie Mercedes GLA & Co.).

Beim Vergleich der grossen Xiaomi-Hybrid-SUVs (YU9, N70, N90) mit herkömmlichen, rein elektrischen Kompakt- und Mittelklasse-SUVs (wie dem Mercedes GLA oder ähnlichen Modellen) zeigen sich fundamentale Unterschiede in den Bereichen Antriebstechnologie, Reichweitenphilosophie, Platzangebot und Preisgestaltung. Hier ist der detaillierte Vergleich der beiden Fahrzeugwelten:

Die wichtigsten Unterschiede im Detail.

1. Das Antriebskonzept (EREV vs. BEV).
  • Xiaomi (EREV): Die Modelle YU9, N70 und N90 verabschieden sich vom rein batterieelektrischen Konzept und setzen auf die sogenannte „Kernlin“-Technologie (Extended-Range Electric Vehicle). Das bedeutet: Der Antrieb an den Achsen erfolgt zwar zu 100 % elektrisch, an Bord befindet sich jedoch ein kompakter 1,5-Liter-Benzinmotor (mit 150 PS bei N70/N90), der niemals die Räder direkt antreibt. Seine einzige Aufgabe ist es, während der Fahrt als Generator zu arbeiten und die Batterie mit Strom zu versorgen.
  • Herkömmliche E-SUVs (BEV): Ein elektrischer Mercedes GLA ist ein klassisches Batterie-Elektrofahrzeug. Er besitzt keinen Verbrennungsmotor an Bord. Ist der Akku leer, muss das Fahrzeug zwingend an einer externen Ladesäule abgestellt und geladen werden, was auf Langstrecken eine detaillierte Lade- und Routenplanung erfordert.
2. Reichweite und Sorgenfreiheit.
  • Xiaomi (EREV): Durch den Benzin-Generator wird das Thema Reichweitenangst komplett eliminiert. Der YU9 erzielt eine kombinierte CLTC-Reichweite von über 1.000 Kilometern (wovon rund 400 Kilometer rein elektrisch über die Batterie abgedeckt werden). Die Flaggschiff-Modelle N70 und N90 erreichen sensationelle Reichweiten von 1.500 Kilometern (N70) bzw. 1.700 Kilometern (N90). Das ist etwa siebenmal mehr Reichweite als bei den meisten herkömmlichen Elektro-SUVs auf dem Markt. Urlaubsreisen (wie von Berlin nach Rom) sind damit ohne einen einzigen Lade- oder Tankstopp möglich.
  • Herkömmliche E-SUVs (BEV): Auf dem Papier verspricht Mercedes für die elektrische Variante des GLA eine Reichweite von bis zu 657 Kilometern nach WLTP. In der realen Praxis – insbesondere bei Autobahnfahrten oder winterlichen Temperaturen – schrumpft dieser Wert jedoch deutlich zusammen.
3. Fahrzeuggrösse und Raumkomfort.
  • Xiaomi (EREV): Diese Modelle sind als luxuriöse, weitläufige Raumriesen konzipiert. Der YU9 misst über 5,20 Meter in der Länge und bietet flexible Sechs- oder Siebensitzer-Layouts über drei Sitzreihen hinweg, um direkt mit den populärsten Premium-Familien-SUVs zu konkurrieren. Auch N70 und N90 bieten ein enorm grosszügiges Platzangebot.
  • Herkömmliche E-SUVs (BEV): Der Mercedes GLA ist ein klassisches Kompakt-SUV. Er bietet Platz für fünf Personen, stösst jedoch bei der Beinfreiheit im Fond und dem Kofferraumvolumen im direkten Vergleich mit den über fünf Meter langen Xiaomi-Gleitern an deutliche Grenzen.
4. Ausstattung und Preispolitik.
  • Xiaomi (EREV): Xiaomi setzt auf eine aggressive Preispolitik bei extrem hoher Serienausstattung. In China kostet der N70 umgerechnet ab ca. 33.500 €, während das Topmodell N90 in Vollausstattung bei rund 38.600 € liegt. Selbst mit den erwarteten Aufschlägen für den europäischen Markt bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis für diese Fahrzeuggrösse extrem wettbewerbsfähig.
  • Herkömmliche E-SUVs (BEV): Mercedes verlangt für den GLA einen Einstiegspreis von 44.000 €. In der Basisversion herrscht im Innenraum jedoch eine sehr karge, kunststofflastige Atmosphäre, die laut Testern eher an einen Lieferwagen (Sprinter) erinnert. Um das Auto standesgemäss auszustatten (etwa mit dem grossen MBUX Superscreen anstelle der hohlen Plastikblende vor dem Beifahrer), muss man in der Aufpreisliste viele Häkchen setzen. Dadurch klettert der reale Kaufpreis extrem schnell auf über 60.000 €.

