Zum Inhalt springen

EKZ, Embraport, aktuell grösste PV-Anlage des KT Zürich, rund 9500 Solarmodule, grüner Strom für 4000 Einwohner.

Contracting-Modell: Flächenbesitzer stellt das Dach bereit, EKZ realisiert die Planung und Finanzierung.

EKZ, Embraport, aktuell grösste PV-Anlage des KT Zürich, rund 9500 Solarmodule, grüner Strom für 4000 Einwohner.

27.03.2026

Das kantonale Energieunternehmen EKZ hat auf dem Areal des Embraports in Embrach die aktuell grösste Photovoltaikanlage des Kantons Zürich in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst rund 9500 Solarmodule, die jährlich genügend Ökostrom erzeugen, um den Bedarf einer Kleingemeinde mit 4000 Personen zu decken. Während die Hälfte der Energie direkt den Logistikbetrieb nachhaltiger macht, wird der Rest in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Das Projekt wurde über ein Contracting-Modell realisiert, bei dem die EKZ die gesamte Planung und Finanzierung übernimmt, während der Flächenbesitzer lediglich das Dach bereitstellt. Zukünftige Pläne sehen bereits eine Erweiterung der Kapazitäten sowie die Installation eines Grossbatteriespeichers vor, um die lokale Versorgungssicherheit weiter zu optimieren.

 

Nachhaltigkeitsstrategie „Green Embraport“.

 

Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien im Kanton Zürich haben einen besonderen Fokus auf die Inbetriebnahme der grössten Solaranlage des Kantons auf dem Embraport-Areal in Embrach sowie der übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie „Green Embraport“.

Bild aus Video © EKZ.

 

1. Das Leuchtturmprojekt: Die grösste Solaranlage im Kanton Zürich.

Mitte März 2026 haben die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) auf dem Logistikareal Embraport in Embrach die bislang grösste Solaranlage im Kanton Zürich offiziell in Betrieb genommen. Dieses Grossprojekt markiert einen bedeutenden Meilenstein für die lokale Stromproduktion und die regionale Versorgungssicherheit.

Technische Spezifikationen und Dimensionen.

Die Anlage besticht durch ihre eindrücklichen Ausmasse und Leistungsdaten:

  • Module: Insgesamt wurden rund 9'500 Photovoltaikmodule installiert.
  • Fläche: Die Anlage erstreckt sich über sieben Dachflächen mit einer Gesamtfläche von rund 20'000 Quadratmetern, was etwa der Grösse von drei Fussballfeldern entspricht.
  • Leistung: Die installierte Leistung beträgt bis zu 4,5 Megawatt (MWp).
  • Produktion: Jährlich werden rund 4 Gigawattstunden (GWh) sauberer Solarstrom erzeugt.
  • Versorgungskapazität: Diese Menge reicht aus, um etwa 900 Vierpersonenhaushalte mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4'500 kWh pro Jahr oder eine Gemeinde mit rund 4'000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu versorgen.

Der Bau erforderte ein erhebliches logistisches Geschick: Es wurden ca. 80 Kilometer Kabel verlegt, 280 Tonnen Ballastierungssteine gesetzt und über 600 Kranzüge koordiniert.


2. Das Geschäftsmodell: Solar-Contracting.

Die Realisierung erfolgte im Rahmen eines sogenannten Solar-Contracting-Modells der EKZ. Bei diesem Modell stellt die Zürcher Freilager AG (ZF AG) als Eigentümerin des Areals lediglich die Dachflächen zur Verfügung.

Die EKZ übernehmen im Gegenzug die komplette Planung, Finanzierung, den Bau sowie den langfristigen Betrieb und Unterhalt der Anlage. Für das Partnerunternehmen bedeutet dies den Zugang zu nachhaltigem Strom ohne eigene Investitionen oder operativen Aufwand. Dieses Modell hat sich als wichtiges Instrument für den Ausbau der Photovoltaik im gewerblichen Umfeld etabliert.

