Donut Feststoffbatterie, 94 Wh, Energiedichte 400 Wh/kg, 100.000 Zyklen, 11C Laden, Coulomb-Effizienz unter 99 %.
07.04.2026
Das finnische Startup Donut Lab sorgt derzeit in der Batteriewelt für enormes Aufsehen. Mit Behauptungen, die die Grenzen der aktuellen Physik zu sprengen scheinen, verspricht das Unternehmen eine Feststoffbatterie, die herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus in jeder Hinsicht übertrifft. Doch während die Marketingkampagne unter dem Titel „I Donut Believe“ Skeptiker direkt herausfordert, werfen erste unabhängige Testdaten des finnischen Staatsinstituts VTT ebenso viele Fragen auf, wie sie beantworten.
Die Kernversprechen von Donut Lab.
Donut Lab bewirbt seine Technologie mit Spezifikationen, die, sollten sie zutreffen, die gesamte Branche revolutionieren würden:
- Energiedichte: 400 Wh/kg.
- Lebensdauer: 100.000 Ladezyklen.
- Ladegeschwindigkeit: Vollständige Ladung in etwa 5 Minuten.
- Temperaturbereich: Funktionalität zwischen -30 °C und +100 °C.
- Sicherheit: Keine brennbaren Flüssigkeiten, kein Lithiumgehalt.
- Kosten: Preisniveau vergleichbar mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP).
Die Rolle des VTT und die Teststruktur.
Die Tests wurden vom Technical Research Centre of Finland (VTT) durchgeführt, einer angesehenen staatlichen Forschungseinrichtung. Wichtig ist jedoch die Einordnung der Testbedingungen: VTT fungierte hier nicht als Zertifizierungsstelle (wie etwa der TÜV oder UL), sondern führte im Auftrag von Donut Lab kundenspezifische Tests nach deren Protokoll durch. Die Experten betonen, dass VTT lediglich die präzise Ausführung der von Donut vorgegebenen Schritte garantiert, nicht jedoch die Gesamtaussagekraft des Protokolls für die Marktreife bestätigt.
Methodik der Tests.
Getestet wurde eine einzelne 26-Ah-Pouchzelle. Die Testreihen konzentrierten sich primär auf zwei Bereiche:
- Schnellladefähigkeit und thermisches Verhalten.
- Entladekapazität bei extrem hohen Temperaturen.
Analyse der Schnellladetests (5C und 11C).
In den ersten Testberichten wurde die Zelle mit extrem hohen Strömen geladen: 130 A (5C) und 286 A (11C).
- Ergebnisse: Bei einer 11C-Ladung erreichte die Zelle 80 % ihrer Kapazität in weniger als 5 Minuten. Die volle Ladung dauerte etwa 8 Minuten.
- Das Temperatur-Paradoxon: Überraschenderweise lud die Zelle mit weniger Kühlung schneller. Bei Verwendung nur eines Kühlkörpers stieg die Temperatur auf bis zu 89 °C, was den internen Widerstand senkte und die Ionenkinetik beschleunigte.
- Kritik: Experten weisen darauf hin, dass diese Laderaten in einem realen E-Auto-Akkupack aufgrund der massiven Hitzeentwicklung (bis zu 150 kW thermische Last) ohne extreme aktive Kühlung nicht beherrschbar wären.
Hochtemperaturtests: Licht und Schatten.
Ein zweiter Testbericht widmete sich der Leistung bei bis zu 100 °C.
- Kapazitätssteigerung: Bei 80 °C und 100 °C lieferte die Zelle mit etwa 27,5 Ah sogar mehr Kapazität als bei Raumtemperatur (24,9 Ah). Dies ist physikalisch durch eine verbesserte Ionenleitfähigkeit bei Wärme erklärbar.
- Die „Gelbe Flagge“: Nach dem 100-°C-Test verlor die Pouchzelle ihr Vakuum. Dies deutet auf Gasbildung im Inneren hin, was untypisch für eine reine Feststoffzelle sein sollte und Fragen zur Langzeitstabilität aufwirft.
Technische Diskrepanzen und Expertenkritik.
Batterieexperten und Chemiker haben die Daten detailliert analysiert und äußern erhebliche Zweifel an der Einzigartigkeit der Technologie.

Illustration © stromzeit.ch*
Der „NMC-Fingerprint“.
Die aufgezeichneten Spannungskurven während der Ladung und Entladung (Anstieg von 2,9 V über ein Plateau bei 3,6–3,8 V bis zu 4,3 V) entsprechen fast exakt denen einer herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterie mit NMC-Chemie (Nickel-Mangan-Kobalt). Auch der berechnete Innenwiderstand liegt im Bereich flüssiger Elektrolyte.
Effizienzverluste.
Die Zykleneffizienz (Round Trip Efficiency) der Donut-Zelle ist mit etwa 82 % bei hohen Laderaten und etwa 90–92 % bei 1C vergleichsweise niedrig. Bis zu 18 % der Energie gehen als Wärme verloren. Zum Vergleich: Standard-Lithium-Ionen-Zellen erreichen oft 92–95 %.
Die Coulomb-Effizienz und Lebensdauer.