Vergleichstabelle: Xiaomi EREVs vs. Herkömmliche E-SUVs (z. B. Mercedes GLA).

Kriterium
Xiaomi EREV-Plattform (YU9 / N70 / N90)
Herkömmliche E-SUVs (z. B. Mercedes GLA / EQA)

Antriebstechnologie

EREV (Elektromotoren für Vortrieb, 1,5l-Benziner rein als Strom-Generator)

BEV (Rein batterieelektrischer Antrieb)

Leistung des Generators

150 PS (Benziner treibt Räder nie direkt an)

Nicht vorhanden

Batteriekapazität

Über 80 kWh (beim YU9)

~85 kWh (beim Mercedes GLA)

Gesamtreichweite

1.000 km (YU9) / 1.500 km (N70) / 1.700 km (N90)

Bis zu 657 km nach WLTP (auf dem Papier)

Reisegelassenheit

Enorm hoch; keine Ladesäulensuche auf Langstrecken nötig

Eingeschränkt; Ladeplanung und Infrastrukturabhängigkeit

Fahrzeugklasse & Länge

Oberklasse-Riesen; über 5,20 m (YU9)

Kompakt- bis Mittelklasse; ~4,40 m

Sitzplätze / Variabilität

Drei Sitzreihen, 6 oder 7 Sitzplätze (YU9)

Zwei Sitzreihen, 5 Sitzplätze

Ausstattungspolitik

Voll ausgestattete Tech-Pakete (z. B. HyperOS, Displays, LiDAR) bereits ab Werk

Prestigeträchtiges Logo, aber karge Basis; Premium-Ausstattung nur gegen hohen Aufpreis

Einstiegspreis (China)

Ab ~33.500 € (N70) bis ~38.600 € (N90 Topversion)

Nicht direkt in China vergleichbar

Preis (Europa)

Marktstart ab 2027 geplant

Ab 44.000 € (realistisch konfiguriert schnell über 60.000 €)

Neues aus der Stromzeit.

Lassen Sie sich über die neuesten Blogeinträge zu grünem Strom, Solarenergie, Trends rund um Themen der Energiewende sowie Innovationen im Energiemarkt informieren.

Melden Sie sich hier an: stromzeit.ch sendet Ihnen etwa vier Mal im Jahr Informationen zu den neuesten Themen.

Thanks for registering!

E-Autos, Solarmodule, Batterien, Energiepolitik.

Beste
E-Autos.

Vergleich Modelle nach Reichweiten, Effizienz, Batterie, Software, Preis etc.

Beste Solar Module.

Bewertung, Leistung, Zuverlässigkeit, Preis-Leistung, TOPCon, HTJ, BC, Bifacial, PERC, Perowskit. 

Beste Batterien.

Batterietechnik, Zellchemien, Trockenbeschichtung, Energiedichte, stationäre Energiespeicher, Netzstabilität. 

Energiepolitik.

Energiepolitik Schweiz: Elektrizität, Photovoltaik, Wind, Wasserkraft, Wasserstoff, Erdöl, Erdgas, Biogas, Kernkraft. 

Die Elektrifizierung der Wirtschaft.

Strom hat eine grosse Zukunft - dank innovativen Technologien.



Themen


Sind Sie an spezifischen Themen interessiert?

Highlights


Suchen Sie besonders herausragende Blogbeiträge?

Neuste Artikel


Suchen Sie die laufend neuesten Blogbeiträge?

Innovationen


Interessiert an den neuesten Innovationen?

Disclaimer / Abgrenzung

Stromzeit.ch übernimmt keine Garantie und Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen Texte, Massangaben und Aussagen.


Quellenverzeichnis (August 2026).