 

3. Stromnutzung und regionale Bedeutung.

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Kombination aus lokaler Produktion und unmittelbarem Verbrauch:

  • Eigenverbrauch: Rund 50 Prozent des erzeugten Stroms werden direkt vor Ort von den Mietern des Logistik-Hubs genutzt. Dies reduziert die Netzbelastung und erhöht die Effizienz.
  • Netzeinspeisung: Die verbleibende Hälfte wird in das EKZ-Netz eingespeist und steht den umliegenden Kunden der EKZ zur Verfügung.

Das Projekt stärkt die Versorgungssicherheit mit lokalem, nachhaltigem Strom und unterstützt die Erreichung nationaler und kantonaler Klimaziele. Die Verfügbarkeit von CO₂-freier Energie verschafft den Mietern einen klaren Standortvorteil am Markt.

 

4. Die Strategie „Green Embraport“ und weitere Nachhaltigkeitsmassnahmen.

Die Solaranlage ist Teil einer umfassenderen Vision namens „Green Embraport“, mit der das Areal bis 2025 zu einem durchgehend nachhaltigen Logistik-Hub umgestaltet werden soll.

Erneuerbare Wärme- und Kälteversorgung.

Bis Ende 2025 wurde die fossile Wärmeproduktion vollständig durch nachhaltige Systeme ersetzt:

  • Wärmepumpen: Neuere Gebäude nutzen Grundwasserwärmepumpen.
  • Eisspeicher: Das Gebäude B verfügt über einen innovativen Eis-Energiespeicher, der die Wärme des Sommers für den Winter speichert und im Sommer zur Kühlung genutzt wird.
  • Holzheizkraftwerk: Ältere Gebäude sind an ein Hochtemperaturnetz angeschlossen, das vom Holzheizkraftwerk der Gemeinde Embrach gespeist wird, welches sich direkt auf dem Areal befindet.
Zertifizierungen und Bauweise.

Die Gebäude auf dem Areal entsprechen modernsten Standards wie Minergie, Minergie-Eco und DGNB Gold. Beispielsweise wurden die Gebäude L und M in ressourcenschonender Elementbauweise erstellt.

Biodiversität und Ökologie.

Neben der Energieproduktion wird Wert auf die Förderung der Biodiversität gelegt. Dies umfasst den Erhalt von Flora, die Entsiegelung von Flächen und Massnahmen gegen den Hitze-Insel-Effekt durch Begrünung.

 

5. Zukunftsaussichten: Ausbau und Speicherung.

Es gibt bereits konkrete Pläne, das Engagement am Standort Embrach weiter zu verstärken:

  • Erweiterung: Eine substanzielle Erweiterung der Solaranlage um ca. 1 Megawatt (+25 Prozent) auf neu entstehenden Dachflächen wird geprüft.
  • Grossbatterie: Geplant ist die Installation einer Grossbatterie mit einer Kapazität von 2 MWh. Dieser Speicher soll den Eigenverbrauch optimieren, die Flexibilität im Stromsystem erhöhen und die Stromversorgung durch die zeitversetzte Nutzung von Solarstrom resilienter machen.


6. Regionaler Kontext und weitere Nachrichten.

Zusätzlich zu den Entwicklungen im Energiebereich zeigen die Quellen ein vielfältiges Bild regionaler Ereignisse im Kanton Zürich:

  • Wirtschaft: Die Genossenschaft Migros Zürich verzeichnete 2025 einen Verlust von 180 Millionen Franken. Die Stadt Dietikon hingegen schloss ihre Jahresrechnung 2025 mit einem Überschuss von 7,3 Millionen Franken ab.
  • Forschung: Schweizer Forschungsinstitute melden Fortschritte in verschiedenen Bereichen, darunter die Entwicklung feuerfesten Dämmmaterials aus Sägemehl (ETH/Empa), die automatisierte Herstellung von Proteinen (ETH) und Untersuchungen zur PFAS-Belastung von Böden.
  • Kultur und Gesellschaft: Im Juni soll die Stadt Zürich künftig im Rahmen des Pride-Monats in Regenbogenfarben leuchten. In der Region finden zudem zahlreiche Veranstaltungen statt, wie das „Zürich Wander-Opening“ am Pfannenstiel oder diverse Theateraufführungen.
EKZ baut die grösste Solaranlage im Kanton Zürich.