Ein kritischer Punkt ist die Coulomb-Effizienz, die angibt, wie viel Ladung man im Verhältnis zur eingebrachten Ladung wieder entnehmen kann. In den VTT-Daten liegt diese teilweise unter 99 %. Für die versprochenen 100.000 Zyklen wäre jedoch eine Effizienz von 99,999 % notwendig. Deshalb könnte vermutet werden, dass die Zelle bei kontinuierlicher Belastung mit diesen Werten bereits nach 20 bis 30 Zyklen „tot“ sein könnte.
Fehlende Beweise für die Hauptclaims.
Trotz der Veröffentlichung von Testberichten fehlen Bestätigungen für die spektakulärsten Behauptungen:
- Energiedichte: VTT liefert zwar die Kapazität (94 Wh), veröffentlicht aber nicht das Gewicht der Zelle. Ohne das Gewicht lässt sich der Wert von 400 Wh/kg nicht verifizieren.
- Lithiumfreiheit: Donut Lab behauptet, die Zelle enthalte kein Lithium. Die Daten der Spannungskurven widersprechen dem jedoch massiv.
- Zyklenfestigkeit: Bisher wurden nur etwa sieben bis acht Zyklen dokumentiert. Daten für die behaupteten 100.000 Zyklen stehen vollständig aus.
Revolution oder Marketing-Hype?
Die bisherigen Ergebnisse zeichnen ein zwiespältiges Bild. Einerseits zeigt die Zelle eine beeindruckende Robustheit gegenüber hohen Temperaturen und eine sehr hohe Schnellladefähigkeit. Andererseits wirken die Daten für Experten wie eine „Salami-Taktik“ des Marketings, bei der gezielt beeindruckende, aber isolierte Metriken präsentiert werden, während entscheidende Parameter wie das Zellgewicht oder Langzeittests im Dunkeln bleiben.
Ob Donut Lab tatsächlich eine bahnbrechende neue Chemie gefunden hat, die herkömmliche NMC-Kurven nur imitiert, oder ob es sich lediglich um eine für Hochleistung optimierte, herkömmliche Lithium-Ionen-Zelle handelt, werden erst zukünftige Tests zur Energiedichte und zur tatsächlichen Zyklenfestigkeit zeigen. Aktuell bleibt die Fachwelt skeptisch, da die gelieferten Daten eher eine evolutionäre Verbesserung als einen technologischen „Quantensprung“ nahelegen.
Wie bewerten Experten die Ladeleistung der Donut-Zelle im Vergleich?
Die Experten bewerten die Ladeleistung der Donut-Zelle zwar als beeindruckend im Hinblick auf die Geschwindigkeit, sehen darin jedoch keine revolutionäre Neuerung, sondern eher eine Leistung auf dem Niveau bereits existierender, hochoptimierter Lithium-Ionen-Technologien.
Detaillierten Bewertungen der Experten im Vergleich:
Einordnung der Ladegeschwindigkeit.
Die Donut-Zelle erreichte in den Tests eine Ladung von 0 auf 80 % in etwa 4,5 bis 5 Minuten (bei einer 11C-Rate) und eine Vollladung in circa 7 bis 8 Minuten.
- Kein Alleinstellungsmerkmal: Experten weisen darauf hin, dass dies zwar sehr schnell ist, aber für Lithium-Zellen, die speziell auf hohe Laderaten optimiert sind, nicht extrem außergewöhnlich oder neuartig sei.
- Vergleichswerte: Der deutsche Hersteller WF Smart stellte beispielsweise Rundzellen vor, die in 6 Minuten auf 80 % laden und dabei eine deutlich geringere Oberflächentemperatur (73 °C statt der ca. 90 °C bei Donut) erreichen.
Chemischer Fingerabdruck und Widerstand.
Mehrere Experten analysierten die Spannungskurven und Widerstandswerte der Tests und kamen zu einem ernüchternden Schluss:
- NMC-Charakteristik: Das Spannungsprofil der Zelle während des Ladens (Anstieg von 2,9 V über ein Plateau bei 3,6–3,8 V bis zu 4,3 V) entspricht laut Experten lehrbuchartig einer NMC-Lithium-Ionen-Batterie (Nickel-Mangan-Kobalt).
- Flüssigelektrolyt-Indizien: Der berechnete Innenwiderstand liegt zwischen 1,3 und 1,9 Milliohm, was exakt dem Bereich herkömmlicher Flüssigelektrolyt-Batterien entspricht. Feststoffbatterien müssten aufgrund der langsameren Ionenbewegung in Festkörpern theoretisch einen höheren Widerstand aufweisen.
Effizienz und Wärmeentwicklung.
Ein kritischer Punkt in der Expertenbewertung ist der hohe Energieverlust in Form von Hitze:
- Geringe Effizienz: Während bei 1C noch eine Effizienz von etwa 90 % erreicht wird, sinkt diese bei 11C auf 82 bis 83 %. Das bedeutet, dass bis zu 18 % der Energie beim Laden als Wärme verloren gehen.
- Thermische Herausforderung: diese Verlustleistung entspräche bei einem typischen E-Auto-Akkupack einer Heizleistung von 120 bis 150 kW (vergleichbar mit 60 bis 75 Heizlüftern). Eine solche Wärmeentwicklung sei mit gängigen Kühlsystemen in Serienfahrzeugen kaum beherrschbar, weshalb die behauptete Verzichtbarkeit einer aktiven Kühlung stark angezweifelt wird.