Xiaomi-Elektroauto : Die komplette Modellpalette kommt nach Europa

https://www.go-electra.com/de/newsroom/xiaomi-electric-car-the-complete-range-coming-to-europe/

 

CHINA-AUTO SCHOCKIERT IM TEST! Omid VERGLEICHT Xiaomi YU7 mit Ferrari Purosangue!

https://www.youtube.com/watch?v=5aPUqj6Tk4k&t=28s

 

XIAOMI YU 7 - Handyhersteller baut Elektro-SUV-Wunder! Alle Details zum neuen Auto!

https://www.youtube.com/watch?v=DhtgeeAF7RE&t=347s

 

Xiaomi SU7 und YU7: Chinas Angriff auf die EV-Welt

https://www.youtube.com/watch?v=G3Btj3Q9H6A

 

Has Voyah Just Made A Xiaomi YU7 Killer? - Voyah Passion S Review

https://www.youtube.com/watch?v=A9VEtxZ2AAU

 

JP Performance - Erklär mal Digga, woher der Preis?! Kaufen wir einen Xiaomi YU7?

https://www.youtube.com/watch?v=jNGt2nTMZ1E&t=23s

 

Unverschämt? Marcel versucht Omid BILLIGE China Kopie zu verkaufen! DER SPINNT DOCH! Xiaomi YU7!

https://www.youtube.com/watch?v=i-umC1bMvgg&t=1960s

 

Xiaomi SU7 COOKED U.S. EVs Says MKBHD… New SU7 Is INSANE!

https://www.youtube.com/watch?v=MkttTmnpO6w

 

The Xiaomi SU7 Ultra will END European cars forever

https://www.youtube.com/watch?v=IJA8UiZW7lk&t=26s

 

Xiaomi SU7 ULTRA - BRUTAL Performance of China’s BEST SUPERCAR!

https://www.youtube.com/watch?v=Jq49YluJdRA

 

Xiaomi Is About to Launch 4 New Cars — This Is Bigger Than It Sounds

https://www.youtube.com/watch?v=IBmRRkRWePQ

 

Xiaomi YU7 | Erster Fahrteindruck mit Dirk Branke

https://www.youtube.com/watch?v=_SM0tu8VNZ0&t=11s

 

Der gigantische Erfolg von diesem Auto gibt einem zu denken!

https://www.youtube.com/watch?v=0KypruRFvm8

 

Xiaomi SU7 | Fahrbericht mit Thomas Geiger

https://www.youtube.com/watch?v=b-hXGhmyS2g&t=9s

 

Dieser Handy-Hersteller hat das schnellste Auto der Welt gebaut! Xiaomi SU7 Ultra

https://www.youtube.com/watch?v=xERGYnl_iZA&t=131s

 

Xiaomi SU7 Max: "Porsche die TITANIC, Xiaomi der EISBERG"

https://www.youtube.com/watch?v=TUQK2DJ5Sjs&t=24s

 

Ein Porsche aus China für viel weniger Geld?! - XIAOMI SU7 | auto mobil

https://www.youtube.com/watch?v=VnAlQjujD3Y&t=45s

 

Chinesische E-Autos: Xiaomi SU7 vs. Mercedes GLA – wer gewinnt?

https://www.youtube.com/watch?v=QRBa_wCBEJI

 

XIAOMI YU7: Familien-Sportwagen mit 800 km Reichweite

https://www.youtube.com/watch?v=w-WGnB8YZYc&t=115s

 

Xiaomi YU7 gegen Porsche Taycan Cross Turismo – Das vielleicht spannendste EV-Duell 2026

https://www.youtube.com/watch?v=FsksXht9YMk&t=130s

 

Xiaomi startet Autos in Deutschland – und zeigt dieses Hypercar!

https://www.youtube.com/watch?v=vUQ-Nl2akZM

 

BESSER als ich zugeben will?? | XIAOMI SU7 Ultra

https://www.youtube.com/watch?v=UNWs00LOhxk&t=27s

 

Xiaomi YU7 GT: Der 50.000 € SUV aus China, der Europa in Aufruhr versetzt

https://www.youtube.com/watch?v=DRvDrdtsEA0

 

Billiger & besser? Die Top China-Elektroautos 2026 von günstig bis Luxus!