Video und Bilder aus Video © EKZ.

Was sind die Ziele der Strategie „Green Embraport“ bis 2025?

Die Strategie „Green Embraport“ verfolgt das Ziel, das Logistikareal in Embrach in einen rundum nachhaltigen, CO₂-armen und emissionsfreien Logistik-Hub zu transformieren.

Die wesentlichen Ziele und Massnahmen dieser Strategie umfassen:
  • Vollständiger Verzicht auf fossile Brennstoffe: Bis Ende 2025 soll die bisherige fossile Wärmeproduktion für Heizung und Warmwasser komplett durch moderne, nachhaltige Systeme ersetzt worden sein. Bestehende erdölbetriebene Anlagen wurden zurückgebaut. Die Wärmeversorgung erfolgt künftig über ein Hoch- und Mitteltemperaturnetz aus erneuerbaren Quellen wie dem Holzheizkraftwerk der Gemeinde Embrach oder Wärmepumpen.
  • Massiver Ausbau der Solarenergie: Ein zentrales Element ist der Bau der grössten Photovoltaikanlage im Kanton Zürich auf den Dächern der Logistikgebäude. Diese Anlage soll über 4 MWp Leistung erbringen, um den Standort mit sauberem Strom zu versorgen und die Dekarbonisierung logistischer Prozesse voranzutreiben.
  • Nachhaltige Gebäudestandards: Alle realisierten Neu- und Umbauten folgen strengen Nachhaltigkeitskriterien und werden nach Standards wie Minergie, Minergie-Eco oder DGNB Gold zertifiziert. Hierbei kommen auch innovative Technologien wie ein Eis-Energiespeicher zum Einsatz, der Wärme vom Sommer für den Winter speichert.
  • Förderung der Biodiversität und Klimaanpassung: Die Strategie sieht vor, die natürliche Flora zu erhalten und neue Brachflächen zu schaffen. Um dem Hitze-Insel-Effekt entgegenzuwirken, sollen nicht benötigte Asphaltflächen entsiegelt, gekiest oder durch grüne Elemente beschattet werden.
  • Etablierung als Leuchtturmprojekt: Ziel der Zürcher Freilager AG ist es, den Embraport durch diese Massnahmen als „Leuchtturm der grünen Logistik“ zu positionieren und so einen langfristigen Standortvorteil für Mieter zu schaffen, die Wert auf eine nachhaltige Lieferkette legen.

 

Wie stärkt das Projekt Embraport die regionale Versorgungssicherheit?

Das Projekt auf dem Embraport-Areal stärkt die regionale Versorgungssicherheit im Kanton Zürich vor allem durch den massiven Ausbau der lokalen Stromproduktion und den Einsatz moderner Speichertechnologien.

Bild aus Video © EKZ.

Die wesentlichen Punkte zur Stärkung der Versorgungssicherheit sind:

  • Hohe Produktionskapazität: Mit einer installierten Leistung von 4,5 MWp und einer jährlichen Produktion von rund 4 Gigawattstunden (GWh) erzeugt die Anlage genügend Strom, um eine Gemeinde mit etwa 4'000 Einwohnerinnen und Einwohnern oder rund 900 Vierpersonenhaushalte ein Jahr lang zu versorgen. Durch die Nutzung zuvor brachliegender Dachflächen wird die Abhängigkeit von externen Energiequellen verringert.
  • Entlastung der Stromnetze: Rund 50 Prozent des erzeugten Stroms werden direkt vor Ort von den Mietern des Logistik-Hubs verbraucht. Dieser unmittelbare Eigenverbrauch reduziert die Netzbelastungen und erhöht die Gesamteffizienz der Energieverwendung in der Region. Die andere Hälfte fliesst in das EKZ-Netz und versorgt umliegende Kunden.
  • Erhöhung der Resilienz durch Grossbatterie: Ein entscheidender Faktor für die zukünftige Sicherheit ist die geplante Installation einer Grossbatterie mit einer Kapazität von 2 MWh. Dieser Speicher ermöglicht es, den Solarstrom zeitversetzt und bedarfsgerecht zu nutzen, was die Netzstabilität erhöht, Lastspitzen bricht und die Stromversorgung insgesamt resilienter macht.
  • Geplanter Ausbau: Die Versorgungssicherheit soll durch eine bereits in Prüfung befindliche Erweiterung der Anlage um rund 1 Megawatt (ein Plus von etwa 25 Prozent) weiter gesteigert werden.
  • Nachhaltige Wärmeversorgung: Neben Strom trägt auch die Umstellung der Wärmeproduktion auf erneuerbare Quellen (wie das holzgefeuerte Heizkraftwerk der Gemeinde Embrach direkt auf dem Areal) zur regionalen energetischen Unabhängigkeit bei.

Insgesamt leistet das Projekt laut den Quellen einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung kantonaler Klimaziele und sichert eine nachhaltige Energieversorgung für die regionale Wirtschaft und Bevölkerung.

 

Welche Vorteile bietet das Solar-Contracting-Modell für beteiligte Unternehmen?

Das Solar-Contracting-Modell, wie es beispielsweise von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) beim Projekt Embraport umgesetzt wird, bietet für beteiligte Unternehmen eine Reihe von wirtschaftlichen und operativen Vorteilen:

  • Keine eigenen Investitionen und Risiken: Das Modell ermöglicht Unternehmen den Zugang zu Solarstrom, ohne dass sie eigenes Kapital investieren müssen. Die EKZ übernehmen dabei die komplette Finanzierung, Planung und den Bau der Anlage.
  • Minimaler administrativer und operativer Aufwand: Da der Partner (in diesem Fall die Zürcher Freilager AG) lediglich die Dachflächen zur Verfügung stellt, entfällt der Aufwand für den laufenden Betrieb und den Unterhalt der Photovoltaikanlage. Dies erlaubt es den Unternehmen, sich vollumfänglich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.
  • Attraktive und stabile Energiekosten: Unternehmen profitieren von stabilen Energiekosten und können den CO₂-freien Strom oft zu attraktiven Konditionen beziehen. Dies bietet Schutz vor Preisschwankungen am Energiemarkt.
  • Nachhaltigkeit und Marktvorteile: Durch die Nutzung von lokal produziertem, sauberem Strom können Unternehmen ihre Geschäftsprozesse nachhaltiger gestalten und zur Dekarbonisierung beitragen. Dies verschafft ihnen einen klaren Standortvorteil und einen „Pluspunkt am Markt“, da Nachhaltigkeit für Kunden und Partner immer wichtiger wird.
  • Effiziente Flächennutzung: Das Modell verwandelt bislang ungenutzte oder brachliegende Dachflächen in produktive Infrastruktur für die Energiegewinnung.
  • Das Modell lässt sich als ein „Rundum-Sorglos-Paket“ beschreiben, das den ökologischen Umbau ohne finanzielle Hürden oder technischen Eigenaufwand ermöglicht.

 

Warum sind Grossbatterien wichtig für die Energielandschaft der Zukunft?