Methodische Kritikpunkte.
Die Experten bemängeln zudem die Art und Weise, wie die Tests durchgeführt wurden:
- Inkonsistente Spannungen: In Referenztests wurde die Zelle bis 4,15 V geladen, in den Schnellladetests jedoch bis 4,3 V. Durch die höhere Spannung wird mehr Kapazität in die Zelle gepresst, was die berechneten C-Raten (die Ladegeschwindigkeit im Verhältnis zur Kapazität) künstlich schönt.
- Zyklenfestigkeit fehlt: Die Tests zeigen nur Momentaufnahmen über wenige Zyklen. Eine hohe Ladegeschwindigkeit ist laut Tom Bötticher für viele Chemien kurzzeitig möglich; entscheidend sei jedoch, wie viele hundert oder tausend Zyklen die Zelle diese Belastung übersteht, wozu bisher keine unabhängigen Daten vorliegen. Die gemessene Coulomb-Effizienz von unter 99 % deutet für Experten sogar darauf hin, dass die Zelle bei dauerhafter 11C-Belastung bereits nach 20 bis 30 Zyklen zerstört sein könnte.
Die Ladeleistung wird als technisch solide für eine Hochleistungs-Lithium-Zelle bewertet, jedoch wird die Behauptung, es handele sich um eine revolutionäre, wartungsfreie Feststofftechnologie ohne Lithium, aufgrund der vorliegenden Daten als höchst unwahrscheinlich eingestuft.
Wie realistisch sind 100.000 Zyklen bei diesen Effizienzwerten?
Basierend auf den vorliegenden Quellen halten Experten die behaupteten 100.000 Ladezyklen angesichts der gemessenen Effizienzwerte für äußerst unrealistisch.
Die Bewertung stützt sich vor allem auf zwei kritische Effizienzmetriken:
Die Coulomb-Effizienz (entscheidend für die Lebensdauer).
Die Coulomb-Effizienz gibt an, wie viel der beim Laden eingebrachten Ladung beim Entladen wieder entnommen werden kann:
- Messwerte: In den Testberichten liegt die Coulomb-Effizienz im ersten Zyklus bei etwa 99,8 %. Bei den extremen 11C-Schnellladetests sinkt dieser Wert sogar auf unter 99 %.
- Anforderung für 100.000 Zyklen: Experten wie Dr. Joachim Sann erklären, dass für eine Lebensdauer von 100.000 Zyklen eine Coulomb-Effizienz von mindestens 99,999 % erforderlich wäre. Zum Vergleich: Herkömmliche Batterien erreichen oft 99,99 %.
- Prognose: Bei einer Effizienz von unter 99 % wäre die Batterie laut Dr. Sann bereits nach 20 bis 30 Zyklen „tot“, da jedes verlorene Elektron auf irreversible chemische Degradation im Inneren der Zelle hindeutet.
Die Energieeffizienz (Round-Trip Efficiency).
Die Energieeffizienz (Verhältnis von entnommener zu eingespeister Energie) ist ebenfalls auffällig niedrig:
- Hohe Verluste: Bei einer Laderate von 11C liegt die Effizienz nur bei etwa 82 % bis 83 %. Das bedeutet, dass bis zu 18 % der Energie als Wärme verloren gehen.
- Degradationsrisiko: Selbst bei einer moderaten Laderate von 1C liegt die Effizienz mit ca. 90 % bis 91 % am unteren Ende dessen, was für normale Lithium-Ionen-Zellen (typischerweise 92–95 %) üblich ist. Diese hohe Wärmeentwicklung ist ein Indikator für einen hohen Innenwiderstand und fördert zusätzliche Nebenreaktionen, die die Lebensdauer massiv verkürzen.
Da die bisherigen Tests von VTT lediglich sieben bis acht Zyklen dokumentieren, gibt es keinerlei Langzeitdaten, die den Claim von 100.000 Zyklen stützen. Die Kombination aus niedriger Coulomb-Effizienz und hoher thermischer Belastung lässt die Experten vermuten, dass die Zelle eher eine kurze Lebensdauer hat und keinesfalls die "ewige" Batterie ist, als die sie vermarktet wird.
Warum weicht die Coulomb-Effizienz bei Donut so stark vom Idealwert ab?
Die Coulomb-Effizienz (CE) beschreibt das Verhältnis der beim Entladen entnommenen Ladung zur beim Laden eingespeisten Ladung; sie ist ein entscheidender Indikator für die Reversibilität der chemischen Prozesse in einer Zelle. Dass die Werte der Donut-Zelle so stark vom Idealwert abweichen, liegt laut den Quellen an folgenden Faktoren:
- Chemische Degradation: In einer perfekten Zelle sollte jedes eingespeiste Elektron wieder entnommen werden können. Jedes verlorene Elektron deutet auf irreversible chemische Reaktionen im Inneren der Zelle hin.
- Während Donut für die versprochenen 100.000 Zyklen eine Effizienz von mindestens 99,999 % bräuchte, zeigen die Tests bei 1C nur 99,8 % und bei 11C sogar Werte von unter 99 %. Experten prognostizieren, dass die Zelle bei einer CE von unter 99 % bereits nach 20 bis 30 Zyklen "tot" sein könnte.