https://www.youtube.com/watch?v=g3UbwtUV2Q4

 

Xiaomi bringt jetzt schon Autos nach Europa – Nummer 1 in 16 Ländern!

https://www.youtube.com/watch?v=eti01uZ6mjY

 

BESSER als Tesla? Mein erster Eindruck vom Xiaomi SU7 Ultra (Live in China)

https://www.youtube.com/watch?v=8P4s7UzhPMs&t=7s

 

39.999€ für 690 PS Familien-SUV? Xiaomis YU7 Max im ersten Test (Live in China)

https://www.youtube.com/watch?v=Z-ss8cjQKM8&t=27s

 

Xiaomi SU7 2026: Dieses Auto verändert ALLES! Tesla sollte aufpassen!

https://www.youtube.com/watch?v=HG4NexRetW0

 

2026 Xiaomi YU7 GT: 990 PS Elektro-SUV mit 705 km Reichweite

https://www.youtube.com/watch?v=4fSNZ0YTB38&t=21s

 

Xiaomi YU7: In 1 Stunde mehr Bestellungen als VW in 1 Jahr

https://www.youtube.com/watch?v=UwTEugK6zQ0&t=7s

 

2026 Xiaomi SU7 erhält frühe Modellpflege mit 800-Volt-Technik

https://www.youtube.com/watch?v=nKKHUIU5Pxk

 

2026 Xiaomi SU7 Facelift: Elektro-Limousine mit bis zu 670 km Reichweite

https://www.youtube.com/watch?v=3SAQkYT29Os&t=9s

 

Xiaomi SU7 kommt JETZT nach Deutschland – aber NICHT offiziell! Lohnt sich der Import?

https://www.youtube.com/watch?v=B-nigsqvcp8

 

39.999€ für 690 PS Familien-SUV? Xiaomis YU7 Max im ersten Test (Live in China)

https://www.youtube.com/watch?v=Z-ss8cjQKM8&t=46s

 

Top 10 der besten chinesischen Elektroautos 2026 – Diese Modelle schockieren Europa!

https://www.youtube.com/watch?v=scFnNMLt4-4

 

Xiaomi SU7 und YU7: Chinas Angriff auf die EV-Welt

https://www.youtube.com/watch?v=G3Btj3Q9H6A&t=17s

 

Xiaomi SU7 2026 Review - The EV Everyone is Going to Want.

https://www.youtube.com/watch?v=cnQzGfKlZoU

 

2027 NEW XIAOMI MI ELECTRIC MOTORCYCLE UNVEILED!!

https://www.youtube.com/watch?v=qfVXnwkazto

 

Don’t Buy an EV Until You See the New Xiaomi SU7 (2026 Facelift)

https://www.youtube.com/watch?v=HoIS1jXekCI

 

All New 2027 Xiaomi YU9 large SUV - First Look

https://www.youtube.com/watch?v=jslzpwAqJGs

 

Xiaomi Vision GT: China’s First Real Supercar Revealed!

https://www.youtube.com/watch?v=1GurwO6jCjQ

 

Diese Quellen untersuchen die technologische Offensive von Xiaomi im Bereich der Elektromobilität, wobei insbesondere das Facelift der Limousine SU7 und das neue SUV-Modell YU7 im Fokus stehen. Die Berichte heben hervor, wie der Konzern durch 800-Volt-Architekturen, extrem kurze Ladezeiten und eine enorme Rechenleistung für autonomes Fahren etablierte Premiummarken unter Druck setzt. Während die enorme Performance des SU7 Ultra und die luxuriöse Ausstattung der SUV-Varianten gelobt werden, thematisieren Experten auch kritische Aspekte wie das hohe Gewicht und die Herausforderungen beim Fahrzeugimport. Ein interessanter Exkurs zeigt zudem die Expansion in den Zweiradsektor durch ein smartes Elektromotorrad. Insgesamt verdeutlichen die Texte, dass chinesische Hersteller zunehmend durch ein aggressives Preis-Leistungs-Verhältnis und eine tiefe Software-Integration den globalen Automobilmarkt transformieren.


Illustration © stromzeit.ch* Gemini Notebook:

Die Weiterverwendung einzelner Illustrationen erfordert eine explizite Bewilligung von stromzeit.ch.