Grossbatterien werden als ein „entscheidendes Puzzleteil in der zukünftigen Energielandschaft“ bezeichnet. Ihre Wichtigkeit ergibt sich aus mehreren zentralen Funktionen für die Stabilität und Effizienz des Energiesystems:

  • Zeitliche Flexibilität der Nutzung: Der entscheidende Vorteil von Grossbatterien besteht darin, dass Solarstrom nicht zwingend zum Zeitpunkt seiner Produktion verbraucht oder ins Netz eingespeist werden muss. Durch die Zwischenspeicherung kann die Energie zeitlich verschoben genau dann genutzt werden, wenn die tatsächliche Nachfrage besteht.
  • Erhöhung der Netzstabilität: Die Nutzung dieser zeitlichen Flexibilität ermöglicht eine systemdienliche Einspeisung. Dies hilft dabei, Lastspitzen zu reduzieren und das Stromnetz bei drohenden Engpässen gezielt zu entlasten.
  • Steigerung des Eigenverbrauchs: Für Betreiber von Grossanlagen (wie dem Embraport) dienen Batterien dazu, den Anteil des selbst genutzten Stroms vor Ort zu optimieren. Dies macht die Energieversorgung für die dort ansässigen Unternehmen effizienter und unabhängiger.
  • Stärkung der Versorgungssicherheit und Resilienz: Durch die Kombination von grossflächiger Produktion und Speicherkapazität (geplant sind in Embrach beispielsweise 2 MWh) wird die regionale Versorgungssicherheit deutlich erhöht. Das gesamte Stromversorgungssystem wird dadurch resilienter, also widerstandsfähiger gegenüber Schwankungen.
  • Unterstützung der Energiewende: Grossbatterien verbessern die Flexibilität im Stromsystem insgesamt und sind damit eine notwendige Ergänzung zum forcierten Ausbau unregelmässig produzierender erneuerbarer Energien.

Grossbatterien ermöglichen eine intelligente Steuerung zwischen Produktion und Verbrauch, was für eine stabile und nachhaltige Energieversorgung der Zukunft unerlässlich ist.

 

Wie funktioniert die Wärmeversorgung durch den Eisspeicher im Gebäude B?

Die Wärmeversorgung im Logistikgebäude B des Embraports basiert auf einem innovativen System, das einen Eis-Energiespeicher mit Wärmepumpen kombiniert.

Die Funktionsweise dieses Systems nutzt den saisonalen Wechselbedarf an Energie:
  • Heizen im Winter: Der Eisspeicher ermöglicht es, die Wärme des Sommers nahezu CO₂-neutral zu speichern. Diese gespeicherte thermische Energie wird dann zeitversetzt im Winter genutzt, um das Gebäude umweltfreundlich zu beheizen.
  • Kühlen im Sommer: Der Prozess funktioniert auch in die umgekehrte Richtung. Die im Winter während des Heizvorgangs „erzeugte“ und im Speicher konservierte Kälte wird im Sommer für die Kühlung der rund 20'000 m² Lagerflächen des Gebäudes verwendet.

Zusammen mit der Wärmepumpentechnologie stellt dieser Speicher ausreichend Energie bereit, um das Gebäude, welches nach dem Minergie-Standard zertifiziert ist, nachhaltig zu bewirtschaften. Durch diese Form der Energienutzung kann das Gebäude B, ebenso wie der restliche Embraport, nahezu CO₂-neutral beheizt und gekühlt werden.

 

Welche Rolle spielt das Holzheizkraftwerk für das Areal?

Das Holzheizkraftwerk der Gemeinde Embrach nimmt eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Wärmeversorgung des Embraport-Areals ein.