- Extreme thermische Belastung und Nebenreaktionen: Bei den Ultra-Schnellladetests mit 11C entstehen enorme Temperaturen von bis zu 89 °C oder 90 °C. Diese Hitze beschleunigt unerwünschte Nebenreaktionen, bei denen beispielsweise der Elektrolyt mit dem Kathoden- oder Anodenmaterial reagiert.
- Hinweise auf flüssige Elektrolyte: Ein massives Indiz für die Abweichung ist der Vakuumverlust der Pouchzelle bei 100 °C, was auf eine Gasentwicklung hindeutet. Dies ist typisch für die Zersetzung flüssiger Elektrolyte, während eine echte Feststoffzelle bei diesen Temperaturen eigentlich kaum Gase entwickeln sollte.
- Mögliche Zellchemie (NMC/Silizium): Experten vermuten hinter dem "Fingerabdruck" der Ladekurve eine herkömmliche NMC-Lithium-Ionen-Zelle. Es gibt zudem die Vermutung, dass Silizium-Anoden verwendet werden, die zwar eine hohe Energiedichte ermöglichen, aber für hohe Verluste und chemischen Stress bekannt sind.
- Hoher Innenwiderstand: Trotz der Marketing-Claims zeigt die Zelle bei hohen C-Raten eine Round-Trip-Efficiency von nur ca. 82 %. Das bedeutet, dass bis zu 18 % der Energie als Wärme verloren gehen, was auf einen signifikanten Innenwiderstand hindeutet, der die Effizienz drückt. Die geringe Coulomb-Effizienz lässt darauf schließen, dass die Zelle bei den getesteten hohen Belastungen massiv altert und die versprochene Lebensdauer physikalisch nicht erreichen kann.
Wie hängen Coulomb-Effizienz und die behaupteten 100.000 Zyklen zusammen?
Die Coulomb-Effizienz (CE) und die behauptete Lebensdauer von 100.000 Zyklen stehen in einem direkten, physikalisch untrennbaren Zusammenhang, da die CE der entscheidende Indikator dafür ist, wie schnell eine Batterie chemisch altert.
Definition und Bedeutung der Coulomb-Effizienz.
Die Coulomb-Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen der Ladung, die man aus einer Zelle entnimmt, und der Ladung, die man zuvor hineingesteckt hat (Elektronen rein vs. Elektronen raus). In einer idealen elektrochemischen Zelle wäre dieser Prozess vollständig reversibel (CE von 100 %), was bedeutet, dass kein Material verloren geht. Jedes „verlorene“ Elektron deutet hingegen auf irreversible chemische Nebenreaktionen oder Degradation im Inneren der Zelle hin.
Die mathematische Notwendigkeit für 100.000 Zyklen.
Um die von Donut Lab versprochene Marke von 100.000 Ladezyklen zu erreichen, müsste die Zelle eine nahezu perfekte Reversibilität aufweisen:
- Anforderung: Experten führen aus, dass für 100.000 Zyklen eine Coulomb-Effizienz von mindestens 99,999 % zwingend erforderlich wäre.
- Vergleich: Zum Vergleich erreichen sehr gute herkömmliche Zellen etwa 99,99 %.
Die Diskrepanz in den Donut-Testdaten.
Die vom Institut VTT gemessenen Werte weichen massiv von dieser theoretischen Notwendigkeit ab:
- Gemessene Werte: Im ersten Referenzzyklus bei 20 °C wurde lediglich eine Coulomb-Effizienz von 99,8 % gemessen. Bei den extremen Schnellladetests (11C) sank dieser Wert sogar auf unter 99 %.
- Die Konsequenz: Dr. Sann erklärt deutlich, dass eine Zelle mit einer Coulomb-Effizienz von unter 99 % bei fortlaufender Belastung bereits nach 20 bis 30 Zyklen „tot“ wäre.
Warum der Claim als unrealistisch gilt.
Die Experten kommen zu dem Schluss, dass der Claim von 100.000 Zyklen auf Basis der vorliegenden Daten physikalisch unmöglich erscheint.
- Fehlende Langzeitbeweise: Bisher wurden in den Berichten lediglich sieben bis acht Zyklen dokumentiert.
- Hysterese und Verluste: Die Zelle weist zudem eine hohe thermische Verlustleistung auf (bei 11C gehen ca. 18 % der Energie als Wärme verloren), was auf einen signifikanten Innenwiderstand und chemischen Stress hindeutet, der einer extrem hohen Lebensdauer entgegensteht.
Die gemessene Coulomb-Effizienz ist um Größenordnungen zu niedrig, um die versprochene Zyklenfestigkeit zu stützen. Während 99,999 % nötig wären, zeigen die Daten Werte, die eher auf eine sehr kurze Lebensdauer unter Hochlastbedingungen hindeuten.
Gibt es Beweise für die behauptete Energiedichte von 400 Wh/kg?
Aktuell gibt es keinerlei unabhängige Beweise, die die von Donut Lab behauptete Energiedichte von 400 Wh/kg bestätigen. Obwohl das finnische Staatsinstitut VTT Testberichte veröffentlicht hat, fehlen darin die entscheidenden Daten zur Verifizierung dieses Wertes.
Fehlende Gewichtsangaben in den VTT-Berichten.
Der VTT-Bericht dokumentiert zwar die Kapazität der Testzelle (ca. 94 Wattstunden nominal), gibt aber nicht das Gewicht der Zelle an. Da die Energiedichte (Wh/kg) das Verhältnis von Energie zu Gewicht ist, lässt sich der Wert ohne eine präzise Messung des Zellgewichts nicht berechnen oder verifizieren. Experten weisen darauf hin, dass VTT das Gewicht zwar hätte messen können, Donut Lab das Institut jedoch nur mit spezifischen Tests zur Schnellladung und zum thermischen Verhalten beauftragt hat.
Experten-Schätzungen und Berechnungen.
Da offizielle Daten fehlen, haben Experten und Analysten eigene Berechnungen basierend auf dem physischen Format der Zelle angestellt:
- Volumetrische Dichte: Schätzungen basierend auf den Zellmaßen (ca. 150 x 70 x 14 mm) ergeben eine Energiedichte von etwa 650 bis 850 Wh/l. Dies entspricht dem Stand der Technik heutiger hochenergetischer Lithium-Ionen-Zellen, ist aber nicht revolutionär.
- Gravimetrische Dichte (Schätzung): Dr. Joachim Sann schätzt die Energiedichte der Zelle basierend auf ihrem Format auf etwa 280 bis 300 Wh/kg. Das wäre eine sehr gute Leistung für eine herkömmliche Zelle, läge aber weit unter den versprochenen 400 Wh/kg.
- Notwendiges Gewicht: Um bei einer Kapazität von 94 Wh tatsächlich 400 Wh/kg zu erreichen, dürfte die Zelle lediglich etwa 235 bis 250 Gramm wiegen.
Einschätzung der physikalischen Machbarkeit.
Branchenexperten bezeichnen den Claim von 400 Wh/kg in Kombination mit den anderen versprochenen Eigenschaften (100.000 Zyklen, 5-Minuten-Ladung) als physikalisch unmöglich. Es wird argumentiert, dass eine Zelle, die extrem schnell lädt und eine so hohe Zyklenfestigkeit aufweist, normalerweise eine geringere Energiedichte hat, da die für die Schnellladung notwendigen Strukturen (z. B. dünnere Elektroden) das Gewicht erhöhen, ohne die Kapazität proportional zu steigern.
Donut Lab nutzt die spektakuläre Zahl von 400 Wh/kg zwar als Marketing-Headline, die bisherigen "unabhängigen Validierungen" diesen Punkt jedoch bewusst ausgespart haben. Fachleute vermuten eine "Salami-Taktik", bei der einfache Metriken (wie die Entladung bei Hitze) bewiesen werden, während die schwierigsten Claims (Energiedichte und Lebensdauer) weiterhin unbelegt bleiben.
Welche Risiken entstehen durch die enorme Hitzeentwicklung beim 11C-Laden?
Die enorme Hitzeentwicklung beim 11C-Laden (286 Ampere), bei dem die Zelle Temperaturen von bis zu 89 °C bis 90 °C erreicht, birgt laut den Quellen erhebliche technische und sicherheitsrelevante Risiken.
Hier sind die zentralen Risiken im Detail:
Massive chemische Degradation und kurze Lebensdauer:
Elektrolyt-Zersetzung: Bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen führen Temperaturen über 60–70 °C normalerweise zu einem schnellen Abbau des Elektrolyten und einer Zerstörung der Grenzschichten.
- Einbruch der Coulomb-Effizienz: Die Effizienz sinkt beim 11C-Laden auf unter 99 %. Das bedeutet, dass über 1 % der Ladung pro Zyklus durch irreversible chemische Nebenreaktionen verloren geht. Experten prognostizieren, dass die Zelle unter diesen Bedingungen bereits nach 20 bis 30 Zyklen „tot“ sein könnte.
- Wärmeverlust: Etwa 18 % der Energie gehen beim 11C-Laden als Wärme verloren (Round-Trip-Efficiency von nur ca. 82 %).
Gasbildung und mechanisches Versagen:
- Vakuumverlust: In Tests bei hohen Temperaturen (100 °C) verlor die Pouchzelle ihr Vakuum. Dies ist ein deutliches Anzeichen für Gasentwicklung im Inneren, was typisch für die Zersetzung flüssiger Elektrolyte ist.
- Aufblähen (Swelling): Die Gasbildung kann dazu führen, dass sich die Zelle wie ein Kissen aufbläht, was die interne Struktur beschädigt und im schlimmsten Fall zum Platzen der Hülle führt.
Thermische Unbeherrschbarkeit im Akkupack:
- Heizlüfter-Effekt: Rechnet man die thermische Verlustleistung einer einzelnen Zelle auf ein typisches E-Auto-Akkupack (ca. 94 kWh) hoch, müssten während des 7,5-minütigen Ladevorgangs 120 bis 150 kW Wärmeleistung abgeführt werden.