Folgende Punkte verdeutlichen seine Bedeutung für den Standort:
  • Standort und Betrieb: Das Kraftwerk befindet sich bereits seit 2023 direkt auf dem Areal des Embraports.
  • Versorgung der Bestandsbauten: Die älteren Gebäude auf dem Gelände sind an ein Hochtemperaturnetz angeschlossen, das primär von diesem Holzheizkraftwerk gespeist wird.
  • Kaskadennutzung für Neubauten: Die überschüssige Wärme aus dem Hochtemperaturnetz wird über ein Mitteltemperaturnetz weitergeleitet, um damit auch weitere Neubauten auf dem Areal zu versorgen.
  • Strategischer Pfeiler der Dekarbonisierung: Im Rahmen der Vision „Green Embraport“ trägt das Werk entscheidend dazu bei, die fossile Wärmeproduktion bis Ende 2025 vollständig zu ersetzen. Zusammen mit anderen Technologien wie Wärmepumpen und Eisspeichern ermöglicht es eine nahezu CO₂-neutrale Beheizung des gesamten Logistik-Hubs.
  • Partnernetzwerk: Die Nutzung des Kraftwerks ist Ausdruck einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Embrach und der Zürcher Freilager AG, um die lokale Energiepolitik und nachhaltige Logistikziele zu fördern.

 

Wie fördert der Embraport konkret die lokale Biodiversität?

Im Rahmen der Strategie „Green Embraport“ setzt das Logistikareal gezielte ökologische Massnahmen um, um die lokale Biodiversität zu fördern und den Standort als naturnahen Lebensraum zu erhalten:

  • Erhalt und Schutz der Flora: Die bestehende vielseitige Vegetation auf dem Areal wird konsequent geschützt und gepflegt. Dazu gehören unter anderem Baumalleen, Buschzonen und Mischwäldchen. Auch spezifische Elemente wie Fassadenbegrünungen, Beerensträucher, Wiesenflächen sowie Mooswuchs werden aktiv erhalten.
  • Schaffung von Rückzugsräumen: Um die Artenvielfalt zu unterstützen, werden bestehende Brachflächen belassen und gezielt neue Brachflächen geschaffen.
  • Entsiegelung von Flächen: Alle Flächen, die nicht zwingend für Gebäude oder die Erschliessung (wie Strassen und Wege) benötigt werden, sollen entsiegelt und gekiest werden. Dies verbessert die Bodenfunktionen und ermöglicht die Versickerung von Regenwasser.
  • Bekämpfung des Hitze-Insel-Effekts: Bestehende Asphaltflächen werden durch grüne Elemente kompensiert und beschattet. Dies dient nicht nur der ökologischen Aufwertung, sondern reguliert auch das Mikroklima auf dem Areal und wirkt der sommerlichen Überhitzung entgegen.
  • Mehrwert für Mitarbeitende: Diese ökologischen Ausgleichsflächen sind so gestaltet, dass sie gleichzeitig als Erholungs- und Ausgleichszonen für die auf dem Areal arbeitenden Menschen dienen.

Das Konzept zielt darauf ab, technische Infrastruktur und natürliche Vielfalt harmonisch zu verbinden, indem ungenutzte Zonen in vitale Naturflächen umgewandelt werden.

 

Können die Solaranlagen auch für die Elektromobilität genutzt werden?

Ja, die Solaranlagen am Embraport bieten laut den Quellen grosse Chancen für die Elektromobilität, da diese besonders stark von lokal erzeugtem Solarstrom profitiert.

Details zur Nutzung für die Elektromobilität:
  • Infrastruktur für Ladestationen: Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative „Green Embraport“ sind Elektro-Ladestationen explizit als Teil der Energie-Infrastruktur auf dem Areal vorgesehen.
  • Strategischer Vorteil: Die Kombination aus lokaler Stromproduktion und Elektromobilität verschafft dem Standort laut Jean-Claude Maissen, CEO der Zürcher Freilager AG, einen klaren Standortvorteil für Mieter.
  • Emissionsfreie Logistik: Die Nutzung von Solarstrom für Fahrzeuge unterstützt das übergeordnete Ziel, den Embraport bis 2025 in einen Hub für CO₂-arme und emissionsfreie Logistik zu transformieren.
  • Ansiedlung von Pionieren: Ein konkretes Beispiel für den Fokus auf Elektromobilität am Standort ist der Einzug der Firma Kyburz, die unter anderem die elektrischen Post-Roller herstellt, in ein neues Gebäude auf dem Areal.