- „Unkühlbar“: Das entspricht der Hitze von 60 bis 75 parallel laufenden Heizlüftern. Experten betonen, dass aktuelle Kühlsysteme in Serienfahrzeugen (die oft nur 10–30 kW leisten) diese Hitzeentwicklung nicht bewältigen könnten, was zu einem thermischen Durchgehen (Thermal Runaway) führen würde.
Sicherheitsrisiken:
- Sicherheitsabschaltung: In den VTT-Tests erreichte die Zelle die 90 °C-Grenze, was die Sicherheitsabschaltung der Laboranlage auslöste.
- Brandgefahr: Obwohl Donut Lab eine hohe thermische Stabilität behauptet, liegt der „Point of No Return“, ab dem eine Selbsterhitzung der Zelle nicht mehr gestoppt werden kann, bei vielen Lithium-Zellen oft nur knapp über 100 °C. Die beim 11C-Laden erreichte Temperatur von 90 °C lässt somit kaum Sicherheitsspielraum.
Experten bewerten die Hitzeentwicklung als exzellentes Marketing, aber als technisches Desaster für die Haltbarkeit und die Integration in reale Fahrzeuge.
Wie würde sich die Hitzeentwicklung in einem echten E-Auto-Akkupack auswirken?
Die Auswirkungen der Hitzeentwicklung in einem realen E-Auto-Akkupack wären laut den vorliegenden Quellen massiv und mit aktueller Technik kaum beherrschbar. Während Donut Lab betont, dass ihre Zellen Hitze „mögen“ und durch höhere Temperaturen sogar effizienter werden (da der Innenwiderstand sinkt), warnen Experten vor den physikalischen Konsequenzen bei der Skalierung auf ein ganzes Fahrzeugpaket.
Die Auswirkungen lassen sich in folgende kritische Punkte unterteilen:
Die „Heizlüfter-Analogie“ (Thermische Last).
Batterieexperten verdeutlichen die Problematik durch eine Hochrechnung von einer einzelnen Testzelle auf ein typisches 94-kWh-Akkupack:
- Enorme Verlustleistung: Bei einer Laderate von 11C (Ladung in ca. 7,5 Minuten) liegt die Effizienz der Donut-Zelle nur bei etwa 82 %. Das bedeutet, dass 18 % der Energie direkt in Wärme umgewandelt werden.
- Skalierung: In einem 94-kWh-Pack würden während des kurzen Ladevorgangs etwa 15 bis 18 kWh thermische Energie frei. Umgerechnet auf die Zeit entspricht dies einer Wärmeleistung von 120 bis 150 kW.
- Vergleich: Dies entspräche der Hitzeentwicklung von 60 bis 75 parallel laufenden Heizlüftern, die gleichzeitig das Innere des Akkupacks aufheizen.
Unzureichende Kühlsysteme.
Die in heutigen Elektroautos verbauten aktiven Kühlsysteme sind für solche Belastungen nicht ausgelegt:
- Kapazitätsgrenze: Standard-E-Autos verfügen über eine Kühlleistung im einstelligen Kilowattbereich (ca. 10 kW), während selbst spezialisierte Performance-Fahrzeuge nur etwa 20 bis 30 kW erreichen.
- „Unkühlbar“: Angesichts der anfallenden 120 bis 150 kW Abwärme wäre das System hoffnungslos überfordert. Ohne eine extrem leistungsstarke Kühlung würde sich das Akkupack in den 7,5 Minuten Ladezeit um 100 bis 130 °C erwärmen.
- Endtemperatur: Bei einer Starttemperatur von 20 °C würde das Pack am Ende des Ladevorgangs eine Temperatur von 120 bis 150 °C erreichen.
Gegenseitige Erhitzung und Degradation.
Im Gegensatz zum Test einer einzelnen isolierten Pouchzelle entsteht in einem Pack ein zusätzliches Risiko durch die räumliche Nähe der Zellen:
- Nachbarschaftseffekt: In einem Modul mit vielen dicht gepackten Zellen heizen sich benachbarte Zellen gegenseitig auf, was die Temperatur noch schneller steigen lässt als bei einer Einzelbetrachtung.
- Chemischer Zerfall: Bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen führen solche Temperaturen (über 60–70 °C) normalerweise zu einer schnellen Zersetzung des Elektrolyten, zur Zerstörung der Grenzschichten und letztlich zum thermischen Durchgehen (Thermal Runaway).
- Lebensdauer: Die in den Tests gemessene Coulomb-Effizienz von unter 99 % bei 11C-Ladung deutet darauf hin, dass die Zellen durch die Hitze so stark geschädigt werden, dass sie bereits nach 20 bis 30 Zyklen unbrauchbar sein könnten.
Mechanische Belastung.
Obwohl Donut Lab behauptet, ihre Zellen benötigten keinen hohen Anpressdruck, zeigten die Tests bei hohen Temperaturen (100 °C) einen Vakuumverlust der Pouch-Hülle. Dies deutet auf eine Gasentwicklung im Inneren hin. In einem fest verbauten Akkupack könnte dieses „Aufblähen“ (Swelling) zu enormem mechanischem Druck führen, der die Gehäusestruktur beschädigen oder die elektrischen Kontakte trennen könnte.
Experten bewerten die Demonstration der 11C-Ladung zwar als beeindruckendes Laborexperiment, halten die Umsetzung in einem echten E-Auto ohne eine völlig neue Dimension der Kühltechnik jedoch für physikalisch und technisch derzeit nicht machbar.
Warum zweifeln Experten die Behauptung an, der Akku sei lithiumfrei?
Experten zweifeln die Behauptung, die Donut-Zelle sei lithiumfrei, primär aufgrund des „elektrochemischen Fingerabdrucks“ an, den die unabhängigen VTT-Testdaten offenbart haben.
Die folgenden Punkte fassen die wissenschaftliche Skepsis zusammen:
- Identische Spannungskurve: Die von VTT aufgezeichnete Ladekurve steigt von etwa 2,9 Volt über ein Plateau bei 3,6 bis 3,8 Volt bis auf 4,3 Volt an. Experten wie Dr. Joachim Sann und Tom Bötticher betonen, dass dieses Profil lehrbuchartig einer herkömmlichen NMC-Lithium-Ionen-Batterie (Nickel-Mangan-Kobalt) entspricht. Es wäre ein „gewaltiger Zufall“, wenn eine völlig andere, lithiumfreie Chemie exakt dasselbe Spannungsverhalten reproduzieren würde.
- Charakteristischer Innenwiderstand: Die berechneten Werte für den Innenwiderstand liegen zwischen 1,3 und 1,9 Milliohm. Dies ist genau der Bereich, den man von einer flüssigkeitsbasierten NMC-Lithium-Batterie erwartet. Feststoffbatterien ohne Lithium müssten theoretisch andere Widerstandswerte aufweisen, da die Ionenbewegung in Festkörpern anders verläuft.
- Fehlende Materialanalytik: Obwohl Donut Lab behauptet, die Zelle enthalte kein Lithium, verweigert das Unternehmen bisher eine detaillierte Materialanalyse oder das Öffnen der Zellen während unabhängiger Tests. Die Experten kritisieren, dass VTT lediglich vom Kunden vorgegebene Protokolle abarbeitet, ohne die chemische Zusammensetzung zu prüfen.
- Widersprüchliche Datenlage: Während das Team von Donut Lab in Interviews explizit die Lithiumfreiheit betont, weisen laut Fachleuten sämtliche verfügbaren Daten der Lade- und Entladezyklen auf eine Standard-Lithium-Chemie hin.
- Die Übereinstimmung der Messdaten mit existierenden Lithium-Technologien die Experten vermuten, dass es sich bei der „Wunderbatterie“ lediglich um eine für Hochleistung optimierte, aber chemisch konventionelle Lithium-Ionen-Zelle handelt.
Welche Unstimmigkeiten gibt es bei der angeblichen Zusammensetzung ohne Lithium?
Die Behauptung von Donut Lab, ihre Batterie sei lithiumfrei, wird von Experten aufgrund massiver technischer Unstimmigkeiten in den veröffentlichten Testdaten des Instituts VTT stark angezweifelt. Die vorliegenden Quellen identifizieren mehrere Punkte, an denen die physikalischen Messwerte den Marketing-Aussagen widersprechen.
Hier sind die zentralen Unstimmigkeiten im Detail:
Der „elektrochemische Fingerabdruck“ (Spannungsverlauf).
Die auffälligste Unstimmigkeit betrifft die aufgezeichnete Spannungskurve der Zelle während des Lade- und Entladevorgangs:
- Messwerte: Die VTT-Daten zeigen eine Kurve, die bei etwa 2,9 Volt beginnt, ein Plateau zwischen 3,6 und 3,8 Volt aufweist und bis auf 4,3 Volt ansteigt.
- Expertenurteil: Dieser Verlauf ist laut Experten ein „Lehrbuchbeispiel“ für eine herkömmliche NMC-Lithium-Ionen-Batterie (Nickel-Mangan-Kobalt). Es wird als „gewaltiger Zufall“ bezeichnet, wenn eine völlig andere, lithiumfreie Chemie exakt denselben Fingerabdruck wie eine NMC-Flüssigzellchemie reproduzieren würde.
Der Innenwiderstand deutet auf flüssige Elektrolyte hin.
Auch die Berechnung des Innenwiderstands aus den Testdaten liefert Indizien gegen die behauptete Zusammensetzung.
- Messwerte: Der berechnete Innenwiderstand der Zelle liegt zwischen 1,3 und 1,9 Milliohm.
- Expertenurteil: Diese Werte liegen exakt in dem Bereich, den man von einer Lithium-Batterie mit flüssigem Elektrolyten erwartet. Experten betonen, dass Feststoffelektrolyte (Solid State) oder alternative lithiumfreie Chemien theoretisch einen anderen, meist höheren Widerstand aufweisen müssten, da die Ionenbewegung in Festkörpern langsamer abläuft.
Gasbildung und Vakuumverlust bei Hitze.
In den Hochtemperaturtests zeigte die Zelle ein Verhalten, das untypisch für eine reine Feststoffzelle ohne flüssige Komponenten ist.
- Messwerte: Nach dem Test bei 100 °C verlor die Pouchzelle ihr Vakuum.