Die Solaranlagen spielen eine Schlüsselrolle, die für die Elektromobilität notwendige grüne Energie direkt vor Ort bereitzustellen.

 

Was sind die Vorteile von Wärmepumpen mit Grundwassernutzung?

Wärmepumpen mit Grundwassernutzung bieten laut den Quellen eine Reihe von energetischen und ökologischen Vorteilen, insbesondere im Kontext moderner, nachhaltiger Grossbauten:

  • Umweltfreundliche Energiequelle: Diese Systeme nutzen den natürlichen Grundwasserstrom (wie beispielsweise im Embrachertal), um eine umweltfreundliche Beheizung von Gebäuden sicherzustellen.
  • CO₂-Neutralität: Der Einsatz dieser Technologie ermöglicht es, Gebäude oder ganze Areale nahezu CO₂-neutral zu beheizen und – je nach Bedarf – auch zu kühlen.
  • Kombinierte Nutzung (Heizen und Kühlen): Ein wesentlicher Vorteil ist die Flexibilität, da die Heiz- und Kühlenergie direkt aus dem Grundwasser bezogen werden kann.
  • Hohe Zertifizierungsstandards: Die Nutzung von Grundwasserwärmepumpen trägt dazu bei, dass Gebäude anspruchsvolle Nachhaltigkeitszertifikate wie Minergie-Eco oder DGNB Gold erhalten können.
  • Versorgungssicherheit: In Kombination mit anderen Technologien liefern sie ausreichend Energie für die zuverlässige Bewirtschaftung grosser Neubauten.

Wie fördert der Embraport konkret die lokale Biodiversität?

Der Embraport fördert die lokale Biodiversität im Rahmen der Strategie „Green Embraport“ durch eine Reihe konkreter ökologischer Massnahmen:

  • Erhalt der bestehenden Flora: Die vielseitige und vitale Vegetation auf dem Areal wird konsequent geschützt. Dies umfasst Baumalleen, Buschzonen, Mischwäldchen, Beerensträucher, Wiesenflächen und Mooswuchs.
  • Gezielte Begrünung: Es werden zusätzliche grüne Elemente wie Fassadenbegrünungen und Pflanzentröge eingesetzt.
  • Schaffung von Lebensräumen: Im Interesse der Artenvielfalt werden bestehende Brachflächen belassen und zusätzlich neue Brachflächen geschaffen.
  • Entsiegelung von Flächen: Alle Areale, die nicht zwingend für Gebäude oder die Erschliessung (wie Strassen und Wege) benötigt werden, werden entsiegelt und gekiest.
  • Klimaanpassung: Um dem Hitze-Insel-Effekt entgegenzuwirken, werden Asphaltflächen durch adäquate grüne Elemente beschattet und kompensiert.
  • Mehrwert für Menschen: Diese ökologischen Ausgleichsflächen sind so gestaltet, dass sie gleichzeitig als Erholungsraum für die Mitarbeitenden auf dem Areal dienen.


Welche Nachhaltigkeits-Zertifikate haben die Gebäude am Areal erhalten?

Die Gebäude auf dem Embraport-Areal wurden mit verschiedenen renommierten Nachhaltigkeits-Zertifikaten ausgezeichnet, die den hohen ökologischen Standard des Logistik-Hubs unterstreichen. Dabei kommen vor allem die Standards Minergie, Minergie-Eco und DGNB Gold zum Einsatz.