- Expertenurteil: Ein Vakuumverlust deutet auf eine Gasentwicklung im Inneren hin. Solche Gase entstehen üblicherweise durch die Zersetzung flüssiger Elektrolyte bei hohen Temperaturen. Für eine echte Festkörperzelle, wie von Donut behauptet, wäre eine solche Gasentwicklung bereits nach so wenigen Zyklen sehr unwahrscheinlich.
Fehlende Materialanalytik und intransparente Tests.
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass die behauptete Lithiumfreiheit bisher nur eine mündliche Aussage des Herstellers ist, die durch keinen der „unabhängigen“ Tests verifiziert wurde.
- Eingeschränkte Prüfung: Die Experten weisen darauf hin, dass das Institut VTT lediglich ein von Donut Lab vorgegebenes Protokoll abgearbeitet hat, ohne die Zelle zu öffnen oder die chemische Zusammensetzung zu analysieren.
- Fehlende Beweise: Solange keine Materialanalytik vorliegt, bleiben die Claims zur Lithiumfreiheit laut Experten nicht valide, insbesondere da die Leistungsdaten (Spannung, Widerstand, Effizienz) einer Standard-Lithium-Chemie so frappierend ähnlich sind.
Nachtrag vom 16.3.2026
Dritter veröffentlichter Test.
Der dritte veröffentlichte Test der Donut-Lab-Festkörperbatterie konzentriert sich auf das Verhalten der Selbstentladung über einen Zeitraum von zehn Tagen. Die wichtigsten Ergebnisse und Details der Untersuchung zusammengefasst:
- Technische Basis und Vorbereitung: Die Pouch-Zelle verfügt über eine Nennkapazität von 26 Amperestunden und einen Energieinhalt von 94 Wattstunden. Vor dem eigentlichen Versuch bestätigte ein Referenzzyklus eine tatsächliche Kapazität von 26,514 Amperestunden, was die Stabilität der Zelle unter Laborbedingungen untermauerte.
- Testablauf der Selbstentladung: Für den Versuch wurde die Batterie auf einen Ladezustand von etwa 50 Prozent gebracht und anschließend 240 Stunden (zehn Tage) ohne elektrische Belastung bei Raumtemperaturen zwischen 22 und 28 Grad Celsius gelagert.
- Messergebnisse: Während der Ruhephase sank die Zellspannung von 3.861 Millivolt auf 3.733 Millivolt ab, was einem Spannungsabfall von 128 Millivolt entspricht. Nach Ablauf der Zeit konnten noch 97,7 Prozent der gespeicherten Energie entnommen werden, was einen Verlust von lediglich 2,3 Prozent bedeutet. Mechanische Schäden oder Verformungen traten dabei nicht auf.
Einordnung und Fazit.
Der gemessene Energieverlust liegt in einem ähnlichen Bereich wie bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen. Obwohl der Test ein stabiles Verhalten ohne auffällige Energieverluste bescheinigt, weist der Bericht darauf hin, dass es sich um einen Einzelversuch mit kurzer Beobachtungsdauer handelt. Entscheidende Daten zur langfristigen Zyklenfestigkeit und zur industriellen Skalierbarkeit der Produktion fehlen bislang noch, weshalb offenbleibt, ob die Technologie bereits einen echten Durchbruch darstellt.
Siehe auch:
Verge TS Pro, Donut Motor 2.0.
Donut Battery: Energiedichte 400 Wh/kg, 5 Min. für Vollladung, 100‘000 Ladezyklen. Ist der „Wunder-Akku“ von Donut Lab ein Fake oder tatsächlich eine serienreife Festkörperbatterie?
Verge TS Pro, Donut Motor 2.0.
Batterietechnik, Zellchemien.
Cell-to-Pack, Trockenbeschichtung, Energiedichte, stationäre Energiespeicher, Netzstabilität. Innovative Speichertechnologien, Effizienz Batteriespeicher, Materialbasis, Innovationen in Zellchemie und -design.
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Energiepolitik Schweiz: Elektrizität, Photovoltaik, Wind, Wasserkraft, Wasserstoff, Erdöl, Erdgas, Biogas, Kernkraft.
Disclaimer / Abgrenzung
Stromzeit.ch übernimmt keine Garantie und Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen Texte, Massangaben und Aussagen.
Quellenverzeichnis (März 2026)
Donut antwortet Kritikern: DAS sagen die Daten WIRKLICH! (Akku-Chemiker reagiert)
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=h_T0XqA8NBI
IRRE: Das Ende vom "WUNDER"-Akku? Neue Daten machen mich sprachlos!
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=dBcd6vF7OrI
ZERSTÖRUNG der Donut-Festkörperbatterie Tests zeigen: Akku nach 20-30 Zyklen tot? Dr. Joachim Sann
https://www.youtube.com/watch?v=to6XReMc7GU
Independent Test: Donut Lab Solid-State Battery Handles 100°C (But There’s a Catch)
https://www.youtube.com/watch?v=LWXtvmteFBM
Donut Solid-State Battery: Fast Charge Test | I Donut Believe (Pt.1)
https://www.youtube.com/watch?v=d2QU_LpkSPs
Festkörperbatterietests von Donut Lab enthüllen etwas...
https://www.youtube.com/watch?v=3PwEA-tBufI
*Illustration stromzeit.ch © NotebookLM.






