Übersicht der Zertifizierungen für die einzelnen Gebäude:
  • Logistikgebäude B: Dieses Gebäude, welches über rund 20'000 m² Lagerfläche verfügt und ein innovatives Eisspeichersystem nutzt, ist nach dem Minergie-Standard zertifiziert.
  • Logistikgebäude F: Der Neubau für Stückgut- und KEP-Logistik (Kurier-Express-Paket) wurde nach höchsten Standards realisiert. Er ist nach dem Minergie-Standard zertifiziert und erhielt zusätzlich die Auszeichnung DGNB Gold. Bei der Materialwahl wurden zudem die Kriterien Eco 1+2 sowie Eco Basis angewendet.
  • Logistik- und Bürogebäude L: Dieses in ressourcenschonender Elementbauweise erstellte Gebäude ist nach dem Minergie-Standard zertifiziert. Zusammen mit dem Gebäude M wird es in den Quellen zudem als DGNB Gold zertifiziert aufgeführt.
  • Logistik- und Bürogebäude M: Auch dieses Gebäude wurde in Elementbauweise errichtet und erfüllt den strengeren Minergie-Eco-Standard. Wie Gebäude L trägt es die Zertifizierung DGNB Gold.

Diese Zertifizierungen sind Teil der übergeordneten Vision „Green Embraport“ und der Strategie 2025. Das Ziel der Eigentümerin, der Zürcher Freilager AG, ist es, durch diese hohen Standards sämtliche Neu- und Umbauten als Leuchtturmprojekte für grüne Logistik zu positionieren.

Disclaimer / Abgrenzung

Stromzeit.ch übernimmt keine Garantie und Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen Texte, Massangaben und Aussagen.


Quellenverzeichnis (März 2026).

https://www.ekz.ch/ekz/de/ueber-ekz/medien/medien/medienmitteilungen/MM-Solaranlage-Embraport.html

https://www.ekz.ch/de/blue/wissen/2026/embraport-ekz-nimmt-zuerichs-groesste-solaranalge-in-betrieb.html

https://www.ekz.ch/de/blue/wissen/2025/embraport-madrisa-solar.html

https://www.ekz.ch/de/blue/wissen/2025/kyburz.html

https://embraport.ch/news/ein-weiterer-schritt-in-richtung-nachhaltigkeit

https://embraport.ch/news/rekord-solaranlage-im-zuercher-unterland

https://embraport.ch/news-overview

https://embraport.ch/nachhaltigkeit

https://www.zuerioberland24.ch/articles/339686-ekz-baut-groesste-solaranlage-im-kanton

https://www.pfaeffikon24.ch/articles/339688-ekz-baut-groesste-solaranlage-im-kanton

https://www.zhk.ch/de/mitgliedschaft/unser-angebot/ueber-unsere-mitglieder/artikel/ekz-nimmt-solaranlage-in-embraport-in-betrieb.html

https://zuerich24.ch/articles/339735-ekz-mit-groesster-solaranlage

https://punkt4.info/newsletter/news/ekz-nimmt-solaranlage-in-embraport-in-betrieb/punkt4-category/limmatstadt/punkt4-newsletter/11366/punkt4-section/64565/

https://netzbetreiberinfo.ch/unternehmen/esg-nachhaltigkeit/ekz-baut-groesste-solaranlage-in-zuerich

https://zueriunterland24.ch/articles/370695-groesste-solaranlage-im-kanton-zuerich-geht-in-betrieb

https://www.telezueri.ch/zuerinews/ekz-nimmt-groesste-solaranlage-im-kanton-zuerich-in-betrieb-163781000

https://www.telez.ch/tele-z-aktuell-beitrag-25-03-2026-b3_65227/


EKZ baut die grösste Solaranlage im Kanton Zürich.

https://www.youtube.com/watch?v=NvW7r82zae4

Video und Bilder aus Video © EKZ.

 

 

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen
Alpine PV-Grossanlage Madrisa Solar im Bau: 3170 Solartische, 20'000 Module, 17 GWh/Jahr, über 40% Winterstrom.
Erstes alpines Solarkraftwerk im Rahmen der nationalen „Solarexpress“-Offensive das Strom in‘s Netz einspeist.